Odenwald/Bergstraße

Kampfjets über der Region

So mancher dürfte am Montagmorgen gegen 10 Uhr unwillkürlich den Kopf eingezogen haben, als plötzlich Kampfjets mit hoher Geschwindigkeit über den Odenwald und die Bergstraße flogen. Als „extrem laut, niedrig und beängstigend“ beschrieben es Leser, die sich bei der Redaktion kurz darauf meldeten: „Sogar die Fenster haben vibriert“, schilderte eine Familie aus Gorxheimertal ihre Eindrücke.

Drei Bundeswehr-Kampfflugzeuge vom Typ Tornado -  wie auf unserem Archivbild vom Hessentag in Bensheim 2014 - überflogen am Montag den Odenwald und die Bergstraße. Foto: Fritz Kopetzky
Drei Bundeswehr-Kampfflugzeuge vom Typ Tornado - wie auf unserem Archivbild vom Hessentag in Bensheim 2014 - überflogen am Montag den Odenwald und die Bergstraße.

Auf Nachfrage bestätigte ein Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr, dass im Zeitraum von 10.03 bis 10.28 Uhr drei Tornado-Kampfflugzeuge des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 im Rahmen eines Ausbildungsfluges die Region überflogen hätten. Die Auswertung der Radardaten habe ergeben, dass zum Beispiel Gorxheimertal zunächst in einer Höhe von 1810 Fuß (rund 552 Meter) über Grund überflogen wurde. Auf dem Rückweg seien die Tornados etwas südlicher in einer Höhe von 3200 Fuß (975 Meter) über Grund an Gorxheimertal vorbeigeflogen.

Grundsätzlich, so der Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr weiter, sei über dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland militärischer Flugbetrieb zulässig und nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden. Die dabei einzuhaltende Tiefflugmindesthöhe für Kampfflugzeuge betrage dabei 1000 Fuß (300 Meter) über Grund. Nach vorheriger Anmeldung dürfe diese in wenigen, festgelegten Ausnahmen auf 500 Fuß (150 Meter) über Grund reduziert werden. Ausgenommen von Tiefflügen seien zum Beispiel Großstädte (über 100 000 Einwohner) und bestimmte Industrieanlagen. Selbstverständlich werde versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen. Aber die dicht besiedelte Bundesrepublik setze diesem Vorhaben neben den gesetzlichen und flugbetrieblichen Regelungen enge Grenzen.

Abschließend verwies der Sprecher auf das kostenlose Bürgertelefon des Luftfahrtamts der Bundeswehr (0800/8620730), an das sich die Bevölkerung bei Fragen und Beschwerden zum militärischen Flugbetrieb direkt wenden kann. Das Bürgertelefon ist montags bis donnerstags zwischen 8 und 17 Uhr sowie freitags zwischen 8 und 12.30 Uhr erreichbar. Auch per E-Mail (FLIZ@bundeswehr.org) sind Anfragen möglich. Darüber hinaus hat die Bundeswehr allgemeine Informationen zum militärischen Flugbetrieb auf ihrer Website veröffentlicht. pro

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