Handball

Drei-Punkte-Abzug trifft die HSG Bensheim/Auerbach

Vereine werden für fehlende Schiedsrichter bestraft. Auch der TV Siedelsbrunn ist betroffen.

Viele Vereine können immer noch nicht genügend Handball-Schiedsrichter stellen. Foto: Simon Hofmann
Viele Vereine können immer noch nicht genügend Handball-Schiedsrichter stellen.

Region. Die Rückrunde der Handball-Ligen der Region ist wenige Wochen alt, da bekamen einige Vereine unerfreuliche Post vom Verband: Die Strafen wegen fehlender Schiedsrichter erlangten inzwischen Rechtskraft. Und wie so oft in der Vergangenheit, ist es besonders der Punktabzug zum Rundenende, der viele Teams mehr schmerzt als die Geldstrafen.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Nach wie vor ist die geltende Reglung, dass Vereine, die zum wiederholten Male zu wenig Schiedsrichter stellen, nicht nur finanziell belangt werden, sondern dass ihrer höchstklassigsten Mannschaft auf Landesebene auch Punkte abgezogen werden.

Zwei Mannschaften hart getroffen

In dieser Runde trifft es innerhalb des Bezirks Darmstadt zwei Teams besonders hart: Die HSG Bensheim/Auerbach büßt in der Bezirksoberliga drei Zähler ein. Zwei Punkte bekommen die Bezirksoberliga-Handballerinnen des HC VfL Heppenheim abgezogen. Während die Heppenheimerinnen angesichts von 12:12 Punkten kaum Auswirkungen befürchten müssen, geht es für Bensheim ums Eingemachte. Derzeit hat die HSG 9:17 Zähler auf dem Konto und ist Achter, aber rechnet man die drei Punkte ab, dann befindet man sich mit 6:17 Punkten auf dem Vorletzten Rang, nur noch zwei Zähler vor Schlusslicht Heppenheim.

„Für uns geht es durch den Punktabzug nun erst mal darum, den Klassenerhalt zu sichern“, betont Trainer Moritz Brandt. Immerhin: In der Männer-Bezirksoberliga trifft es auch die HSG Rüsselsheim/Bauschheim, die zwei Punkte abgezogen bekommt und damit gleichauf mit den Bensheimern wäre. „Das kann bis zum Ende eine ganz enge Kiste werden“, befürchtet Brandt.

Siedelsbrunn verliert einen Punkt

Kaum Auswirkungen hat ein Ein-Punkt-Abzug auf den TV Siedelsbrunn in der 2. Bezirksklasse. Dort rangieren die Überwälder im Mittelfeld, haben kaum Chancen auf die Meisterschaft und absteigen kann man aus der untersten Liga auch nicht, was dem TV Seeheim zugutekommt: Der ist mit 0:14 Zählern Letzter und wird am Saisonende noch zwei Punkte abgezogen bekommen.

Ähnlich bitter, aber auf einem ganz anderen Leistungsniveau ist der Punktabzug für den TV Gelnhausen II. Als Schlusslicht der Oberliga (2:26) büßen sie vier Zähler ein und sind damit wohl kaum mehr vor dem Abstieg zu retten. Für den TV Groß-Rohrheim (6.) und den TSV Pfungstadt (5.) sollte der eine Zähler Abzug kaum von Belang sein.

Etwas anders könnte es sich für den TuS Zwingenberg in der Frauen-Oberliga darstellen. Die Bergsträßerinnen sind Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung auf Offenbach-Bürgel. Und sie werden am Rundenende genau einen Punkt abgezogen bekommen. Hier könnte das leidige Thema Schiedsrichtersoll, dass seit Jahren hitzig diskutiert wird, wieder einmal über den Aufstieg entscheiden, wenn nicht vorher klare Verhältnisse in Form eines ordentlichen Polsters geschaffen werden. mep