Eine Stunde in Unterzahl: SV Fürth zeigt Kampfgeist
Der SV Fürth spielt in der Gruppenliga 1:1 unentschieden gegen den FC 07 Bensheim - das Spiel kostet nach der Roten Karte für Lars-Eric Schwinn aber viel Kraft.
Fürth. Über eine Stunde spielte der SV Fürth nach der Roten Karte für Lars-Eric Schwinn in Unterzahl und lag Mitte der zweiten Hälfte auch mit 0:1 zurück – dass es dennoch zu einem Unentschieden im Heimspiel gegen den FC 07 Bensheim reichte, stellte Trainer Jochen Ingelmann letztlich zufrieden. „Wenn wir weiter so mannschaftlich geschlossen verteidigen, werden wir auch wieder unsere Siege holen“, sagte Ingelmann und spielte auf das 1:1 zuvor in Büttelborn an.
Die Bensheimer, die erst einen Punkt holten, hatten eigentlich nur zwei Chancen. Die erste führte in der 67. Minute zur Führung, als Patrick Geissinger eine Flanke mit dem Kopf abfälschte, der Ball landete im Rückraum vor den Füßen von Niclas Blüm, der ins Eck abschloss. SV-Torwart David Hummel bekam nur noch den Handschuh dran.
Ingelmann zählte für seine Mannschaft mehrere große Chancen. Aber nur Jure Vucic traf nach einem Freistoß von Flohr in der 77. Minute mit dem Kopf zum 1:1. Drei Minuten vor dem Abpfiff verpasste Robin Weber nach einer Flanke von Böhmer den Siegtreffer. Bereits in der ersten Hälfte vergaben Marx (15.) und Flohr (35.), dann traf Yannick Marx noch mal die Latte (38.). Zu diesem Zeitpunkt war Fürth schon in Unterzahl, denn Schwinn musste nach einem groben Foulspiel vom Platz. „Eine harte Entscheidung“, kommentierte Ingelmann. Schwinn wird dem SV Fürth am Sonntag (15 Uhr) somit fehlen, wenn Tabellenführer FSG Riedrode zu Gast ist.
Am Sonntag kommt Riedrode
Die Gäste gewannen am Mittwoch gegen den TSV Altheim auch das vierte Spiel und stehen etwas überraschend mit zwölf Punkten allein an der Spitze. „Riedrode war schon am Ende der vergangenen Saison richtig gut. Jetzt haben sie natürlich einen Megaflow“, sagt Ingelmann. Immerhin kehrt Patrik Babic aus dem Urlaub zurück. Auch Toni Vucic, Robin Weber und Björn Kabel sind wieder da. Kabel wurde gleich am Mittwoch nach der roten Karte ins Wasser geworfen und zeigte eine „bärenstarke“ (Ingelmann) Leistung. Allerdings hat das Spiel in Unterzahl viel Kraft gekostet, „denn wir sind 60 Minuten maximal marschiert“, sagt der Fürther Trainer.
SV Fürth: Hummel - J. Vucic, Geissinger, Böhmer (90.+3 Thaller), Schwinn, Eckstein (76. Weber), Incirkus (35. Kabel), Jöst, Weise, Flohr (86. A. Vucic), Marx.
Tore: 0:1 N. Blüm (67.), 1:1 J. Vucic (77.). beg