Reiter- und Familientag in Großsachsen
Mit den neuen Schulpferden Pumba und Cadillac legt der Reitverein Großsachsen eine Gangart zu. Das Programm rund ums Pferd steht.
Das Programm
Spiel und Spaß rund ums Pferd verspricht der Familientag des Reitvereins Großsachsen am Samstag, 15. Juli. Los geht es um 9 Uhr mit einem Flohmarkt – nicht nur mit gut erhaltenen Sachen für Pferd und Reiter. Angeboten wird alles, was das Herz von Schnäppchenjägern höherschlagen lässt.
Das engagierte Vereinsteam hat sich für den Familientag einiges einfallen lassen: Ponyreiten, Steckenpferdparcours und lustige Kinderspiele.
Am Sonntag, 16. Juli, geht es in der Talstraße 8 sportlich zu. Beim Reitertag stehen nicht nur Dressurprüfungen in den Klassen A bis E auf dem Programm, sondern auch Führzügelwettbewerbe für die Reitanfänger sowie ein aktionsgeladener Jump-and-Run-Wettbewerb.
Zu beiden Veranstaltungstagen sind Gäste von 9 bis 16 Uhr willkommen. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.
Für den Flohmarkt sind noch Stände frei. Die Anmeldung ist über die Internetseite des Vereins möglich unter www.rv-grosssachsen.de
Geschniegelt und gestriegelt werden die Pferde beim Reitverein Großsachsen natürlich jeden Tag, am Samstag und Sonntag putzen sich Pferd und Reiter allerdings besonders heraus. Nach einer Durststrecke aufgrund von Corona und gesundheitlichen Problemen der Schulpferde legt der kleine, aber rührige Verein jetzt eine Gangart zu und lädt zum Familien- und Reitertag. Das engagierte Vorstandsteam steht schon in den Startlöchern für ein Wochenende rund ums Pferd.
Mit Dyta zusammen klappt das schon
Für ihren ersten Wettbewerb trainiert die neunjährige Tina auf dem großen Außenplatz. Tipps bekommt sie von der 19-jährigen Mia Dorn, die neben dem hübschen Dyta einen Zahn zulegt, um beim Trab des Schimmels mithalten zu können. Schritt, Leichttraben und Aussitzen muss sie den Richtern bei der Führzügelprüfung vorführen. „Aber mit Dyta zusammen klappt das schon“, ist sich Tina sicher und tätschelt das Pferd, auf dem sie zusammen mit ihrer kleinen Schwester Cosi eine Reitbeteiligung hat.
Währenddessen herrscht in der Reithalle Hochbetrieb. Erst im zurückliegenden Jahr wurde der Boden neu aufgebaut – beste Voraussetzungen also für Reiter und Voltigierer. Die Trainerinnen Chiara Faulstich und Hannah Weinhold ziehen gerade den Gurt um den Bauch von Suna fest. Die Stute ist eines der Voltigierpferde, mit denen der Großsachsener Reitverein einen Erfolg nach dem anderen einfährt. Bei den Deutschen Meisterschaften 2021 belegten die Großsachsener den siebten Platz bei den S-Gruppen und hatten sogar die siebtbeste Kür. „Für einen kleinen Verein, wie wir es sind, ist das ein Mega-Erfolg“, sagt Anja Faulstich, die Vorsitzende. Ein Erfolg, der auch dem Holsteiner-Wallach Donelson zu verdanken ist. „Im Wettkampfzirkel ist er die Ruhe selbst“, weiß Sophia Hamburger. Die 24-Jährige ist Beisitzerin im Vorstand und kümmert sich um die Schulpferde.
Sechs Schulpferde für die 60 Voltigierkinder
In diesem Jahr war Dony, wie ihn Pfleger und Reitschüler liebevoll nennen, leider gesundheitlich angeschlagen und konnte deshalb nicht bei Turnieren antreten. Jetzt ist er allerdings wieder auf dem Weg der Besserung. Zu Dony und den anderen Schulpferden gesellen sich seit ein paar Wochen zwei neue: Cadillac, ein dunkelbrauner Westfalen-Wallach, und Pumba, ein hübscher Kaltblut-Fuchs. Damit stehen sechs Schulpferde für die 60 Voltigierkinder und 30 Reitschüler zur Verfügung. „Unser Schwerpunkt liegt beim Voltigieren“, verrät Anja Faulstich, „aber das Reiten kommt bei uns auch nicht zu kurz.“ Dafür sorgt auch die 2. Vorsitzende Kim Dorn, die den Trainer-C-Schein mit Schwerpunkt Kindersport vorweisen kann.
Ihre Liebe zum Voltigieren hat die zehnjährige Anni schon früh entdeckt. Sie schafft sogar die „Nadel“, ein Spagat im Stehen. Und das auf dem Rücken eines Pferdes in Bewegung! Was ihr so am Voltigieren gefällt, ist doch klar. „Ich mag Turnen und Pferde“, lacht sie. „Voltigieren kann man aber noch besser mit einem Tanz auf dem Pferd vergleichen“, verrät Hanna Weinhold und krault die blonde Mähne des Ponys, während das Team 5 sich gerade warmläuft.
Schläppchen und Sporthose sind Grundvoraussetzung für das Voltigieren. Deutlich mehr braucht es zum klassischen Reiten. Kim Dorn: „Viele Kinder fangen deshalb erst mal mit dem Voltigieren an.“
Leidenschaft für Pferde
Die Leidenschaft für Pferde teilen sie alle – ob Reiter oder Voltigierer. Das zeigt sich auch im Umgang mit den Tieren. Erst jüngst erhielten die Großsachsener Reitkinder den zweiten Preis vom Pferdesportverband Baden-Württemberg für ihre gelungenen Videos zum Thema „Mein Tag im Stall – geschniegelt und gestriegelt. So gehe ich mit meinem Pferd um“. Nämlich liebevoll und sanft. Wer sich davon überzeugen möchte, ist am Wochenende auf der Reitanlage in der Talstraße 8 an der richtigen Adresse.