Labormobil kommt nach Weinheim
Am 17. Juni 2025 haben Brunnenbesitzer von 15 bis 17 Uhr die Gelegenheit ihre Wasserproben auf dem Dürreplatz in Weinheim zur Untersuchung abzugeben.
Weinheim. Das gelbe Labormobil des VfR-Gewässerschutzes ist vielen Brunnenbesitzern bereits bekannt. In dem vergangenen Jahr sorgten die Informationsstände für reges Interesse. Über 170 Bürger im Rhein-Neckar-Kreis brachten Wasserproben aus ihren Gartenbrunnen mit, um sich über die mögliche Nutzung zu informieren. Auch in diesem Jahr bietet die gemeinnützige Organisation wieder eine Untersuchung an. Am Dienstag, dem 17. Juni 2025 haben Brunnenbesitzer von 15 bis 17 Uhr die Gelegenheit ihre Wasserproben auf dem Dürreplatz in Weinheim abzugeben.
Im Sommer, wenn es heiß und trocken ist, wird im Garten viel Wasser benötigt. „Uns ist es wichtig, dass außerhalb des Hauses Brunnenwasser statt dem kostbaren Leitungswasser genutzt wird,“ erzählt der Ehrenamtler Frank Sombrowski. Er ist zusammen mit Milan Toups im Labormobil unterwegs, um Belastungen im Grundwasser aufzudecken und sich für einen nachhaltigen Umgang einzusetzen. Bereits im letzten Sommer kamen viele interessierte Brunnenbesitzer mit ihrer Wasserprobe zu den Infoständen. Sie wollten wissen, wofür sie das Wasser im Garten verwenden können. „Eine Belastung ist in den meisten Fällen nicht zu sehen oder zu riechen“, erklärt Milan Toups. Er weist darauf hin, dass im Gegensatz zum Leitungswasser das Brunnenwasser häufig mit Nitraten, Pestiziden und weiteren Stoffen belastet ist. Außerdem können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten.
Milan Toups führt die Grunduntersuchung von Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wieder gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro im Labormobil durch. Nachdem das Analyseergebnis vorliegt, berät er die
Infos zum nachhaltigen Umgang mit Wasser im Garten
Der VSR-Gewässerschutz hilft mit einer Wasseranalyse das Wasser aus dem eigenen Brunnen statt dem Leitungswasser zu verwenden. Allerdings sollte auch dieses im Garten sparsam genutzt werden. Der VSR-Gewässerschutz gibt am Informationsstand dazu Tipps. „Gießen sollte jeder Gartenbesitzer nur morgens oder abends, weil sonst zu viel Wasser verdunstet“, empfiehlt Frank Sombrowski. Bei der Wahl des Planschbeckens rät er Eltern und Großeltern nur die Größe zu kaufen, die benötigt wird. „Wenn nur ein Kind darin planscht, braucht man ein kleineres Planschbecken als wenn mehrere Kinder ins Wasser springen. So kann viel Brunnenwasser gespart werden“.
Präsentation der Ergebnisse
„Erstmalig haben wir zu unseren Ergebnissen der Grundwasseruntersuchungen aus dem Rhein-Neckar-Kreis eine Bildschirmpräsentation für den Informationsstand vorbereitet“, berichtet der Ehrenamtler Frank Sombrowski. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Auswertungen der Brunnenwasseranalysen im Rhein-Neckar-Kreis möglichst viele Bürger am Informationsstand erreichen. „Die von uns erstellte Nitratkarte soll die Belastung in Baden-Württemberg verdeutlichen“, erklärt Sombrowski. Wer keine Zeit hat, zum Informationsstand zu kommen, kann die Ergebnisse auch auf der Homepage vom VSR-Gewässerschutz nachlesen. Zu der Auswertung aus dem Rhein-Neckar-Kreis gelangt jeder Interessierte über die interaktive Karte auf der Homepageseite vsr-gewaesserschutz.de/regionales/baden-wuerttemberg
Über den VSR-Gewässerschutz
Der VSR-Gewässerschutz wurde bereits 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und setzt sich seit über vier Jahrzehnten für sauberes Wasser ein. Die gemeinnützige Organisation führt Untersuchungen von Grundwasser und Bachwasser durch. Die Beprobung von Oberflächengewässern kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist die gemeinnützige Organisation jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.