Heddesheim

Sportkindergarten feierlich eingeweiht

Der neu eröffnete Sportkindergarten 'Flitzebogen' in Heddesheim ist mehr als nur eine Bildungseinrichtung. Er ist ein Symbol für Gemeinschaft, Engagement und die Bedeutung von Sport in der kindlichen Entwicklung.

Mit einem kleinen Festakt unter freiem Himmel ist am Donnerstag der neue Sportkindergarten „Flitzebogen“ in Heddesheim eingeweiht worden. Nach rund 15 Monaten der Vorbereitung und Planung und weiteren 16 Monaten Bauzeit konnte die Einrichtung am 11. September ihren Betrieb aufnehmen. Ein Anlass zum Feiern, wie auch Bürgermeister Achim Weitz betonte.

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Stolz auf die neue Einrichtung

„Ich freue mich sehr, heute vor Ihnen zu stehen, um die Einweihung dieses tollen Gebäudes mit einer wundervollen Außenanlage feiern zu können“, sagte Weitz, der ausdrücklich seinem ebenfalls anwesenden Vorgänger Michael Kessler für die Vorarbeit dankte. „Dieser Tag markiert einen Meilenstein in der Geschichte unserer Gemeinde“, betonte Weitz. Man habe gewusst, dass der Zeitplan knapp werde: „Aber mit einem großen Kraftakt und mit viel Einsatz aller Projektbeteiligten haben wir es geschafft, dass die Kinder ihren neuen, tollen Kindergarten besuchen können.“

Finanzierung und Unterstützung

Die Baukosten von 6,5 Millionen Euro nannte er „eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde“. Es sei natürlich eine gewaltige Summe, räumte Weitz ein, verwies aber zugleich auf immer mehr steigende Baustandards. Corona und die Ukrainekrise seien auch noch dazugekommen. Glücklicherweise habe man aber Zuschüsse vom Land (475 000 Euro) und vom Bund (500 000 Euro) erhalten. Hinzu kamen noch einmal 650 000 Euro von örtlichen Mehrspartenverein SG, der seinerseits 450 000 Euro von der Dietmar-Hopp-Stiftung erhielt. Weitz dankte der Stiftung unter dem Beifall der Gäste für diesen sehr großzügigen Zuschuss und die große Unterstützung für das Projekt.

Sport und Werte vermitteln Teamwork und Fair Play

Der Sportkindergarten werde ein Ort sein, an dem die Kinder lernen und spielen können, an dem sie aber auch Werte wie Teamwork, Disziplin und Fair Play vermittelt bekommen: „Er wird dazu beitragen, unsere Gemeinschaft noch enger zusammenzuschweißen und die Begeisterung für den Sport von Kindesbeinen an zu fördern.“ Während Weitz noch davon sprach, nutzten die wenigen anwesenden Kinder im Hintergrund bereits die Bewegungsangebote wie Hängebrücke, Kletternetz oder Rutschbahn.

Die Bedeutung des Namens

„Ein Flitzebogen lebt davon, dass Spannung in Bewegung umgesetzt wird“, formulierte SG-Vorsitzender Wolf-Günther Janko unter Anspielung auf den Namen. Dieser sei aus dem Kreis der Kinder und der Erzieherinnen gekommen, sagte er dem „MM“ auf Nachfrage. In einer Zeit, in der Bewegungsmangel in der jüngeren Generation immer mehr um sich greife, wolle man die Kinder für Sport und Bewegung begeistern, nannte Janko ein Ziel des Sportkindergartens. Ein Vorteil sei dabei auch, dass Schwimmbad, Eisbahn und Arena von hier aus zu Fuß erreichbar seien.

Unterstützung der Hopp-Stiftung Stiftung spricht von Brücke

Heike Bauer, die Leiterin der Hopp-Stiftung, richtete ihre Ansprache zuerst an die „lieben Kinder“, die auch dem Stifter besonders am Herzen lägen. Dietmar Hopp habe schon früh erkannt, dass Sport den Charakter forme und das Selbstbewusstsein stärke.

Nicht zuletzt sei der Sportkindergarten aber auch eine Brücke in die Gesellschaft, weil der 160 Quadratmeter große Sportraum auch für Senioren- und Rehasport genutzt werde. Letztlich reiche die Förderung durch die Stiftung damit von der Geburt bis ans Lebensende.

Von Hans-Jürgen Emmerich