Kinderbetreuung

Hirschberg: Kinderkrippe im Ortsteil Leutershausen muss schließen

In der Region herrscht ein Mangel an Kita-Plätzen - aber die Krippe im Hirschberger Ortsteil Leutershausen muss schließen. Grund dafür ist die Hirschberger Demografie.

Hirschberg. Es war die erste Krippe in Hirschberg: 2007 ist die Krippe in der Leutershausener Bahnhofstraße für zehn Kinder eröffnet worden. Durch den Anstieg der Kinderzahlen wurde sie 2013 zweigruppig und somit auf 20 Kinder erweitert. Mit dem gestiegenen Betreuungsbedarf wurden zwei weitere Krippen in Großsachsen und in der Karlsruher Straße eröffnet und der Postillion e.V. konnte seitdem 70 Plätze anbieten, teilt der Verein in einer Presseerklärung mit.

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Geburten gehen zurück

Doch die Geburtenzahlen in Hirschberg sind stark rückläufig und auch der Zuzug ist aufgrund des fehlenden Wohnraumangebots mehr als schleppend. Die Nachfrage an Betreuungsplätzen ist in Folge zurückgegangen und die Plätze in der Bahnhofstraße werden in Hirschberg nicht mehr gebraucht. Daher haben der Postillion und die Gemeinde die Entscheidung getroffen, die Krippe dauerhaft zu schließen.

Hoher Sanierungsbedarf

Für die Schließung der Einrichtung spricht beim ausbleibenden Bedarf auch, dass an dem Gebäude in den nächsten Jahren ein umfangreicher Sanierungsbedarf anfallen würde. Die Krippe in der Bahnhofstraße wurde damals in einem bereits bestehenden Gebäude eingerichtet, was einen besonderen Charme mit sich brachte, aber auch Mängel (Außenbereich, Gebäudesubstanz). Eine im Grunde notwendige Sanierung vor allem im energetischen Bereich hatte der Postillion bislang aus Kostengründen nicht vorgenommen, da das natürlich die Kosten für die zehn Krippenplätze in der Bahnhofstraße deutlich erhöht hätte.

Die Kolleginnen werden innerhalb des Postillion andere Aufgaben übernehmen und begleiten zunächst die Umgewöhnung der verbleibenden fünf Kindern in andere Einrichtungen in Hirschberg.