Natur mitten in der Stadt

Wie an der Weinheimer Haltestelle Blumenstraße ein Tierparadies entstehen soll

An der Blumenstraße in Weinheim ist mit Vogelkästen, „Käferburg“ und „wilder Ecke“ für Schmetterlinge einiges geplant. Ein Scheck über 2.000 Euro soll bei der Umsetzung helfen.

Investition in die Natur: Melanie Magin und Christopher Veit von der Sparkassen-Stiftung übergaben jetzt einen symbolischen Scheck über 2.000 Euro an Bernd Schlag von der GUB und Ute Timmermann von der Stadt Weinheim (von links). Foto: Stadt Weinheim
Investition in die Natur: Melanie Magin und Christopher Veit von der Sparkassen-Stiftung übergaben jetzt einen symbolischen Scheck über 2.000 Euro an Bernd Schlag von der GUB und Ute Timmermann von der Stadt Weinheim (von links).

Weinheim. Naturbildung und Naturschutz mitten in der Stadt? Das geht! Die Gesellschaft für Umweltbildung GUB wird eine weitere ungenutzte öffentliche Grünfläche, die sie von der Stadt Weinheim zur Verfügung gestellt bekommt, in eine lebendige Naturbildungs- und Begegnungsfläche verwandeln. Unterstützt wird das Projekt von dem Klimaschutzmanagement der Stadt Weinheim, dem Förderfonds der Baden-Württemberg Stiftung und durch die Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord.

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Spende von 2.000 Euro

Jetzt fand vor Ort eine Scheckübergabe statt, bei der Melanie Magin und Christopher Veit von der Stiftung eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an die GUB übergaben. GUB-Projektleiter Bernd Schlag und Ute Timmermann, Klimaschutzmanagerin bei der Stadt, nahmen den Scheck entgegen.

Neben gemütlichen Sitzgelegenheiten für alle Generationen, die zum Verweilen im Grünen einladen, soll die Fläche mit verschiedenen Naturschutzelementen ausgestattet werden. Passanten sollen interessante heimische Tiere und Pflanzen beobachten können und Kreisläufe der Natur kennenlernen. Vogelkästen sollen heimische Vögel anlocken und auch an Behausungen für Fledermäuse wird gedacht.

„Wilde Ecke“ für Schmetterlinge

In der „wilden Ecke“ können Schmetterlinge und andere Arten Platz zur Eiablage finden. Eine „Käferburg“ ist ebenso geplant. Um zu verstehen, was man vor Ort beobachten kann, sollen Schilder in einfacher Sprache Informationen liefern und die ökologischen Zusammenhänge erklären.

Insbesondere Kinder können durch spielerisches Heranführen an die Natur die Angst und Abneigung gegenüber Insekten verlieren und hautnah Natur erfahren können. Eine Kreativfläche soll zum Mitgestalten einladen.

Kostenlose Workshops geplant

Auch ein technisch voll ausgebauter Container soll auf der Grünflache Platz finden. Dort wollen die Weinheimer Jugendmedien kostenlose Workshops und Kurse für alle Altersstufen zu den Themen Naturschutz, Naturwissenschaften, Kunst und Medien anbieten. Die Leitung übernehmen erfahrene Mitarbeiter. Es soll auf der Fläche ein Ort des Lernens, der Begegnung und des Verweilens für Jung und Alt entstehen. Fortschritte auf der Fläche können auf dem YouTube-Kanal des GUB verfolgt werden.

Gutes Beispiel gleich nebenan

Der Erfolg der Umgestaltung einer stadtinternen Grünfläche kann nebenan auf der Wiese vor dem „Café Wohnzimmer“ bereits betrachtet werden. Ein dort ins Leben gerufenes Urban-Gardening-Projekt zeigt, wie effektiv und vielfältig eine solche Fläche genutzt werden kann und welchen positiven Anklang sie in der Nachbarschaft findet.