Bergstraße

Warum viele Apotheken an der Bergstraße und im Odenwald am Mittwochnachmittag zu bleiben

Nach dem Streiktag im Juni legen die Apotheker in der Region nochmal nach. Am Mittwoch sollen sie schließen. Warum, erklärt Sprecherin Esther Herres Bargon.

Bereits im Sommer machten die Apotheken durch einen bundesweiten Protesttag auf ihre Situation aufmerksam. Foto: Thomas Rittelmann
Bereits im Sommer machten die Apotheken durch einen bundesweiten Protesttag auf ihre Situation aufmerksam.

Der Streik-Tag der Apotheken im Sommer war nur der Anfang. In dieser Woche gehen die Proteste der Apotheker in die nächste öffentliche Runde. Deshalb werden viele Kunden an der Bergstraße und in der Region am Mittwochnachmittag (27. September) zwischen 13 und 16 Uhr vor verschlossenen Türen stehen.

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In dieser Zeit wird Gesundheitsminister Karl Lauterbach online live zum Deutschen Apothekertag in Düsseldorf zugeschaltet sein - und in dieser Zeit sollen laut einem Aufruf der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) deutschlandweit alle Apotheken geschlossen bleiben - auch in Weinheim. "Alle Teams der Apotheken sollen zuhören, was Herr Lauterbach auf unsere Fragen zu sagen hat. Es geht um die Existenz der Apotheken in Deutschland und um viele Arbeitsplätze", sagt Esther Herres Bargon, die Notdienstsprecherin der Apotheken von Weinheim. Ihre drei Apotheken, die Rodenstein Apotheke in der Bahnhofstraße Weinheim, die Stern Apotheke in Lützelsachsen und die Gorxheimertal Apotheke, machen in jedem Fall mit.

Mit Medikamenten versorgt werden die Menschen in der Region natürlich dennoch: "Die Apotheken, die Notdienst haben, werden diesen natürlich pflichtbewusst durchführen", sagt Herres Bargon.

Im Weinheimer Notdienstkreis sind dies am Mittwoch, 27. September:

Mitmachen werden voraussichtlich auch viele Apotheken im Odenwald. Der Hessischen Apothekerverband (HAV) hat bereits angekündigt, dass sich viele Mitglieder am Protesttag beteiligen werden.

Mit den bundesweiten Protesten wollen die Apotheker auf die schwindende Zahl an Apotheken aufmerksam machen. Laut HAV schrumpfte die Zahl der Apotheken in Hessen im vergangenen Jahr von 1412 auf 1389. Im ersten Quartal dieses Jahrs schlossen 23 Geschäfte. Als Gründe für den Rückgang nannte der Apothekerverband überbordende Bürokratie, jahrzehntelange Unterfinanzierung und mangelnde Wertschätzung seitens der Bundesregierung. In Wiesbaden soll am Protesttag eine Kundgebung stattfinden. Zudem sind weitere Aktionen in hessischen Kommunen geplant. (mit dpa)