Sportlerehrung: So viele Meister hat Weinheim
Die Stadt vergibt Auszeichnungen für 104 Einzelmeister sowie 204 Sportler in 28 Mannschaften – diesmal nicht nur aus Weinheimer Vereinen.
Der Sport hat in Weinheim einen hohen Stellenwert. Wie hoch, machte die Sportlerehrung der Stadt am Sonntag in der Stadthalle deutlich. 104 Einzelmeister sowie 204 Sportler in 28 Mannschaften wurden für ihre Erfolge im auslaufenden Jahr ausgezeichnet – darunter zahlreiche Weltmeister, Europameister und Deutsche Meister.
In Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters Manuel Just freute sich Elisabeth Kramer über ein volles Haus bei der 69. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung, die in diesem Jahr eine Neuerung zu bieten hatte. Zum ersten Mal wurden nicht nur die erfolgreichen Sportler aus Weinheimer Vereinen ausgezeichnet, sondern auch diejenigen, die in Weinheim wohnen, aber für Vereine anderer Städte und Gemeinden angetreten sind – so unter anderem auch 31 Stepptänzerinnen der Hemsbacher Penguin Tappers, die Titel geholt hatten. Dass Sport in Weinheim Tradition hat, stellten mehrere Jubiläen unter Beweis, die 2023 gefeiert wurden: 100 Jahre Sportschützenverein 1923 Weinheim und 50 Jahre Tennisclub 1973 Lützelsachsen. Die TSG-Basketballabteilung blickte in diesem Jahr auf 25, die Schwimmabteilung der SG Hohensachsen auf 50 Jahre zurück.
Hochsprunggala am 2. Februar
Sportlich geht es dann im neuen Jahr weiter mit der Hochsprunggala am 2. Februar. Dafür gab es als zusätzliche Anerkennung für die geehrten Sportler Eintrittskarten. Weitere Höhepunkte werden im Veranstaltungskalender „Sport mit Spaß“ am 12. Mai – wie immer rund ums Schloss – sein und am 18. Mai die große Kurpfalz-Gala im Sepp-Herberger-Stadion der TSG Weinheim.
Adäquate Sportstätten
Die Voraussetzungen für sportliche Erfolge sind nicht zuletzt adäquate Sportstätten. Hier investiert die Stadt kräftig, vor allem in die Sanierung der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, die im Frühjahr 2024 in Angriff genommen werden soll. Die Vereine werden während der Bauphase in den verbleibenden Sportstätten zusammenrücken. Kramer: „Bei der Verteilung der knappen Ressourcen hat sich gezeigt, dass die Weinheimer Vereine solidarisch untereinander sind. Für die Flexibilität gilt ihnen unser Dank.“
Kramer verhehlte nicht, dass die Finanzierung der geplanten Sanierung des Victor-Dulger-Bads in Hohensachsen noch auf wackligen Beinen steht, weil wahrscheinlich Fördergelder vom Bund in Millionenhöhe fehlen werden. Ein großes Projekt wird auch das Nutzungs- und Sanierungskonzept für das Sepp-Herberger-Stadion werden. „Erste Gespräch hierzu haben bereits stattgefunden, ein Planungsbüro wurde beauftragt und – ebenfalls im Frühjahr – wird damit durchgestartet“, informierte Kramer. Und im Januar wird der Gemeinderat über die Förderung von Projekten von zwei Weinheimer Vereinen beraten: Im Sportzentrum Lützelsachsen steht nach 18 Jahren die Erneuerung des ersten Weinheimer Kunstrasenplatzes an und der TV Oberflockenbach möchte auf seinem Gelände einen Mehrzweck- und zwei Beachfelder herstellen. Zahlreiche Vorhaben, die die Stadt Weinheim vor große finanzielle Herausforderungen stellen werden und das bei äußerst angespannter Haushaltslage.
Buntes Rahmenprogramm
Umrahmt wurde die Veranstaltung sportlich wie musikalisch – von einem „Nixentanz“ der Ballettschule Substanz, einem Auftritt der Cheerleadinggruppe der TSG Weinheim und Musikstücken von Woinem Brass der Musikschule Badische Bergstraße, ehe im Anschluss an die Ehrungen im Foyer auf die Meister angestoßen werden konnten.