In den Straußwirtschaften herrscht Hochbetrieb
Die Gemeinde Laudenbach feiert mit ihren Gästen die Froschkerwe. Am Samstag ist in der Kerwegass viel los.
Mit leicht wankendem Gang, das Getränk aber fest im Griff und die Freunde in Reichweite. So sah man am Samstagabend so manchen gemeinen Laudenbacher Kerwegänger auf der Straße. Der Spaziergang vom Gelände der TG Laudenbach 1889 hinüber zur katholischen Kirche, wo am Abend verschiedene Bands die Gitarrensaiten klingen ließen und die Pfadfinder fleißig Bier zapften, tat vielen augenscheinlich gut. Mal kurz sammeln, Luft schnappen. Ehe die nächste Getränkerunde bestellt wird. Stabil am Glas, das mussten die Besucher der Froschkerwe sein, denn Auswahl gab es reichlich. In der Kerwegasse reihte sich schließlich eine Straußenwirtschaft an die nächste und es war vor lauter Menschen kaum ein Durchkommen.
In den Höfen und Garagen lief die unterschiedlichste Musik. Mal Hip-Hop, mal Techno, dann Elektro und Schlager. Auch Chartstürmer liefen nicht zu knapp, und wer hier unter den Wimpelketten durchlief, der hatte schnell eine Überdosis Party. Doch „scheiß drauf. Kerwe ist nur einmal im Jahr“, ruft eine Gruppe mit halb leeren Plastikbechern herüber. Es habe ja keiner gesagt, dass das Wochenende leicht werden würde.
Voll zufrieden mit dem großen Durst waren daher die Veranstalter. Bei der TG erklärte Jakob Magsam, dass das ein Super-Samstag gewesen sei. „Gerade am Nachmittag war richtig viel los. Und auch gegen Abend füllen sich nun die Bänke wieder.“
Die richtige Erfrischung
An der Bar herrschte reger Betrieb und im Slushi-Wagen gaben Leonardo und Janik mit Alkohol versetztes buntes Eis aus. Vor allem die jungen Erwachsenen orderten hier ständig nach. Bei der schwülen Abendtemperatur genau die richtige Erfrischung – „und die knallt“. Das meinte beispielsweise eine junge Besucherin, die gerade für ihren dritten Becher Sekt-Eis-Schnaps-Gemisch anstand.
Während hier im Festzelt eine bunte Mischung bekannter Partyhits lief, die einige auch mitsingen konnten, wurde ein paar Meter weiter vor der katholischen Kirche gerockt. Hier waren die Menschen zum Tanzen oder immerhin Mitwippen hergekommen. Zu hören waren die Bands „Beyond This Summer“, „Open Land“ und „Revaved“. Am Ausschank zapften die Pfadfinder fleißig Bier. Das waren Lukas, Joachim, Felix und Lisa und die vier kamen mit den Bestellungen kaum nach. Auf dem Kerweplatz vor der Sparkasse ging es derweil etwas ruhiger zu. Hier stärkte man sich hauptsächlich. Mit Pommes und Hähnchen, dessen Duft sich in der Luft mit dem von frischgebackenen Waffeln vermengte. Auch Grillgut gab es, Crêpes und eine große Auswahl an Süßigkeiten vom Zuckerstand. Auch auf dem Jahrmarkt war am Abend noch viel los. Die bunten Lichter zuckten bei Autoscooter und Schiffschaukel. Am Schießstand lockten plüschige Gewinne.
Bands spielen
Wer sich hier die eigenen Batterien wieder aufgeladen hatte und Essens-Energie getankt hatte, der war bereit fürs Stationen-Laufen. Vorbei an Nebelmaschinen und Partylichtern, vorbei an Musikboxen und Getränkewagen. Beim BUND spielte Sundry Unplugged.
Doch auch sonst war hier jede Menge los. In Klemm‘s Wunderbar, beim RSC, beim SV und dem Skiclub – um nur einige beim Namen zu nennen. „Jetzt nehmen wir noch einen Abschlussdrink. Und dann geht’s nach Hause. Wie wäre es mit einem schönen Glas Wein?“, erklärte eine junge Frau ihren beiden müden Begleiterinnen, als sie auf den Weinausschank von Wolfgang Fiedler zusteuerten. „Also gut“, die Antwort der übernächtigten, die beinahe im Chor erklang und auch Passanten schmunzeln ließ. Hatte ja wirklich keiner gesagt, dass Kerwesamstag leicht werden würde. Also sei kein Frosch.