Fußball

Die besten Burger macht der Bruder auf der Schönau

Dustin Lelek hofft bei der SG Unter-Abtsteinach wieder auf viele Tore. Bei Siegen gibt es eine schmackhafte Belohnung in Mannheim.

Dustin Lelek (rechts) ist mit seinen 1,96 Metern im Sturm der SG Unter-Abtsteinach nicht zu übersehen.    Bild: Fritz Kopetzky Foto: Fritz Kopetzky
Dustin Lelek (rechts) ist mit seinen 1,96 Metern im Sturm der SG Unter-Abtsteinach nicht zu übersehen. Bild: Fritz Kopetzky

Unter-Abtsteinach. „Der Start war ernüchternd“, räumt Dustin Lelek ein. Der Stürmer bestreitet seine dritte Saison im Dress von Fußball-Kreisoberligist SG Unter-Abtsteinach. Vor zwei Jahren war der 27-Jährige vom Heimatverein TSV Schönau, wo er im Bambini-Alter die ersten fußballerischen Gehversuche unternahm, zum damaligen Kreisoberliga-Vizemeister gewechselt. Im ersten Jahr bei der SG steuerte Lelek 25 Tore in 23 Spielen zum erneuten Gewinn des Vizetitels bei – das erneute Scheitern in der Relegation konnte er aber nicht verhindern.

Letzte Saison verpasste Unter-Abtsteinach haarscharf um einen Punkt hinter Olympia Lorsch die dritte Vizemeisterschaft in Folge. Und legte diese Saison einen Fehlstart hin: Trotz Leleks erstem Saisontor zum 2:3 reichte es beim 2:4 bei der SG Reichenbach nicht zum Comeback. Im zweiten Spiel folgte ein 1:1 bei Aufsteiger Starkenburgia Heppenheim – ehe am Kerwe-Wochenende dann der erhoffte Befreiungsschlag folgte: Mit 4:1 im Heimdebüt gegen die SG Lindenfels/Winterkasten holte Unter-Abtsteinach den ersten Dreier. Nach Rückstand war es Lelek, der vor der Pause zum 1:1 die Wende einleitete (44.), ehe Neuzugang Ylli Cermjani per Doppelpack und Christoph Jöst den Erfolg in Hälfte zwei zementierten.

„Wir haben uns den Start anders vorgestellt. Die Vorbereitung war eigentlich sehr gut, das Team hat trotz vieler Neuzugänge direkt harmoniert, Tests und Stimmung haben sehr gut gepasst – aber wir konnten das zum Start nicht abrufen“, sagt Lelek.

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Mit dem Heimerfolg ist jetzt ein Anfang gemacht für die Elf von Trainer Marcus Lauer, in der Lelek mit 1,96 Metern zu den imposantesten Erscheinungen zählt: „Für meine Größe bin ich technisch nicht schlecht“, sagt der Student für Steuerlehre an der Hochschule Worms augenzwinkernd: „Ich sehe mich in erster Linie als Wandspieler, der den Ball oft klatschen lässt und so die Mitspieler einsetzt. Mein Abschluss ist auch eine Stärke, ich kann aber auch den letzten Pass spielen.“

Eine bestimmte Torausbeute hat er sich für die Runde nicht vorgenommen – sehr wohl aber, erneut um die vordersten Plätze mitzuspielen: „Unser Ziel ist Platz eins oder zwei. Ob es klappt, ist eine andere Frage – nach dem ersten Sieg bin ich zumindest guter Dinge“, erklärt Lelek. Und speziell im nächsten Heimspiel am Sonntag, wenn Vizemeister beim zweimaligen Vorgänger gastiert (15 Uhr), möchte die SGU ihren eigentlichen Anspruch untermauern. „Die sind sehr stark, aber der Sieg wird uns sicher Selbstvertrauen geben“, sagt Lelek. Er blickt optimistisch nach vorne, ist „voll motiviert“, nachdem er letzte Saison aus verschiedenen Gründen nur 18 Partien bestritt, mit 13 Toren aber wieder zu den SG-Topschützen zählte.

Vor ein paar Jahren war Lelek sogar lange Zeit ganz raus aus dem Fußball: „Ein Knochenödem am Knöchel hat mich mehrere Jahre begleitet. Das war sehr hartnäckig, hat trotz OP immer weiter Schmerzen verursacht“, blickt er auf ein unschönes Kapitel, das kurz nach dem Sprung zu den Aktiven beim VfB Gartenstadt begann. Inzwischen hat er diese gravierenden Probleme hinter sich gelassen und hofft, dass seine SG ihre Startschwierigkeiten ad acta gelegt hat und noch viele Siege feiern darf.

Für den in Mannheim-Käfertal wohnhaften Lelek würde dies mit vielen Besuchen bei seinem älteren Bruder einhergehen. „Nach einem Sieg gönne ich mir meistens einen Burger im Laden meines Bruders auf der Schönau – die besten Burger Mannheims“, verrät Dustin lächelnd. Bruder Davis spielte lange selbst Fußball, widmet sich inzwischen primär seinem Laden „Nebsis Burger“, den er mit einem Partner eröffnet hat. „Nach einem Sieg bekomme ich einen aufs Haus“, erklärt Dustin – gerne auch wieder am Sonntag nach dem Topspiel. dbe