Fußball

Gruppenliga: FC Fürth holt in Unterzahl den ersten Sieg

Gruppenliga-Aufsteiger FC Fürth gewinnt beim Vizemeister Fehlheim mit 2:1. Beim 1:1 des SV Fürth in Büttelborn bricht sich Toni Mahl die Hand.

Jan Gebhardt (hier am Ball im Spiel gegen Groß-Bieberau) bereitete das 1:0 des FC Fürth in Fehlheim stark vor. Foto: Katrin Oeldorf
Jan Gebhardt (hier am Ball im Spiel gegen Groß-Bieberau) bereitete das 1:0 des FC Fürth in Fehlheim stark vor.

Fürth. Im dritten Anlauf hat es für Aufsteiger FC Fürth geklappt: Der erste Sieg in der Fußball-Gruppenliga ist eingetütet – und das nicht gegen irgendwen, sondern beim amtierenden Vizemeister VfR Fehlheim, wo es am Sonntag einen 2:1 (1:1)-Erfolg zu bejubeln gab. Den erreichte Fürth sogar in Unterzahl, nachdem Philipp Turzer in der Endphase nach der zweiten Gelben mit Gelb-Rot vom Feld musste (86.).

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Entsprechend groß war die Freude beim FC: „Dieser erste Sieg fühlt sich sehr gut an. Wir freuen uns mega, gerade hier in Fehlheim gewinnt man nicht alle Tage“, jubelte Andreas Adamek, der in Hälfte eins mit einem gefährlichen Freistoß fast selbst getroffen hätte. Das übernahm Mitte des Abschnitts Luca Sielmann, der keine Mühe hatte, die bärenstarke Vorarbeit von Jan Gebhardt über die linke Seite zu veredeln - 0:1 (26.).

Kurz vor der Pause forderte Fürth nach einem Vergehen an Ole Gärtner im Strafraum Elfmeter. Schiedsrichter Luka Simic ließ aber weiterlaufen. Fehlheim konterte, scheiterte erst noch an der Latte, ehe Paul Herbel den Nachschuss gekonnt per Außenrist zum 1:1 in den Winkel schweißte (44.). Die zweite Halbzeit verlief daraufhin ausgeglichen, mit Chancen hüben wie drüben. Es war schließlich Gärtner, der auf den nicht verhängten Elfmeter seine ganz persönliche Antwort gab – im Nachsetzen traf er zum 2:1 für den FC (73.). Vizemeister Fehlheim stemmte sich danach vehement gegen die drohende erste Saisonniederlage. Doch die Gäste von Ralf Ripperger wehrten sich ebenfalls mit allem, was sie zu bieten haben – und wurden schließlich mit dem Schlusspfiff zum ersten Gruppenliga-Sieg der Saison erlöst: „Wir haben unfassbar gut verteidigt“, lobte Trainer Ripperger. Der nächste Auftritt wartet am Sonntag beim TSV Altheim (15 Uhr).

FC Fürth: Ihrig - Sielmann, Nerabi, Ernst, Knauer, Adamek, Turzer, Kaffenberger (62. Gehbauer), Gärtner, Gebhardt, Jaija.

Tore: 0:1 Luca Sielmann (26.), 1:1 Herbel (44.), 1:2 Gärtner (73.). Gelb-Rot: Turzer (86.).

SV Fürth - SKV Büttelborn 1:1 (0:0)

Der Punkt des SV Fürth bei der SKV Büttelborn stand am Sonntag unter dem Einfluss der schweren Verletzung von Jungspund Toni Mahl. Nach einer guten halben Stunde ging SKV-Akteur Matej Tomic den 18-Jährigen an der Eckfahne knallhart an, Mahl fiel so unglücklich, dass er sich das Handgelenk brach. „Der Gegner hat leider die Sportart verwechselt, dachte, er sei beim Ringen. Das sah schon extrem aus“, sagte Fürths Trainer Jochen Ingelmann zur unschönen Szene, nach der Tomic mit Gelb davonkam (35.). Für Mahl kam Yannick Marx in die Partie, die der Gast bis dahin klar diktiert hatte.

„Wir haben uns in Halbzeit eins sechs, sieben Hochkaräter erarbeitet, kamen über außen, vor allem über rechts, immer wieder zu Durchbrüchen – aber der Gegner hatte immer noch ein Bein dazwischen“, blickte Ingelmann auf „eine extrem gute erste Hälfte“, in der einzig die Belohnung ausblieb.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Die Begegnung wurde offener, beide Seiten kamen zu guten Offensivszenen – und nach einer knappen Stunde belohnten sich die Gäste quasi nachträglich für ihre starke Leistung. Nach Ballgewinn tief in der eigenen Hälfte setzte der just gekommene Robin Weber rechts Jonas Flohr in Szene, dessen Hereingabe mit dem zweiten Kontakt Lars-Eric Schwinn nur noch eindrücken musste – 0:1 (57.).

Damit war der Bann endlich gebrochen, doch die Freude über die Führung währte nur kurz: Büttelborn schlug postwendend zurück. Nach einem Einwurf rutschte die folgende Linksflanke durch und Marcel Levy besorgte den Rest – 1:1 (60.), zugleich der Endstand vor 180 Zuschauern. Fürth kam durch Medet Incirkus und Marx zwar noch zu zwei guten Chancen, musste aber am Ende mit der Punkteteilung leben, was angesichts der dominanten ersten Hälfte nicht so leichtfiel.

SV Fürth: Hummel - Geissinger, Böhmer, Flohr, Mahl (35. Marx), J. Vucic, Schwinn (87. Thaller), Eckstein (54. Weber), Incirkus, Jöst, Weise.

Tore: 0:1 Schwinn (57.), 1:1 Levy (60.). dbe