Katholische Kirche

Pfarrer Sailer und Pastoralreferent Wöffler ergänzen neues Leitungsteam

Die künftige katholische Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße hat ihre pastoralen Führungskräfte gefunden.

Pfarrer Stephan Sailer (links) und Pastoralreferent Wolf-Dieter Wöffler ergänzen das neue Leitungsteam der künftigen katholischen Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße. Foto: Katholische Kirche
Pfarrer Stephan Sailer (links) und Pastoralreferent Wolf-Dieter Wöffler ergänzen das neue Leitungsteam der künftigen katholischen Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße.

Die künftige katholische Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße hat ihre pastoralen Führungskräfte gefunden: Pfarrer Stephan Sailer und Pastoralreferent Wolf-Dieter Wöffler werden gemeinsam mit Pfarrer Johannes Balbach die Pfarrei St. Marien Weinheim leiten. Diese Ernennungen sind Teil des umfassenden Zukunftsprozesses Kirchenentwicklung 2030, der das pastorale und organisatorische Profil der Kirche zukunftsfähig machen soll.

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Neues Leitungsmodell stärkt Teamarbeit

Bereits im Januar 2024 wurde Johannes Balbach zum leitenden Pfarrer der zukünftigen Pfarrei St. Marien Weinheim ernannt. Gemäß Kirchenrecht obliegt den Pfarrern die Leitung einer Pfarrei, wobei sie mit ihrem Amt verbundene Aufgaben delegieren können. So wurden im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 zusätzliche Funktionsstellen geschaffen, an die der Pfarrer in Zukunft differenzierte Leitungsaufgaben übergeben wird. Damit einher geht ein neues Verständnis von Leitung im Team. Unter der Gesamtverantwortung des leitenden Pfarrers sollen in den künftigen Räumen unter anderem die pastorale Vielfalt, Kreativität und Handlungsspielräume gefördert werden.

Sie machen sich schon jetzt auf den Weg

Das Leitungsteam wird seine Stellen noch vor Bildung der neuen Pfarreien am 1. Januar 2026 – in der Regel bis zum 1. Oktober 2025 – antreten, macht sich aber schon jetzt auf den Weg zur neuen Pfarrei: „Wir werden uns demnächst zusammensetzen und überlegen, was unsere nächsten Schritte sind und wie wir alle weiteren Personen einbinden können, nicht nur die Hauptamtlichen, sondern auch die Ehrenamtlichen. Denn wir brauchen ein großes Miteinander in der neuen Pfarrei“, sagt Pfarrer Balbach.

Foto: Martin Bernhard

Erzbischof Stephan Burger entschied über die Stellenvergaben unter breiter Beteiligung lokaler und diözesaner Gremien. Dazu zählen die Stellungnahmen von Ausschüssen der jeweiligen Pfarrgemeinderäte und Seelsorgeteams, der designierten Pfarrer, der Dekane sowie der Personalkommission.

Pfarrer Stephan Sailer: Erfahrener Seelsorger mit Fokus auf Gemeinschaft

Stephan Sailer, Jahrgang 1970, wuchs auf einem Bauernhof in Binningen im Hegau, Landkreis Konstanz, auf. Nach seinem Theologiestudium in Freiburg im Breisgau und Paris trat er 1995 in den pastoralen Dienst ein. Seine priesterliche Laufbahn begann 1998 nach der Weihe im Münster zu Freiburg. Es folgten Stationen als Vikar in Pforzheim, Ettenheim und Osterburken.

Von 2004 bis 2013 war er in der Seelsorgeeinheit Weil am Rhein als Pfarrer in solidum tätig und übernahm zusätzlich die Rolle des Dekanatsjugendseelsorgers im Dekanat Wiesental. Anschließend wechselte er 2013 in die Klinikseelsorge am Diakonissenkrankenhaus und am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Sein neuer Wohnort war seit dem Beginn dieser Tätigkeit in der Kommunität der Fokolarpriester im Pfarrhaus St. Laurentius in Weinheim, wo er seit September 2016 in der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg die Stelle als Pfarrer in solidum innehat. Stephan Sailer sagt zu seiner neuen Position des stellvertretenden Pfarrers: „Die pastorale Weitsicht begleitet mich seit meiner Tätigkeit in der Seelsorgeeinheit Weil am Rhein, wo ich bereits strukturelle Veränderungen miterlebt habe. Der wertschätzende Umgang mit den Mitarbeitenden und die Bereitschaft zur Konfliktbearbeitung sind mir ein großes Anliegen. Ich bin gespannt, auf welche Weise sich der gemeinsame Weg an der Nordbadischen Bergstraße weiterentwickeln wird, und freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Haupt- und Ehrenamtlichen.“

Pastoralreferent Wolf-Dieter Wöffler: Visionär mit vielfältigem Engagement

Wolf-Dieter Wöffler, Jahrgang 1971, wuchs in Berlin in der Pfarrei St. Canisius auf, die von Jesuiten betreut wurde. Er engagierte sich bereits früh in der kirchlichen Jugendarbeit, unter anderem als Ministrant, Oberministrant und später als Diözesanleiter der KjG Berlin. Nach dem Theologiestudium in Eichstätt und Freiburg im Breisgau begann er seine berufliche Laufbahn als Pastoralassistent in Sinsheim. Seit 1999 ist er Pastoralreferent in St. Laurentius und Herz Jesu Weinheim.

Als Mitarbeitervertreter und Delegierter des diözesanen Berufsverbandes setzt er sich für die Belange der Pastoralreferentinnen und -referenten ein. Er ist Visionssuchenleiter und seit 2021 außerdem lokaler Projektkoordinator für die Kirchenentwicklung an der Nordbadischen Bergstraße. Wöffler engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim und ist dort seit 2000 als Notfallseelsorger tätig. Er ist verheiratet, hat drei Töchter und zwei Bonustöchter und verbringt seine Freizeit gerne mit Fußball, Wandern und seiner Familie. Wolf-Dieter Wöffler sagt zu seiner neuen Position des Leitenden Referenten: „Ich freue mich darauf, in der neuen Konstellation miteinander zu arbeiten und zu schauen, wie wir die Kirche vor Ort gemeinsam voranbringen und neue Impulse setzen können, damit wir auch die Menschen erreichen, die mit der Kirchengemeinde aktuell nichts zu tun haben.“

Zentrale Aufgaben in den Pfarreien

Mit der Bekanntgabe des stellvertretenden Pfarrers ist je nach Größe der Pfarrei ebenfalls die Übertragung differenzierter Aufgaben mit einer spezifischen Verantwortung oder eine Abwesenheitsvertretung verbunden. Die Berufung des stellvertretenden Pfarrers erfolgt für eine Amtsdauer von acht Jahren, in der Regel mit der Möglichkeit einer einmaligen Amtsverlängerung um weitere sechs Jahre. Zum Aufgabengebiet des Leitenden Referenten gehören beispielsweise die Leitung und Koordinierung pastoraler Prozesse, die Mitarbeit an der strategischen Weiterentwicklung der Pfarrei und die Steuerung der Pfarreiaktivitäten. Gleichzeitig ist er Dienstvorgesetzter von Mitarbeitenden im pastoralen Dienst.

Weitere Stellenbesetzung im Frühjahr 2025

Noch nicht entschieden wurde über die Besetzung der Pfarreiökonominnen und -ökonomen. Diese Führungskräfte werden die Verwaltung und Finanzen der künftigen Pfarrei verantworten. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine neu geschaffene Leitungsposition im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030, wobei die entsprechenden Bewerbungsverfahren aktuell noch laufen. Die Stellenvergabe läuft bis zum Frühjahr 2025.