Dean Hebling freut sich auf die neue SG Lörzenbach/Mitlechtern
Der Lörzenbacher Stürmer Dean Hebling blüht auf und liefert sich mit Tim Krauß einen internen Wettstreit um die Torjägerkrone. Der 20-Jährige war zuvor im Nachwuchsleistungszentrum von Kaiserslautern und Hoffenheim.
Lörzenbach. Dean Hebling vom Fußball-Kreisoberligisten SV Lörzenbach hat sich nach einem Gala-Auftritt die Spitze im internen Torranking gesichert. Zuletzt aber schlug der Sturmpartner des 20-Jährigen zurück – und so steht beim SVL, für den es in der Liga quasi um nichts mehr geht, doch noch eine spannende Entscheidung an.
Tore satt waren in den Lörzenbacher Spielen quasi garantiert. Am Sonntag bot die Elf von Trainer Ron Hachenberger das Kontrastprogramm gegenüber dem vorherigen Spiel. Wo der SVL eine Woche bei der Eintracht Bürstadt ein 2:3 zur Pause auf spektakuläre Weise noch in einen 6:5-Sieg umgewandelt hatte, ging ihm im jüngsten Heimspiel und Kellerduell gegen den VfL Birkenau in Hälfte zwei die Puste aus. Nach einer 3:2-Halbzeitführung hieß es am Ende 3:7 gegen den Tabellenvorletzten.
„Wir haben ehrlich gesagt im Training ein wenig heruntergefahren. Dabei hatte man in unserer guten ersten Hälfte noch das Gefühl, dass Birkenau etwas angeschlagen war“, nennt Dean Hebling einen möglichen Ansatz für die krass unterschiedlichen Leistungen zuletzt.
Bisher 19 Tore erzielt
Auswirkungen in negativer Hinsicht wird die heftige Heimschlappe jedoch nicht mehr haben, obwohl der Vorsprung des Ligazwölften Lörzenbach auf Relegationsplatz 14 mit Birkenau darauf durch die Niederlage im Kellerduell auf einen Zähler zusammenschmolz. Denn der SVL formiert sich künftig mit dem normalerweise ebenfalls abstiegsbedrohten Ligarivalen KSG Mitlechtern zur Spielgemeinschaft – worauf Lörzenbachs 20-jähriger Torjäger Hebling bereits hinfiebert. „Ich freue mich schon sehr auf die neue Saison, glaube, dass wir als SG noch einen deutlichen Sprung nach vorne machen“, sagt der mit 19 Treffern beste Schütze der Grün-Weißen.
Was die interne Spitze angeht, könnte es aber noch einmal spannend werden, denn Sturmpartner Tim Krauß machte mit seinem Dreierpack gegen Birkenau reichlich Boden gut, folgt mit 17 Buden nun relativ knapp dahinter. „Wir haben vorher ausgemacht, dass wir es beide noch über 20 Tore schaffen wollen. Er hat da jetzt wieder gut aufgeholt, allerdings verpasst er noch ein Spiel wegen Urlaubs – daher stehen die Chancen für mich nicht schlecht, auch am Ende vorne zu liegen“, sagt Hebling mit einem Lächeln. Es sei denn, der zehn Jahre ältere Krauß, der auch spielender Co-Trainer ist, macht seinen Einfluss geltend – wovon Hebling aber natürlich nicht ausgeht: „Er ist ja mein Trainer, daher hoffe ich, dass er es mir nicht verbietet, im nächsten Spiel noch ein paar Tore zu schießen“, erklärt er augenzwinkernd.
Das letzte Gastspiel beim abgeschlagenen Schlusslicht FSG Bensheim bietet am Samstag (15 Uhr) in der Tat noch einmal eine gute Gelegenheit, das Torkonto weiter aufzustocken. An das vorherige Auswärtsspiel hat Hebling definitiv beste Erinnerungen – denn beim erwähnten 6:5 war der in der Jugend beim 1. FC Kaiserslautern, bei der TSG Hoffenheim und dem SV Sandhausen exzellent ausgebildete Bayern-Fan an allen sechs Toren direkt beteiligt. Vier Buden markierte Hebling selbst, die übrigen durch Nikolaus Kilian bereitete er vor.
Der Spaß ist zurück
„Ich habe wieder richtig Spaß am Fußball“, kann er nicht nur wegen dieses Erlebnisses inzwischen wieder sagen, nachdem ihm schwerwiegende Verletzungen die Freude etwas geraubt hatten. „Im Nachwuchsleistungszentrum wird in so einem Fall leider rigoros aussortiert“, erklärt er anhand seines lädierten Knies und einer Fersengeschichte. Erst beim SVL kehrte für Dean die Freude am Fußball zurück – heute kann er lächelnd sagen: „Ich bin wieder regelmäßig im Training und fühle mich gerade richtig fit.“
Trotz seiner Gala in Bürstadt hob Hebling die dortige Teamleistung hervor. Die Partie habe gezeigt, was wirklich in der Mannschaft steckt – und das wollen sie beim SVL mit Verstärkung aus Mitlechtern nächste Saison umso öfter demonstrieren. Gut möglich, dass die aktuellen Rivalen Krauß und Hebling dann weiterhin das ein Stammduo bilden. „Ich komme mit ihm bestens klar, konnte mir jede Menge bei ihm abschauen. Er ist mit seiner Mentalität ein Antreiber und ein Vorbild – und auf dem Platz verstehen wir uns mittlerweile fast schon blind“, lobt Dean Hebling – und möchte nichtsdestotrotz auch am Ende intern die Nase vorn haben. dbe