Hirschberg

Hirschberger Bürger-App ab Donnerstag auch für iPhones

Welche Infos und Push-Benachrichtigungen die Hirschberger Android- und iPhone-Nutzer in der App erwarten und wie sie kontinuierlich wachsen soll.

Bürgermeister Ralf Gänshirt, Digitalisierungsbeauftragter Christian Jost und Öffentlichkeitsbeauftragte Nadine Rettig stellten im Rathaus am Montag die Bürger-App Hirschbergs vor. Foto: Hans-Peter Riethmüller
Bürgermeister Ralf Gänshirt, Digitalisierungsbeauftragter Christian Jost und Öffentlichkeitsbeauftragte Nadine Rettig stellten im Rathaus am Montag die Bürger-App Hirschbergs vor.

Ein Klick auf dem Smartphone und die neue Hirschberger Bürger-App geht auf. Noch funktioniert dies nur bei Android-Geräten, ab Donnerstag kann man sich das neue Produkt auch im App-Store für iPhones herunterladen. Bürgermeister Ralf Gänshirt, Digitalisierungsbeauftragter Christian Jost und Öffentlichkeitsbeauftragte Nadine Rettig stellten am Montag im Rathaus das neue Digitalangebot vor. „Die App ist ein Wunsch der Bürger, den sie bei der Zukunftswerkstatt äußerten. Wir in der Verwaltung hatten dies auch auf der Agenda“, erläuterte der Verwaltungschef den Hintergrund. Bei der Realisierung setzte man laut Gänshirt auf die „Schwarmintelligenz der Bürger“, schließlich wolle man nicht am Bedarf vorbeiplanen. Es wurde die Steuerungsgruppe Kommunikation gebildet, der Jost und Rettig sowie Mitglieder der Zukunftswerkstatt „Wir in Hirschberg“ angehörten. „Die Menschen mitnehmen und ihnen viele Infos über die Gemeinde zu liefern“, nannte Gänshirt weitere Gründe.

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Wichtig bei der App ist, dass die Hirschberger selbst aktiv werden können. Sie können sich nämlich aus den verschiedenen Bereichen wie Aktuelles, Klimaschutz, Aktionen, Baustellen und Sperrungen, Gemeinde oder Kinder und Jugendliche Push-Benachrichtigungen schicken lassen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Laut Rettig gilt dies auch für Hirschberger Veranstaltungen. „Wir sind mit den Vereinen verknüpft.“ Drei Tage vor den Veranstaltungen erhalten die Bürger – wenn sie es wünschen und entsprechend angeklickt – eine Nachricht über die Veranstaltungen.

Bei der App orientierten wir uns bei Design und Fragen an der offiziellen Internetseite der Gemeinde, erläuterte Jost. Die Kommune will mit der Bürger-App jetzt erst einmal Erfahrungen sammeln will für neue Funktionen ist man natürlich völlig offen.„Die App soll schließlich in ihren Funktionen wachsen“, brachten es Gänshirt und Jost auf den Punkt. So soll es – wie auf der Internetseite auch – den Bereich Ratsinformationsdienste mit den Unterlagen für die Gemeinderats- und Ausschusssitzungen geben. Es könnten zudem Tauschbörsen oder Nachbarschaftshilfen bei Bedarf in der App integriert werden. Und wie bei der Internetseite soll es in der App ebenso den Mängelmelder geben. „Da muss man lediglich seinen Standort freigeben, und schon kann man die Meldung ans Rathaus schicken, samt Bildern“, umschrieb Rettig die Vorgehensweise. Es ist zukünftig geplant, dass die Bürger einsehen können, wie es um ihre Mängelmeldung steht. Dazu erhalten die betreffenden Bürger dann aber eine E-Mail.

Die Kosten für das Entwickeln der Bürger-App belaufen sich auf einmalig 6000 Euro. Monatlich kommen nun 120 Euro hinzu. Die Gemeinde setzt dabei auf die Kenntnisse der Firma Citymedia, mit der auch die Internetseite erstellt wurde.

KI wird auch ein Thema

Bürgermeister Gänshirt blickte am Ende mit Stolz auf sein Rathausteam, denn mit der App habe es vor den Sommerferien geklappt: „Frau Rettig wird künftig die Infos zusammentragen und für die Öffentlichkeit verständlich aufbereiten.“ Als nächsten Schritt der Digitalisierungsoffensive der Gemeinde sind jetzt verwaltungsinterne Digitalisierungs-Workshops vorgesehen. Zum Jahresende soll die weitere Strategie feststehen. Der Bürgermeister gab einen kurzen Einblick, wo die digitale Reise hingeht. „KI wird dabei eine Rolle spielen. Schon aus Personalgründen kann die öffentliche Verwaltung nicht mehr alles bewältigen. Papierloses Rathaus und CO2-neutrale Verwaltung sind im Zusammenhang mit dem Klimaschutz ebenfalls Punkte, die es zu beachten gilt.“