Weinheimer Feuerwehr mehrfach gefordert
Mehrere Unfälle beschäftigten am Wochenende die Feuerwehr Weinheim. In einem Fall gaben die Unfallspuren zunächst Rätsel auf. In einem anderen Fall war ein Ersthelfer zur Stelle.
Weinheim. Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim wurde am vergangenen Wochenende zu mehreren Einsätzen gerufen. Der spektakulärste ereignete sich am Samstagnachmittag in der Straße Zum Lindenbrunnen. Dort kam ein Fahrzeug auf der Seite zum Liegen. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, heißt es im Bericht der Feuerwehr.
Lob für Ersthelfer
Zur Unfallursache teilte die Polizei mit, dass das Auto nach dem Einparken versehentlich rückwärts rollte und durch die Kollision mit einer Mauer umgekippt sei. Die Feuerwehr-Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen wurde alarmiert, da eine Person im Fahrzeug eingeschlossen war. Vor Ort hatte sich bereits ein Ersthelfer Zugang verschafft und betreute die leicht verletzte Fahrerin mit dem inzwischen eingetroffenen Rettungsdienst. Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug gegen ein weiteres Wegrutschen in der steilen Straße. Über das Heck wurde ein Zugang geschaffen, sodass sich die Fahrerin und der Ersthelfer mit Unterstützung von Feuerwehr und Rettungsdienst selbstständig befreien konnten. Parallel zu den Rettungsarbeiten wurde der Brandschutz sichergestellt und die Unfallstelle abgesperrt.
Frust wegen abfälliger Geste
Bei dem Einsatz zeigte sich einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Menschen Erste Hilfe leisten. „Leider ist das keine Selbstverständlichkeit“, schreibt die Feuerwehr in ihrem Bericht. Denn die anfahrenden Einsatzkräfte seien in der Straße „In der Steig“ von einem Motorradfahrer mit einer Scheibenwischer-Geste „begrüßt“ worden, weil er sich offenbar seiner „Samstagsruhe“ gestört fühlte.
Unfall am Autobahnende
Gegen 16.45 Uhr wurde der Feuerwehr mit den Abteilungen Stadt und Lützelsachsen-Hohensachsen ein Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf der BAB 659 kurz nach dem Autobahnkreuz Weinheim gemeldet. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr waren Polizei und Rettungsdienst bereits vor Ort. Zwei Erwachsene und ein Kleinkind wurden dabei leicht verletzt und mussten zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Unfallspuren, aber keine Beteiligten
An der Kreuzung B 38 / Mannheimer Straße / A 659 wurde am Samstagabend gegen 23.15 Uhr ein weiterer Verkehrsunfall gemeldet. Vor Ort konnten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zwar die Unfallstelle, aber kein Unfallfahrzeug mehr entdecken. Die Leitplanke war stark beschädigt. Die Feuerwehr kontrollierte den Bereich weiträumig, konnte aber keine Personen in einer Notlage feststellen. Wenig später meldete sich dann aber der 21-jährige Verursacher des Unfalls mit einem Zeugen auf dem Polizeirevier. Gegen ihn werde nun dennoch wegen Unfallflucht ermittelt, so die Polizei.
Essen angebrannt
In der Freiburger Straße kam es dann kurz nach Mitternacht zu einem Brandmeldealarm in der Gemeinschaftsunterkunft. Vor Ort stellte sich heraus, dass in der Küche lediglich Essen angebrannt war, weshalb es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen war.
Auch die Feuerwehrsanitäter der Abteilung Oberflockenbach waren am Samstag gefordert. In Rippenweier und Ritschweier kam es zu medizinischen Notfällen. Die Helfer-vor-Ort-Einheit kümmerte sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die Patienten.
Kinder in Not
Am Sonntagvormittag setzen dann noch zwei Kinder einen Notruf ab, da eins der Kinder hinter der Waldschule einen Hang hinaufgeklettert und dann abgerutscht war. Aufgrund des Schreckmoments traute es sich nicht mehr, herunterzuklettern. Bis zum Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr waren auch die Eltern der Kinder vor Ort. Sie hatten ihnen Mut zugesprochen, sodass es ihnen gelang, sich selbst aus der misslichen Lage zu befreien. Eine Hilfeleistung der Feuerwehr war nicht mehr erforderlich.
Übung und Lehrgang
Außerdem fand am Samstagmorgen eine abteilungsübergreifende Übung bei der Werkfeuerwehr Freudenberg statt. Ziel der Übung war es, die Löschwasserversorgung e zu testen. „Wasser Marsch“ hieß es aber auch bei der Jugendfeuerwehr, die sich am Aktionstag der Jugendfeuerwehren aus Baden-Württemberg im Freizeitpark Tripsdrill beteiligte. Außerdem nahmen 16 Frauen und Männer der Weinheimer Feuerwehr in Böbingen in der Pfalz an einer Fortbildung der Firma „Wood Commander“ teil, die sie im Umgang mit Motorsägen schulte.