Hemsbacher Seniorin verliert 80.000 Euro durch Schockanrufe
Die Betrüger bringen die Frau um ihr Erspartes, in dem sie ihr einen tragischen Unfall vorgaukeln. Als sie Erfolg haben, versuchen sie es ein zweites Mal.
Am Donnerstagmittag, gegen 14 Uhr, kontaktierte eine bisher unbekannte Täterin eine Seniorin per Telefon und gab an, dass ein Familienmitglied einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte.
Um eine Haftstraße zu verhindern, müsse die Frau eine Kaution von 100.000 Euro bezahlen, woraufhin die Seniorin Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich bei ihrer Bank abhob. Als die Frau mitsamt dem Bargeld an ihre Wohnung zurückkehrte, wurde sie bereits von einem unbekannten Mann erwartet, der das Bargeld anschließend in Empfang nahm.
Täterin rief erneut an und verlangte Geld
Zu einem späteren Zeitpunkt rief die unbekannte Täterin erneut bei der Seniorin an und verlangte eine weitere Bargeldsumme. Die Seniorin suchte abermals die Bankfiliale auf, um das geforderte Bargeld abzuheben und demselben Mann zu überreichen. Durch einen Zeugen wurde die verunsicherte Seniorin auf den Schwindel aufmerksam gemacht, weshalb sie Anzeige bei der Polizei erstattete.
Beschreibung des Mittäters
Der unbekannte Mittäter wird wie folgt beschrieben: -ca. 30 Jahre alt, 175 cm groß, kräftige Statur, südeuropäisches Erscheinungsbild, kurze dunkle Haare und mit einer weißen Jacke und weißen Hose bekleidet.
Die Spezialistinnen und Spezialisten für Betrugsdelikte der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg haben die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugen, denen verdächtigte Personen in Tatortnähe aufgefallen sind, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Weinheim, 06021 1003-0, in Verbindung zu setzen.
Informationen der Polizei:
- Wenn Sie selbst Opfer einer Betrugsstraftat geworden sind, dann kontaktieren Sie bitte die für Sie örtlich zuständige Polizeidienststelle. In dringenden Fällen wählen Sie bitte den Polizeinotruf 110.
- In diesem Zusammenhang weisen die Ermittler wiederholt und eindringlich darauf hin, keine Geldbeträge an fremde Menschen zu übergeben oder an vereinbarten Orten zu hinterlegen. Die Polizei holt NIE Geld, Schmuck oder Wertgegenstände an der Haustür ab oder lässt diese von Boten abholen.
- Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
- Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
- Kontaktieren Sie ihre Familie oder Personen unter den Ihnen bekannten Rufnummern. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
- Sind Sie bereits Opfer einer Betrugsmasche geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an.