Meinung

Typisch Bahn - mal wieder zu spät

WNOZ-Autor Eckhard Malcherek rät der Bahn, früher und umfassender über Maßnahmen wie die Sperrung der Strecke Mannheim/Heidelberg - Darmstadt zu informieren.

Die Informationspolitik der Bahn lässt manchmal zu wünschen übrig, sagt WNOZ-Bahnexperte Eckhard Malcherek. Foto: Martin Schutt/dpa
Die Informationspolitik der Bahn lässt manchmal zu wünschen übrig, sagt WNOZ-Bahnexperte Eckhard Malcherek.

Der Ausbau der Bahnstrecken ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrs- und Klimawende. Es ist gut, dass die Politik und die Bahn jetzt konzentriert an der Modernisierung der Bahnstrecken arbeiten.

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Komplette Sperrungen von Bahnstrecken ermöglichen dabei, schneller und umfangreicher zu sanieren. Dabei ist es leider nicht vermeidbar, dass es zu Behinderungen und deutlichen Fahrzeitverlängerungen für Bahnfahrer kommt.

Zur Sperrung der Riedbahn hat die Deutsche Bahn frühzeitig umfangreiche Informationen zum Ersatzverkehr veröffentlicht. Dass auch die Main-Neckar-Bahn im Februar 2024 voll gesperrt wird, stand dabei nur im Kleingedruckten.

Bis zwei Wochen vor der Sperrung gab es keine Informationen zum Ersatzverkehr und zum Fahrplan, das kam - typisch für die Bahn - mal wieder zu spät. Durch die Sperrung der Main-Neckar-Bahn sind deutlich mehr Pendler betroffen als bei der Riedbahn. Wenn die Bahn Verständnis und Unterstützung für die Baumaßnahmen haben möchte, muss sie die Betroffenen besser informieren: frühzeitig und umfassend.