Rettung mit vereinten Kräften
Ein verunglückter Mountainbike-Fahrer hatte Glück im Unglück: Die Helfer waren schnell zur Stelle.
Hemsbach. Für den Radler war es Glück im Unglück: Am Dienstagnachmittag setzte der Mann einen Notruf ab, nachdem er im Wald oberhalb von Balzenbach mit seinem Mountainbike gestürzt war. Glück war, dass er das schaffte, Unglück, dass er nicht sagen konnte, wo genau er sich befand, und so machten sich die 14 Feuerwehrleute in zwei Einsatzwagen mit einem sehr ungenauen Ziel auf den Weg. Er habe eine ungefähre Ahnung von der Stelle gehabt, sagt Einsatzleiter Volker Polzin gegenüber der Lokalredaktion: „Denn ich bin selbst häufiger mit dem Rad unterwegs und konnte mir in etwa vorstellen, wo er war.“ Auf dem Weg bekamen die Helfer dann ihrerseits Hilfe, denn sie wurden von Landwirten aus der Gegend bis zu der Stelle gelotst. Die Besatzung eines Wagens stellte sich unterwegs als „Streckenposten“ auf, um dem Rettungsdienst den Weg weisen zu können. Am Unfallort angekommen, kam der Mann den Feuerwehrleuten schon entgegen. Er wies Sturzverletzungen auf, konnte aber noch gehen. Geschützt hatte ihn seine Ausrüstung, bemerkt der Vize-Kommandant. Ein Rückenprotektor und Knieschoner hatten schwerere Verletzungen verhindert, und auch der Helm musste wohl einiges abgefangen haben: „Der sah nämlich schlimm aus. Ohne die Schutzausrüstung hätte das böse enden können.“
Verletzter kommt ins Krankenhaus
Wenig später trafen auch die Sanitäter ein, übernahmen die Erstversorgung und transportierten ihren Patienten das letzte Stück aus dem Wald bis zum Rettungswagen. Von dort ging die Reise weiter in eins der umliegenden Krankenhäuser.
Für die Hemsbacher Wehr war es ein seltener Einsatz in diesem Teil des Waldgebiets. „Das war nur zehn, 20 Meter weit von Hessen weg“, schätzt Polzin. Zumeist würden sich ähnliche Vorfälle eher im Vorgebirge auf Hemsbacher Seite stattfinden: „Aber auch da sind bislang nicht auffällig viele Unfälle passiert, jedenfalls sind wir noch nicht so häufig dorthin gerufen worden.“ Er freut sich über die Mithilfe der Landwirte. Einer von ihnen tat dem Radfahrer am Ende noch einen weiteren Gefallen: Er stellte das Mountainbike bei sich unter, bis sein Eigentümer fit genug ist, um es wieder abzuholen.