Weinheim

Leserfotos zum Piepen: So schnell werden kleine Amseln groß

WNOZ-Leser Engelbert Merling hatte auf seiner Terrasse im Weinheimer Stadtteil Ofling ein Amselnest. Mit der Kamera hat er dokumentiert, wie die Piepmätze wachsen.

Eng kuscheln sich die Amselgeschwister im Nest im Weinheimer Stadtteil Ofling zusammen. Foto: Engelbert Merling
Eng kuscheln sich die Amselgeschwister im Nest im Weinheimer Stadtteil Ofling zusammen.

Und dann werden sie flügge... Ein klein bisschen wehmütige Post hat die Redaktion am Wochenende von WNOZ-Leser Engelbert Merling bekommen. Geschickt hat er uns eine Bilderserie, die auf seiner Terrasse im Weinheimer Stadtteil Ofling entstanden ist. Im Kirschlorbeer, so berichtet Merling, direkt vor seiner Terrasse hatte nämlich eine Amsel ein Nest gebaut und fünf Eier gelegt. "Gestern sind sie alle ausgeflogen", schreibt Merling uns am Samstag.

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Das Großwerden der Amselbabys hat er mit der Kamera festgehalten - und auch genau beobachtet, was sich im Nest tut.

"Von den fünf Eiern sind vier Junge geschlüpft, ein Ei war wohl unbefruchtet und ein Junges ist wohl in den ersten Tagen verstorben", schreibt Merling. Der extreme Regen und die kühlen Temperaturen um Pfingsten herum, haben dem kleinen Piepmatz wohl zu sehr zugesetzt.

Die Fotos von Merling sind einfach zum Piepen.

So ging es los: Das Amselnest mit fünf Eiern entdeckte WNOZ-Leser Engelbert Merling auf seiner Terrasse im Weinheimer Stadtteil Ofling. Amseleier sind etwa drei Zentimeter groß und blaugrün gefärbt.
Foto: Engelbert Merling
So zart und verletzlich. Die Amselbabys sind geschlüpft. Noch sind sie blind und haben keine Federn.
Foto: Engelbert Merling
Ein zartrosa Knäuel schlummert da im Nest. Leise sein, damit die Amselbabys sich nicht erschrecken!
Foto: Engelbert Merling
Das sieht doch schon nach richtigen Vögelchen aus. Die Amselküken haben bereits Ansätze ihres Gefieders. Noch können sie das Nest nicht verlassen.
Foto: Engelbert Merling
Wachsen ist ja sooo anstrengend: Die Amselküken kuscheln sich in ihrem Nest zusammen und dösen. WNOZ-Leser Engelbert Merling hat sich leise mit seiner Kamera angepirscht, um die Kleinen nicht zu wecken.
Foto: Engelbert Merling
Inzwischen zeigt sich flauschiges Gefieder, die Amselbabys wachsen.
Foto: Engelbert Merling
Neugierig und frech schauen die Amselküken inzwischen in die Welt.
Foto: Engelbert Merling
Jetzt wird's aber eng hier. Die Küken wachsen, nehmen zu und müssen sich im kleinen Nest arrangieren.
Foto: Engelbert Merling
Ich wäre bereit zum Abflug, scheint dieses Amselküken zu denken.
Foto: Engelbert Merling
Auf diesem Foto von Engelbert Merling ist gut das schöne Gefieder der Mini-Amseln zu erkennen. Zwischen die dunklen Federn mischen sich noch helle, zarte Fläume.
Foto: Engelbert Merling
Pluster dich mal nicht so auf! Jetzt sind die Küken flügge und verlassen das Nest. Nach 14 Tagen ist es in der Regel so weit, die Küken werden anschließend noch weitere drei Wochen im Nest gefüttert. In dieser Zeit übernimmt meist der Amselvater die Aufgabe der Nahrungsbeschaffung.
Foto: Engelbert Merling
So ging es los: Das Amselnest mit fünf Eiern entdeckte WNOZ-Leser Engelbert Merling auf seiner Terrasse im Weinheimer Stadtteil Ofling. Amseleier sind etwa drei Zentimeter groß und blaugrün gefärbt.
So zart und verletzlich. Die Amselbabys sind geschlüpft. Noch sind sie blind und haben keine Federn.
Ein zartrosa Knäuel schlummert da im Nest. Leise sein, damit die Amselbabys sich nicht erschrecken!
Das sieht doch schon nach richtigen Vögelchen aus. Die Amselküken haben bereits Ansätze ihres Gefieders. Noch können sie das Nest nicht verlassen.
Wachsen ist ja sooo anstrengend: Die Amselküken kuscheln sich in ihrem Nest zusammen und dösen. WNOZ-Leser Engelbert Merling hat sich leise mit seiner Kamera angepirscht, um die Kleinen nicht zu wecken.
Inzwischen zeigt sich flauschiges Gefieder, die Amselbabys wachsen.
Neugierig und frech schauen die Amselküken inzwischen in die Welt.
Jetzt wird's aber eng hier. Die Küken wachsen, nehmen zu und müssen sich im kleinen Nest arrangieren.
Ich wäre bereit zum Abflug, scheint dieses Amselküken zu denken.
Auf diesem Foto von Engelbert Merling ist gut das schöne Gefieder der Mini-Amseln zu erkennen. Zwischen die dunklen Federn mischen sich noch helle, zarte Fläume.
Pluster dich mal nicht so auf! Jetzt sind die Küken flügge und verlassen das Nest. Nach 14 Tagen ist es in der Regel so weit, die Küken werden anschließend noch weitere drei Wochen im Nest gefüttert. In dieser Zeit übernimmt meist der Amselvater die Aufgabe der Nahrungsbeschaffung.

Amselküken werden übrigens im Fachjargon auch Amselnestlinge genannt. An Tag vier öffnen sich die Ohren der kleinen Amseln. Auch die Augen beginnen, sich zu kleinen Schlitzen zu öffnen und die Schwungfedern fangen an, sich auszubilden. In dieser Phase wiegt das Amselbaby etwa 24 Gramm, also etwa so viel wie ein mittlerer Champignon.

Der Piepmatz wächst rasant

Am fünften Tag zeigt sich erster Flaum auch auf dem Rücken. An den Flügeln zeigen sich ebenfalls deutlich die ersten Federansätze. Der Piepmatz wächst rasant, bringt es schon auf mehr als 45 Gramm. Tatsächlich kann man dem Gefieder beim Wachsen zusehen. Schon am nächsten Tag sind erste Federn am bisher noch recht kahlen Köpfchen erkennbar. An Tag 6 sind in der Regel auch die Augen vollständig geöffnet. Etwa um den zehnten Tag sieht das Amselbaby schon wie ein richtiger gefiederter Geselle aus. Nur die Schwanzfeder, die ist noch nicht ausgeprägt. Fliegen geht also noch nicht.

Erste Flügelschläge

An Tag elf macht die Amsel in der Regel ihre ersten Flügelschläge. Die Trockenübungen bereiten auf den Abflug vor. Etwa an Tag 12 wagt sich die Amsel zum ersten Mal hinaus und verlässt das Nest. Sie hießt deshalb nicht mehr Nestling, sondern Ästling und wiegt etwa 70 Gramm. Fliegen können sie noch nicht wirklich, sondern liegen vielmehr auf den Beinen und hüpfen herum.

Im Alter von 14 Tagen sind die Tiere dann flügge.