Hemsbach

Hemsbach feiert seine Vereine

Zum Abschluss des Wein- und Blütenfestes zeigen die Vereine ein buntes Programm im vollen Festzelt auf dem Rathausplatz. Im Festzelt steigen die Temperaturen, auch auf der Bühne geht es heiß her.

Ob solo, im Duett oder als Gruppe: Die Penguin Tappers legten eine flotte Sohle aufs Parkett des Wein- und Blütenfestes. Foto: Katrin Oeldorf
Ob solo, im Duett oder als Gruppe: Die Penguin Tappers legten eine flotte Sohle aufs Parkett des Wein- und Blütenfestes.

Draußen wunderbares Frühlingswetter, drinnen nahezu subtropische Temperaturen: Ins Schwitzen sind am Sonntag die zahlreichen Besucher des Familien- und Seniorennachmittags zum Ausklang des Wein- und Blütenfestes gekommen. Die strahlende Sonne hatte das Festzelt aufgeheizt, kühlende Getränke flossen in Strömen. Dennoch ließen es sich die Menschen nicht nehmen, etwas Deftiges zu essen oder Kaffee und Kuchen zu genießen und währenddessen dem bunten Programm auf der Bühne zu folgen. Meike Drücker führte gekonnt durch das Programm.

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Die frisch gekrönte Weinkönigin Paula I. begrüßte mit ihren Prinzessinnen Selenia und Louisa-Maria die Besucher, bevor der Schulchor der Goetheschule den Anfang eines abwechslungsreichen Programmes machte. „Hallo, hallo, herzlich willkommen“ sangen die Mädchen und Jungen und untermalten den Gesang mit entsprechenden Handbewegungen. Lampenfieber und Hemmung angesichts Hunderter Zuschauer kannten die Kinder nicht. Beim Frühlingslied animierten sie das Publikum zum Mitklatschen – mit Erfolg. Schade nur, dass der Lärmpegel im Zelt recht hoch war und viele lieber miteinander plauderten, als zuzuhören.

Ganz viel Ausdruck

Mit eindrucksvollen Darbietungen der TV-Tanzsportabteilung ging es weiter, zunächst mit Stepptanz. Der Nachwuchs zeigte mal im Solo, mal im Duett oder als Gruppe, wie toll der diese Art des Tanzes beherrscht. Tolle Choreografien und Outfits, gepaart mit schöner Technik und ganz viel Ausdruck – der große Applaus war mehr als verdient. Mindestens ebenso unterhaltsam wie die Tänze war die Moderation von Jürgen Gustke zu den Darbietungen der Volkstänzer.

Mit von der Partie waren zehn Tanzpaare von Kerwe- und Heimatvereinen der Bergstraße und des Odenwaldes: vom Kerweverein Weinheim, vom Kerweverein Nieder-Liebersbach und vom Sing- und Volkstanzkreis Leutershausen, dessen Vorsitzender Gustke ist. „Wir haben uns kulturell Tänze und Trachten angeeignet, aber wir tragen zumindest keine Sombreros und Ponchos“, nahm dieser scherzend aktuelle Diskussionen aufs Korn. Noch habe sich keiner beschwert, dass man Trachten aus dem Odenwald und dem Sudetenland trage, Tänze aus Schottland ohne Kilt und solche aus Holland ohne Holzschuh tanze. Begeistert schunkelte das Publikum mit, der Funke der Fröhlichkeit sprang über. Lebensfreude pur im Festzelt. Spontan legten auch zwei Herren vom Service einen flotten Walzer auf die grüne Wiese im Zelt.

Orientalischer Tanz

Ein gelungenes Kontrastprogramm folgte mit der orientalischen Tanzgruppe des TV – großartig die Darbietungen der Bauchtänzerinnen. Manch ein Kind staunte ganz besonders über das Solo einer Dame in Rot, die einen Krummsäbel auf dem Kopf balancierte. „Ist das eine Piratenfrau?“, wollte ein kleines Mädchen von den Eltern wissen. Da konnte sich kaum einer das Lachen verkneifen. Einig war man sich aber auch in der Bewunderung über die Körperbeherrschung der Damen. Hüftsteif waren sie nun wirklich nicht. Die Vorführung passte zudem prima zu den Temperaturen unterm Zeltdach.

Auch die Linedance-Gruppe des Tanzsportclubs wusste mitzureißen. Schließlich zeigte der Budo-Club, was die Mitglieder so alles in Sachen Judo und Ju-Jutsu draufhaben. Zum Abschluss sangen alle ihm Zelt gemeinsam das Bergstraßenlied, in dem die Schönheit der Region besungen wird. Wer nicht textsicher war, der konnte auf das ausliegende Liedblatt zurückgreifen. Zwischen den einzelnen Darbietungen sorgte Alleinunterhalter „Stefan“ für musikalische Unterhaltung. Zu Songs wie „Rote Lippen soll man küssen“ wurde gerne mitgesungen, bei „Let’s Twist Again“ tanzten viele in den Stuhlreihen mit. „Die Luft hier drin muss emol bewegt wern“ – so die vorausgehende Aufforderung des Manns am Keyboard. Die Besucher – vom Kleinkind bis zur stolzen Ururoma Rita – hatten ihren Spaß, die Verpflegung klappte reibungslos und es schmeckte.

Diakonin Christel Apel und Pastor Tobias Meisinger hielten die Predigt beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen. Foto: Katrin Oeldorf
Diakonin Christel Apel und Pastor Tobias Meisinger hielten die Predigt beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen.

Ökumenischer Gottesdienst

Bereits am Morgen hatte der ökumenische Gottesdienst zahlreiche Besucher ins Festzelt auf den Rathausplatz gelockt, den Pastor Tobias Meisinger und Diakonin Christel Apel mit den Gläubigen feierten. Werner Kühlen am Keyboard, das Musikteam der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG), der Kinderchor „Lerchen“ der evangelischen Kirchengemeinde Hemsbach-Sulzbach und das Kindergottesdienst-Team der EFG trugen zum Gelingen bei.