Weinheim/Region

Protest der Apotheker

Notdienst: Heute ist Baden-Württemberg an der Reihe

Die Apotheken protestieren derzeit gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Foto: Bild: Pixabay
Die Apotheken protestieren derzeit gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung.

Vor einer Woche blieben – wie berichtet – die meisten Apotheker in Hessen geschlossen. Am heutigen Mittwoch machen die baden-württembergischen Kollegen ihrem Unmut über die Politik der Bundesregierung Luft. Deshalb bleiben die meisten Apotheken an der badischen Bergstraße geschlossen. Den Notdienst übernimmt die Weinheimer Rodenstein-Apotheke (Bahnhofstraße 11, Telefon 06201/12375).

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Der Protest richtet sich gegen den Zukunftsplan des Bundesgesundheitsministeriums. Die Apotheken fordern eine nachhaltige Sicherung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung und eine Stärkung der Apotheken vor Ort. Bislang habe Berlin weder eine Anpassung der seit 20 Jahren unveränderten Apothekenvergütung noch eine nachhaltige Verbesserung des historischen Arzneimittelnotstandes – aktuell seien weit über 600 Medikamente nicht lieferbar – im Sinne der betroffenen Patienten wirklich auf der Agenda.

Viele Apotheker werden nach Angaben des der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) nach Stuttgart fahren, um an einer Protestkundgebung teilzunehmen. Denn viele stünden unter großem wirtschaftlichen Druck. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 sei die Zahl der Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg von 5185 um 123 auf 5062 gesunken, so die ABDA. Dieser Rückgang müsse dringend gestoppt werden.