Ringen

Der Fürther Pascal Eisele gewinnt den Großen Preis von Spanien

Pascal Eisele vom SV Fahrenbach holt sich den Titel in der 82-kg-Klasse beim Großen Preis von Spanien. Der Fürther will wieder ins Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Strahlend präsentiert sich der Fürther Pascal Eisele (Zweiter von links) bei der Siegerehrung. Beim Großen Preis von Spanien setzte er sich in der 82-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil gegen die internationale Konkurrenz durch. Foto: Eisele
Strahlend präsentiert sich der Fürther Pascal Eisele (Zweiter von links) bei der Siegerehrung. Beim Großen Preis von Spanien setzte er sich in der 82-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil gegen die internationale Konkurrenz durch.

Bei Pascal Eisele läuft’s im Moment sehr gut: Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 87 Kilogramm in der griechisch-römischen Stilart holte sich der Ringer, der bei Titelkämpfen und Turnieren weiterhin für seinen Heimatverein SV Fahrenbach antritt, beim Großen Preis von Spanien die Goldmedaille in der Kategorie bis 82 kg.

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Nach einer längeren Verletzungs- und Krankheitspause galt in der Vorbereitung der vergangenen Wochen seine ganze Konzentration dem international besetzten Turnier in Madrid. „Das war mein Hauptziel, die Deutschen Meisterschaften habe ich auf dem Weg dorthin fast nur als Vorbereitung gesehen“, erklärt der 31-Jährige Fürther im Gespräch mit unserer Sportredaktion.

In sehr guter Verfassung

Doch schon bei den nationalen Titelkämpfen zeigte er sich in guter Verfassung, was er in Madrid dann bestätigen konnte. Dafür musste er zunächst einige Kilogramm an Körpergewicht abtrainieren, da er in Spanien in der niedrigeren Gewichtsklasse antreten wollte. „Die 82 Kilogramm sind einfach meine Gewichtsklasse, dort wollte ich mich präsentieren und versuchen, auch international einen Erfolg zu erreichen“, macht er deutlich.

Nachdem er in der ersten Runde ein Freilos hatte, traf er im ersten Kampf auf einen alten Bekannten, den Österreicher Michael Wagner. „Der ist in meinem Alter, wir kennen uns nun schon seit 15 Jahren“, so Eisele. Da es sich bei Wagner um einen körperlich sehr starken Gegner handelte, ging der Fürther hoch konzentriert in das Duell. Die beiden Kontrahenten schenkten sich nichts, doch dann konnte Eisele einen Griff ansetzen und ihn mit dieser Technik überwältigen. Dadurch baute er seine Führung auf 8:0 Punkte aus und stand vorzeitig als technisch überlegener Sieger fest.

Im Halbfinale ging es gegen den jungen Kasachen Miras Barshylykov. „Ein unangenehmer Gegner“, sagt Eisele, der sich auch hier auf eine schwere Aufgabe einstellte. „Doch ich bin meiner Linie treu geblieben und konnte so immer wieder punkten.“ Nach den beiden Runden gewann er mit 6:0 Punkten und zog ins Finale ein.

Hier war der Franzose Johny Bur sein Gegner, der sich im zweiten Pool dieser Gewichtsklasse gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt hatte. So verlief der Kampf zunächst ausgeglichen, bis Eisele dann aber konsequent zuschlug: „Es war ein offener Schlagabtausch in der ersten Runde, doch im zweiten Durchgang konnte ich einen Kopfzug ansetzen und ihn dann schultern“, beschreibt er die entscheidende Situation. Bei der Siegerehrung durfte er sich so über die Goldmedaille freuen.

Internationale Turniere

Nach diesen beiden Erfolgen steht nun zunächst einmal die Vorbereitung auf die im September beginnende Bundesliga-Saison beim Deutschen Vizemeister SC Kleinost-heim im Mittelpunkt. Seit fünf Jahren ringt er inzwischen dort und auch in dieser Saison ist der Einzug ins Finale das Ziel für ihn und den Verein. Weitere internationale Turniere stehen angesichts der Olympischen Spiele in den nächsten Wochen nicht auf dem Programm.

Eisele hat nun die Weltmeisterschaften im Oktober in Albanien im Fokus, bei denen er in der 82-kg-Klasse antreten will. „Die Nominierungen sind noch nicht raus, es ist noch nicht ganz klar, wer hier ausgewählt wird“, hofft er, dass er in den deutschen Kader berufen wird. „Aber es wollen auch noch andere Ringer kämpfen“, macht er klar. jün