Laudenbach

Netto in Laudenbach schließt schon jetzt

In der Filiale am Südring gehen schon am 2. November die Lichter aus – trotz aller Bemühungen des Rathauses. Was die Gemeinde versucht, um auch in Zukunft die Lebensmittelversorgung zu gewährleisten.

Der Einkaufsmarkt am Laudenbacher Südring ist vorerst Geschichte. Foto: Fritz Kopetzky
Der Einkaufsmarkt am Laudenbacher Südring ist vorerst Geschichte.

„Wir planen langfristig“, hatte ein Vertreter von Netto bei der Eröffnung des Einkaufsmarktes am Südring in Laudenbach im November 2021 verkündet. Doch jetzt ist Schluss. Nicht erst am 15. November, wie zunächst geplant, sondern schon am Samstag, 2. November. Allen politischen Bemühungen zum Trotz schließt die Filiale. Weil in den vergangenen Wochen immer wieder Fragen im Rathaus eingingen, informiert die Verwaltung in einer Pressemitteilung zum aktuellen Stand. Darin heißt es: „Die Gemeinde ist um die Lebensmittelversorgung im Ortskern bemüht und hat ein Kaufangebot an die Grundstückseigentümer gemacht. Doch es bleibt dabei: Die Entscheidung liegt – genau wie bei der Filialschließung – nicht in der Hand der Gemeinde.“

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Enttäuschung über das Netto-Aus

Aus ihrer Enttäuschung über das Netto-Aus hatten Bürgermeister Benjamin Köpfle und der Gemeinderat in den vergangenen Monaten keinen Hehl gemacht. Dort herrscht weiterhin großes Bedauern über den Rückzug der Firma aus dem Ortskern. „Letztlich war es eine unternehmerische Entscheidung, die wir noch immer bedauern und nur schlecht nachvollziehen können“, erklärt Köpfle, der weiterhin an das Potenzial für einen kleinen Markt an dieser Stelle glaubt.

Kaufangebot abgeben

Für den Rathauschef ist deshalb klar: Am Südring soll auch in Zukunft ein Lebensmittelversorger angesiedelt werden. Doch die Gemeinde hat darauf bislang keinerlei Einfluss. Das Gelände befindet sich nicht in ihrem Besitz, sondern in „recht komplizierten, privaten Eigentumsverhältnissen“, wie es aus dem Rathaus heißt. Doch genau das wolle die Gemeinde ändern und habe bei den Grundstückseigentümern bereits ein Kaufangebot abgegeben. „Nur so können wir über die Zukunft des Areals selbst entscheiden. Der Ball liegt nun dort, wir warten auf eine Rückmeldung“, so Köpfle.

Keine andere Nutzung geplant

Spekulationen über eine andere Nutzung in Zukunft weist die Gemeinde weiterhin zurück. Eine andere Nutzung sei nicht geplant – und ist mit dem Bebauungsplan auch unvereinbar. „Für uns hat es weiter Priorität, die Lebensmittelversorgung im Ortskern zu sichern“, betont der Rathaus-Chef.