Weihnachtszauber

Die süße Geschichte hinter dem Weihnachtshaus im Käsackerweg

Als Jacqueline Brückbauer von einer Dienstreise nach Hause kommt, kann sie ihren Augen kaum trauen. Ihr Partner Samuel Reuter hat das gemeinsame Wohnhaus mit viel Liebe zum Detail in ein leuchtendes Weihnachtshaus verwandelt. Und bringt damit nicht nur seine Partnerin zum Lächeln. (aus dem Archiv)

Jacqueline Brückbauer und Samuel Reuter (hier mit Hund Coco) haben ihr Haus im Käsackerweg 2 weihnachtlich geschmückt. Foto: Thomas Rittelmann
Jacqueline Brückbauer und Samuel Reuter (hier mit Hund Coco) haben ihr Haus im Käsackerweg 2 weihnachtlich geschmückt.

"Eigentlich wollte ich nur ein paar Lichterketten aufhängen, aber als mich ein kleines Mädchen fragte, ob hier der Weihnachtsmann wohnt, musste ich weitermachen", sagt Samuel Reuter. Zu diesem Zeitpunkt ist er gerade allein zu Hause, denn seine Partnerin Jacqueline Brückbauer befindet sich auf einer Dienstreise. Reuter schwelgt in Lichterketten und Lämpchen, er hängt Girlanden auf und Christbaumkugeln. Seiner Freundin gesteht er vorsorglich am Telefon: "Ich glaube, ich habe es mit der Weihnachtsdekoration ein bisschen übertrieben."

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Brückbauer ist vorgewarnt, doch als sie nach Weinheim zurückkehrt, traut sie ihren Augen kaum: "Als ich mit dem Auto vorgefahren bin, musste ich zweimal hinsehen, um zu begreifen, dass ich tatsächlich hier wohne." Ihr Partner begrüßt sie mit einem breiten Grinsen: "Überraschung gelungen?" - "Und wie!", freut sich Jacqueline Brückbauer. Mit viel Liebe zum Detail hat er das Haus in der Weinheimer Weststadt in ein Weihnachtshaus verwandelt, das niemand übersehen kann.

Foto: Thomas Rittelmann

Weinheimer Weihnachtshaus - Ein Lichtblick in schweren Zeiten

Mit der Dekoration an seinem Wohnhaus im Käsackerweg in Weinheim hat er nicht nur seiner Partnerin, sondern vielen Menschen im Wohnviertel ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Jeden Tag bleiben mehr Passanten stehen und Autofahrer halten sogar an, um das glitzernde Weihnachtshaus zu bestaunen.

Bis in die Ukraine hat es das Weinheimer Wohnhaus mit seiner funkelnden Außenbeleuchtung geschafft: Eine Gruppe ukrainischer Frauen mit ihren Kindern blieb vor Kurzem stehen und bedankte sich bei Samuel Reuter für den schönen Anblick. Sie fotografierten das Haus aus allen Winkeln. Die Fotos schickten sie an ihre Männer im Kriegsgebiet.

Auf die Frage, warum er sich so viel Mühe gemacht hat, sagt Samuel Reuter: "Überall, wo man hinschaut, sind die Menschen angespannt. Sobald man sein Handy in die Hand nimmt, sieht man nur Krieg und Schmerz in der Welt. Um mit all diesen negativen Gefühlen umzugehen, wollte er etwas Schönes, Leichtes und Magisches schaffen." Und was sagt seine Freundin? "Das hat er. Mit viel Glitzer und Liebe zum Detail hat er unser kleines Häuschen in ein Weihnachtshäuschen verwandelt. Ich konnte nicht genug davon bekommen von diesem Anblick, und es scheint nicht nur mir so zu gehen."

Das Weihnachtshaus im Käsackerweg hell erleuchtet Foto: Jacqueline Brückbauer (privat)
Das Weihnachtshaus im Käsackerweg hell erleuchtet

Drei Tage Arbeit stecken in dem Weihnachtswunderland am Käsackerweg. Während des Dekorierens kam immer mehr Weihnachtsschmuck hinzu. Circa 500 Euro steckte Samuel Reuter in die Außendekoration des Hauses. Unter anderem investierte er in einen Rundbogen und neue Holzelemente für den Gartenzaun, Christbaumkugeln und zahlreiche Lichterketten. "Ist es ein bisschen extravagant? Ja! Haben wir Angst vor der Stromrechnung? Und wie!", sagt Jacqueline Brückbauer.

Das Paar freut sich über jeden, der das Weihnachtswunderland im Käsackerweg betrachten möchte. Aber natürlich gilt: nur gucken, nicht anfassen.