Die KSG will „alles verteidigen“
SV Fürth gastiert nach dem 8:0-Auftaktsieg gegen die Sportfreunde nun in Mitlechtern zum Kreisoberliga-Derby.
In der Fußball-Kreisoberliga ist gleich am zweiten Spieltag Derbyzeit angesagt: Schon am heutigen Donnerstag empfängt die KSG Mitlechtern den SV Fürth zum immer reizvollen Nachbarschaftsvergleich. Anpfiff ist um 19.45 Uhr. Den Rundenauftakt für beide Teams überstrahlte der 8:0-Kantersieg des SV Fürth gegen die nach einem Jahr Pause neu aufgestellte Mannschaft der Heppenheimer Sportfreunde. Die KSG musste sich dagegen beim Gastspiel bei Olympia Lorsch und damit einem Gegner, der zum Favoritenkreis zählt, mit 2:4 Toren geschlagen geben.
„Uns war bereits im Vorfeld klar, dass das Spiel gegen Lorsch sehr schwer wird, und genau so hat es sich dann auch dargestellt. Die Olympia hat verdient gewonnen, wenngleich wir es leider verpasst haben, in Führung zu gehen. Dann hätte es eventuell anders ausgesehen“, erklärt KSG-Trainer Ronny Sauer, der dann auch das Positive aus der Begegnung herausziehen will. „Wir haben dem Gegner stets Paroli geboten und das Spiel lange offen gehalten. Es gilt jetzt, am Ball zu bleiben und die einfachen Fehler abzustellen“, sagt er im Hinblick auf die heutige Partie gegen die Fürther.
Anwärter auf die Aufstiegsränge
„Der SV grüßt von der Tabellenspitze“, sieht Sauer in dem Gegner einen Anwärter auf die Aufstiegsränge. „Die Fürther haben sehr viele Spieler bekommen, die das Team auf ein höheres Level gehoben haben“, stellt er fest. Zwar konnte die KSG beim eigenen Wochenturnier 2:1 gegen den SV gewinnen, doch die Partie lief nur über 70 Minuten. „Das Spiel hätte nicht länger dauern dürfen“, blickt er zurück. Sauer erwartet eine spannende Auseinandersetzung. „Wir werden versuchen, alles zu verteidigen. Wir wollen leidenschaftlichen Fußball zeigen, bestehend aus kompakter Verteidigung, hoher Leistungsbereitschaft und intensiver Spielweise.“
Extrem leidensfähig
Nichts anderes erwartet Jochen Ingelmann, der Trainer des SV Fürth, von der KSG. „Mitlechtern ist ein sehr schwerer Gegner, vor allem auf dem eigenen Platz. Die Mannschaft ist extrem leidensfähig, ihr ist es auch egal, ob sie 90 Minuten lang verteidigen muss, denn sie wartet auf ihre Chancen im Umschaltspiel, und da ist die KSG sehr gefährlich, weil sie enorm viel Tempo nach vorne hat.“
Den 8:0-Erfolg gegen die neu zusammengestellten Sportfreunde will er indes nicht überbewerten. „Nach dem 4:0 hatten wir leichtes Spiel“, erklärt er, doch ihn störte eine kurze Phase nach dem 1:0, als sich seine Mannschaft einige Fehler erlaubte und so dem Gegner zwei, drei gute Chancen ermöglichte. Da will er ansetzen, denn „wir müssen 90 Minuten zu 100 Prozent konzentriert bleiben, denn andere Gegner nutzen solche Fehler konsequent aus“. Und so ist der erste Platz nach dem ersten Spieltag für ihn auch nur eine kurze Momentaufnahme.
Keine Fehler erlauben
Gerade in Mitlechtern darf sich seine Mannschaft keine Fehler erlauben, denn die werden dort in der Regel prompt bestraft, wie er weiß. „Die KSG hat einen Rahmen gefunden, in dem sie extrem stark ist. Die Mannschaft steht sehr tief und ist gut organisiert. Und mit Jens Klein haben sie einen Spieler bekommen, der mit seiner Aggressivität und Zweikampfstärke als Sechser optimal in das System passt.“
Dennoch wird der SV versuchen, sein Spiel durchzuziehen. „Wir wollen viel Ballbesitz haben und werden auch hoch pressen, aber wir wollen dem Gegner auch mal den Ball überlassen und ihm die Chance geben, im Aufbauspiel Fehler zu machen“, setzt Ingelmann auf eine gute Balance. Auch wenn einige Spieler wie Antonio Vucic oder Jason Behrman urlaubsbedingt fehlen und andere „kleinere Probleme“ haben, wird die Mannschaft dank der Kaderbreite gut bestückt sein, wie der Trainer verrät. Aber auch auf Mitlechterner Seite gibt es Ausfälle, Sauer muss ohne Max Dippel, Christoph Schneider, Pascal Eisele und Philippas Schmitt planen.