Großsachsen

Reiter- und Familientag in Großsachsen

Mit den neuen Schulpferden Pumba und Cadillac legt der Reitverein Großsachsen eine Gangart zu. Das Programm rund ums Pferd steht.

Akrobatik auf dem Pferd: Die hübsche Stute Suni nimmt’s gelassen, wenn die zehnjährige Anni auf ihrem Rücken die „Nadel“ turnt. Foto: Fritz Kopetzky
Akrobatik auf dem Pferd: Die hübsche Stute Suni nimmt’s gelassen, wenn die zehnjährige Anni auf ihrem Rücken die „Nadel“ turnt.

Geschniegelt und gestriegelt werden die Pferde beim Reitverein Großsachsen natürlich jeden Tag, am Samstag und Sonntag putzen sich Pferd und Reiter allerdings besonders heraus. Nach einer Durststrecke aufgrund von Corona und gesundheitlichen Problemen der Schulpferde legt der kleine, aber rührige Verein jetzt eine Gangart zu und lädt zum Familien- und Reitertag. Das engagierte Vorstandsteam steht schon in den Startlöchern für ein Wochenende rund ums Pferd.

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Die neunjährige Tina übt schon kräftig für ihren ersten Wettbewerb am Führzügel von Mia Dorn und ihrem Dyta. Foto: Fritz Kopetzky
Die neunjährige Tina übt schon kräftig für ihren ersten Wettbewerb am Führzügel von Mia Dorn und ihrem Dyta.

Mit Dyta zusammen klappt das schon

Für ihren ersten Wettbewerb trainiert die neunjährige Tina auf dem großen Außenplatz. Tipps bekommt sie von der 19-jährigen Mia Dorn, die neben dem hübschen Dyta einen Zahn zulegt, um beim Trab des Schimmels mithalten zu können. Schritt, Leichttraben und Aussitzen muss sie den Richtern bei der Führzügelprüfung vorführen. „Aber mit Dyta zusammen klappt das schon“, ist sich Tina sicher und tätschelt das Pferd, auf dem sie zusammen mit ihrer kleinen Schwester Cosi eine Reitbeteiligung hat.

Währenddessen herrscht in der Reithalle Hochbetrieb. Erst im zurückliegenden Jahr wurde der Boden neu aufgebaut – beste Voraussetzungen also für Reiter und Voltigierer. Die Trainerinnen Chiara Faulstich und Hannah Weinhold ziehen gerade den Gurt um den Bauch von Suna fest. Die Stute ist eines der Voltigierpferde, mit denen der Großsachsener Reitverein einen Erfolg nach dem anderen einfährt. Bei den Deutschen Meisterschaften 2021 belegten die Großsachsener den siebten Platz bei den S-Gruppen und hatten sogar die siebtbeste Kür. „Für einen kleinen Verein, wie wir es sind, ist das ein Mega-Erfolg“, sagt Anja Faulstich, die Vorsitzende. Ein Erfolg, der auch dem Holsteiner-Wallach Donelson zu verdanken ist. „Im Wettkampfzirkel ist er die Ruhe selbst“, weiß Sophia Hamburger. Die 24-Jährige ist Beisitzerin im Vorstand und kümmert sich um die Schulpferde.

Die Ohren und die Nasen vorn haben die neuen Schulpferde Pumba (links) und Cadillac (rechts). Über den tierischen Zuwachs freut sich das Team, bestehend aus Sophie Hamburger, Kim Dorn, Lisa Wahl und Anja Faulstich (von links). Foto: Fritz Kopetzky
Die Ohren und die Nasen vorn haben die neuen Schulpferde Pumba (links) und Cadillac (rechts). Über den tierischen Zuwachs freut sich das Team, bestehend aus Sophie Hamburger, Kim Dorn, Lisa Wahl und Anja Faulstich (von links).

Sechs Schulpferde für die 60 Voltigierkinder

In diesem Jahr war Dony, wie ihn Pfleger und Reitschüler liebevoll nennen, leider gesundheitlich angeschlagen und konnte deshalb nicht bei Turnieren antreten. Jetzt ist er allerdings wieder auf dem Weg der Besserung. Zu Dony und den anderen Schulpferden gesellen sich seit ein paar Wochen zwei neue: Cadillac, ein dunkelbrauner Westfalen-Wallach, und Pumba, ein hübscher Kaltblut-Fuchs. Damit stehen sechs Schulpferde für die 60 Voltigierkinder und 30 Reitschüler zur Verfügung. „Unser Schwerpunkt liegt beim Voltigieren“, verrät Anja Faulstich, „aber das Reiten kommt bei uns auch nicht zu kurz.“ Dafür sorgt auch die 2. Vorsitzende Kim Dorn, die den Trainer-C-Schein mit Schwerpunkt Kindersport vorweisen kann.

Ihre Liebe zum Voltigieren hat die zehnjährige Anni schon früh entdeckt. Sie schafft sogar die „Nadel“, ein Spagat im Stehen. Und das auf dem Rücken eines Pferdes in Bewegung! Was ihr so am Voltigieren gefällt, ist doch klar. „Ich mag Turnen und Pferde“, lacht sie. „Voltigieren kann man aber noch besser mit einem Tanz auf dem Pferd vergleichen“, verrät Hanna Weinhold und krault die blonde Mähne des Ponys, während das Team 5 sich gerade warmläuft.

Schläppchen und Sporthose sind Grundvoraussetzung für das Voltigieren. Deutlich mehr braucht es zum klassischen Reiten. Kim Dorn: „Viele Kinder fangen deshalb erst mal mit dem Voltigieren an.“

Leidenschaft für Pferde

Die Leidenschaft für Pferde teilen sie alle – ob Reiter oder Voltigierer. Das zeigt sich auch im Umgang mit den Tieren. Erst jüngst erhielten die Großsachsener Reitkinder den zweiten Preis vom Pferdesportverband Baden-Württemberg für ihre gelungenen Videos zum Thema „Mein Tag im Stall – geschniegelt und gestriegelt. So gehe ich mit meinem Pferd um“. Nämlich liebevoll und sanft. Wer sich davon überzeugen möchte, ist am Wochenende auf der Reitanlage in der Talstraße 8 an der richtigen Adresse.