Hirschberg

Kulinarische Wiedergeburt im Olympia-Kino in Leutershausen

Nach langer Pause kehrte das Schlemmerkino mit einem Neustart zurück. Mit der Freddy Wonder Combo und neuen Köchen wurde der Abend zu einem vollen Erfolg.

Der Neustart des Schlemmerkinos ist geglückt. Die Gäste verbrachten einen tollen Abend und ließen sich verwöhnen. Foto: Katrin Oeldorf
Der Neustart des Schlemmerkinos ist geglückt. Die Gäste verbrachten einen tollen Abend und ließen sich verwöhnen.

Diesem Abend fieberten die Schlemmerkinofans lange entgegen. Ihren Besuch zum Neustart der kulinarischen Reihe am Montag im Olympia-Kino haben sie nicht bereut. Die Musiker der Freddy Wonder Combo, die Köche und der Kinoförderkreis verbreiteten beste Laune und servierten einen tollen Abend mit französischem Flair.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Eigentlich hatte der Verein laut der Vorsitzenden Wiebke Dau-Schmidt mit dem Schlemmerkino abgeschlossen. „Einen Tag vor dem Start der Reihe im Jahr 2020 kam der erste Lockdown wegen Corona“, erzählte sie bei der Begrüßung der 120 Gäste. Tina Pailer aus dem Verein gab schließlich den Anstoß – gemeinsam mit Freddy Wonder, mit dem sie befreundet ist. Freddy schwärmte vom Schlemmerkino und hakte mehrfach nach, ob es eine Neuauflage gebe. „Schlemmerkino Reloaded“ hieß der Neustart. Für den Förderkreis war es eine Premiere, denn er führt erstmals die Regie für die drei ausverkauften Abende. Mit Achim Sagstetter vom Restaurant FantasTisch, Viola Keller vom gleichnamigen Catering Service und Sabine Strifler von Love Cooking hatte sich der Verein neue Köche ins Haus geholt, nachdem der BdS als Organisator abgesprungen war; nur BdS-Chef Johannes Teutsch ist mit seinem Wein noch dabei; ebenfalls neu ist die Bäckerei Heiss.

Vollblutmusiker mit Baskenkappe

Die vier Vollblutmusiker Harry Schneck, Kai Häfner, Gigu Neutsch, Freddy Wonder waren zwar nicht neu, jedoch spielten sie zunächst in einer neuen Location: der Markthalle, wo Stehtische aufgestellt wurden, die vom Geschäft Modeblume herbstlich dekoriert wurden. Das erste Lied am Abend, „If I Had A Hammer“, passte genau, denn es war wirklich ein Hammer, dass das Schlemmerkino wieder auflebt. Mit Liedern von Paul Anka („Diana“), den Beatles („Can’t Buy Me Love“) oder Glenn Miller („In The Mood“) traf die Combo den richtigen Ton. Flotte und witzige Sprüche von Freddy gab es obendrauf.

Die Vollblutmusiker der Freddy Wonder Combo wieder in Bestform. Von links Harry Schneck, Kai Häfner, Gigu Neutsch und Freddy Wonder Foto: Katrin Oeldorf
Die Vollblutmusiker der Freddy Wonder Combo wieder in Bestform. Von links Harry Schneck, Kai Häfner, Gigu Neutsch und Freddy Wonder

Nach einer halben Stunde verlagerte sich das Ganze ins Kino. Der erste Gang wurde serviert. Nach Couscous mit Maronen und Kürbis folgte das Boeuf Bourguignon mit Kartoffel-Rosmarin-Tarte und Herbstgemüse. Freddy und seine Jungs zogen derweil Baskenmützen auf, um noch mehr französisches Ambiente zu versprühen. So mancher fühlte sich bei Liedern wie „Oh, Champs-Élysées“, „La Mer“ oder „La Vie En Rose“, als ob er in Paris an der Seine sitzen und schlemmen würde.

Kommt das Frühjahrsschlemmerkino?

Der Film „À la Carte! – Freiheit geht durch den Magen“ war der nächste Gang. Er handelte von Pierre Manceron, der Koch in der Zeit vor der Französischen Revolution ist. Da seine Speisen als zu modern erachtet werden, wird er von seinem adligen Dienstherren entlassen. Aus dem Bauernhof seines Vaters macht er zunächst ein Gasthaus für Reisende. Daraus entwickelt er ein Restaurant, das mithilfe seines Sohns und von Louise, die bei ihm das Kochen lernt, ein unerwarteter Erfolg wird. Ein Erfolg war am Ende auch der Nachtisch von Love Cooking: Apfel-Birnen-Dessert mit Velvetcreme und Mandelcrunch. Freddy freute sich zum Abschied schon auf das Frühjahrsschlemmerkino. Der Verein wird ihm diesen Wunsch hoffentlich erfüllen. Andere würden sich mitfreuen.