Hemsbach

Förderung für Stecker-Solaranlagen bleibt

Die Mehrheit im Gemeinderat lehnt Halbierung des Programms ab 2024 auf 5000 Euro ab.

Das 2022 aufgelegte Hemsbacher Förderprogramm für Stecker-Solaranlagen wird nicht gekürzt. Der Gemeinderat sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, auch im nächsten Jahr 10 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Foto: Kevin Schollmaier
Das 2022 aufgelegte Hemsbacher Förderprogramm für Stecker-Solaranlagen wird nicht gekürzt. Der Gemeinderat sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, auch im nächsten Jahr 10 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Beim 2022 aufgelegten Förderprogramm für kleine Balkonkraftwerke wird es keine Abstriche geben. Nur Verbesserungen, heißt es. Die von der Stadt vorgeschlagene Kürzung um 5000 Euro ist damit vom Tisch. Denn die Gemeinderatsmehrheit folgte dem Verwaltungsvorschlag, das Programm zu halbieren, nicht.

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Stark gesunkene Preise

Klimaschutzmanagerin Felicitas Hasper begründete diese Halbierung mit den stark gesunkenen Preisen. „Früher kostete eine Anlage bis zu 1500 Euro, jetzt sind es 300 bis 400 Euro“, sagte sie in der Sitzung am Montag in der Kulturbühne „Max“. Da im zurückliegenden Jahr 60 Anträge eingereicht wurden, sollten 5000 Euro ausreichen, meinte die Stadt. Der Förderhöchstsatz liegt übrigens bei 100 Euro pro Anlage. Hasper sprach generell von einem erfolgreichen Förderprogramm und hoffte auf „viele Anträge“ im Jahr 2024. Mit dem erzeugten Strom können laut Hasper 15 Hemsbacher Haushalte für ein Jahr versorgt werden. 1,8 Tonnen CO₂ wurden so eingespart.

Leistungsgrenze für Anlagen von 600 auf 800 Watt

Das Förderprogramm wird nach den Erfahrungen aus dem Jahr 2023 weiter verbessert. So wird entsprechend der Gesetzesänderung der Bundesregierung die Leistungsgrenze für förderfähige Anlagen von 600 auf 800 Watt erhöht. Der Nachweis über die Anmeldung bei den Weinheimer Stadtwerken wird aus den einzureichenden Unterlagen gestrichen. Es gibt weitere Verbesserungen. So müssen Antragsteller lediglich versichern, dass ihre Anlage die gesetzlichen und normativen Anforderungen zur Produktsicherheit erfüllen. Der Nachweis muss mit dem Förderantrag eingereicht werden. Zudem können die Anträge künftig per Post oder per E-Mail eingereicht werden.

Wolfram Ligeika, Stadtrat der Freien Wähler, begrüßte ausdrücklich die Vereinfachungen. „Jetzt werden bestimmt mehr zugreifen“, fügte er hinzu und plädierte dafür, es bei den 10 000 Euro zu belassen. Auch FDP-Fraktionssprecher Andreas Wiegand wollte die Fördersumme nicht senken. Für GBL-Stadträtin Ulrike Morr bringe jeder kleine Schritt die Kommune weiter in Sachen Klimaschutz. Auch PH-Stadträtin Elke Ehret sah in den kleinen Balkonkraftwerken viele kleine Schritte, die helfen würden. CDU-Stadtrat Denis Klefenz hatte eher grundsätzliche Probleme mit den Förderprogrammen. „Wir zahlen 100 Euro an Förderung. Demgegenüber stehen die Prozesskosten im Rathaus. Wie siehe es damit aus?“, wollte er wissen. Die Klimaschutzmanagerin Hasper beruhigte ihn. „Mit der jetzigen Anpassung des Programms wird alles verschlankt. Das dauert dann noch fünf Minuten“, rechnete Hasper vor.

Mit Anpassung des Programms alles verschlankt

SPD-Fraktionssprecher German Braun sprach von einem „Programm mit symbolischem Charakter“, welches für ihn passe. „Wir können es bei den vorgeschlagenen 5000 Euro belassen. Wenn es dann mehr werden, können wir ja nachschießen“, lautete sein Vorschlag. Am Ende votierte die Mehrheit für das Beibehalten der Fördersumme von 10 000 Euro. Pro Hemsbach lehnte ab. hr