Nach Haftentlassung: Sexualstraftäter spricht in Weinheim Mädchen an
Der Mann stand nach seiner Entlassung weiter unter Beobachtung durch die Polizei. Die Beamten sahen, wie er in Weinheim zwei Mädchen (13 und 16) ansprach. Er wurde erneut festgenommen.
Ein Mann, der wegen einer Sexualstraftat verurteilt worden war und deshalb im Gefängnis saß, hat nach seiner Entlassung in Weinheim zwei Mädchen im Alter von 13 und 16 Jahren angesprochen. Der 31 Jahre alte Mann stand jedoch unter polizeilicher Beobachtung - und wurde aufgrund seiner Kontaktaufnahme zu den Mädchen erneut festgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizei hervor.
Im Jahr 2019 war der 31-Jährige wegen der Begehung einer Sexualstraftat verurteilt worden. Nach Verbüßung seiner Freiheitsstrafe und Entlassung aus der Haft im Jahr 2022 wurde er unter Führungsaufsicht gestellt und in ein Programm für besonders rückfallgefährdete Straftäter aufgenommen, heißt es weiter. Ziel dieses Präventionskonzeptes sei es, das Risiko einer erneuten Begehung von Straftaten durch diese Personen zu minimieren.
13-Jährige in Ludwigshafen angesprochen
Im Rahmen dieses Programmes standen Polizeikräfte in regelmäßigem Kontakt mit dem 31-Jährigen, führten unter anderem Gefährderansprachen durch und überwachten diesen. Dabei stellten die Beamten mehrere Verstöße gegen die Führungsaufsicht fest und zeigten dies auch an. So hatte der Mann am 26. Juni 2024 ein 13-jähriges Mädchen in Ludwigshafen angesprochen. Anschließend wurde der Mann aufgrund eines richterlichen Beschlusses für sieben Tage in Gewahrsam genommen.
Doch das hielt ihn offenbar immer noch nicht davon ab, die Nähe von Kindern zu suchen. Polizisten beobachteten ihn dabei, wie er zwei Mädchen im Alter von 13 und 16 Jahren in Weinheim ansprach. Aufgrund dessen wurde er am 19. August wieder in Gewahrsam genommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erließ das Amtsgericht Frankenthal daraufhin Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Verstoßes gegen Weisungen während der Führungsaufsicht. Als Haftgrund wurde Flucht- und Verdunklungsgefahr angenommen.
Der 31-Jährige sitzt nun im Gefängnis.