Vandalismus an der Weinheimer Kneippanlage
Im Exotenwald wurde ein Schild herausgerissen und ins Becken geworfen – für den Kneippverein und die Stadt Weinheim ein Ärgernis.
Heide Engel ist stinksauer. Das Bild, das sich der Vorsitzenden des Weinheimer Kneippvereins am Sonntagabend bot, macht sie fassungslos. Der ursprünglich am Wegesrand montierte metallene Pfosten mit Hinweisschildern auf die Wanderstrecken wurde herausgerissen und ins noch leere Becken der Kneippanlage geworfen. „Ich bin entsetzt über diese mutwillige Aktion“, sagt Heide Engel.
Sie war am Sonntagnachmittag von Wanderern auf den Vandalismus im Exotenwald hingewiesen worden. Engel und die Hinweisgeber vermuten, dass die Vandalen in der Nacht von Samstag auf Sonntag zugange waren. Darauf lassen die frischen Schleifspuren schließen.
Stadt und Förster verständigt
Sofort wurde die Stadtverwaltung als Besitzer der Kneippanlage informiert. Die wiederum setzte Förster Thomas Falk vom zuständigen Forst BW in Kenntnis. Denn das Schild befindet sich im Eigentum des Forstbetriebes.
An der Kneippanlage selbst entstand kein Schaden. Trotzdem ist der Kneippverein verärgert. Schließlich kümmern sich die engagierten Mitglieder seit Jahren um die Anlage aus dem Jahr 1971, die 2021 in einer gemeinschaftlichen Aktion von Stadtwerken, Stadt und Kneippverein gründlich saniert wurde. Seitdem steht die Kneippanlage den Besuchern mit ihrem rund sechs Kubikmeter fassenden Tretbecken, einem mit Kupfer ausgekleideten Tauchbecken für die Arme, einem vom Rotary Club angelegten Barfußpfad und mehreren Sitzgelegenheiten kostenlos zur Verfügung.
Ankneippen am 17. Mai
Noch führt das Becken kein Wasser. Angekneippt wird voraussichtlich am Sebastian-Kneipp-Tag, einem bundesweiten Gesundheitstag, der jährlich zu Ehren des Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp (1821–1897) anlässlich seines Geburtstages am 17. Mai stattfindet.