5:2 gegen Fehlheim: Der SV Fürth steht erneut im Kreispokalfinale
Aller guten Dinge sind tatsächlich drei! Auch der dritte Vergleich zwischen dem SV und dem Gruppenliga-Rivalen aus dem Bensheimer Stadtteil ging am Mittwochabend an die Odenwälder.
Fürth. Vier Tage nach ihrer Partie in der Fußball-Gruppenliga kam es am Mittwoch im Kreispokal-Halbfinale zum raschen Wiedersehen zwischen dem VfR Fehlheim und dem SV Fürth – erneut mit dem besseren Ende für den Aufsteiger. Angeführt vom überragenden Björn Kabel feierte Titelverteidiger Fürth auf dem eigenen Kunstrasen vor 250 Besuchern einen 5:2 (3:1)-Sieg und bescherte Fehlheim somit im dritten Saisonduell die dritte Niederlage, nachdem der SVF am Samstag auswärts mit 2:1 gesiegt hatte.
Eigentlich hätte auch die Pokalpartie im Bensheimer Stadtteil stattfinden sollen, wegen Flutlicht-Problemen in Fehlheim war sie aber kurzfristig nach Fürth verlegt worden, wo die offiziell als Gast antretende Elf von Trainer Jochen Ingelmann einen Topstart erwischte. Nach präziser Ecke von Nils Eckstein durfte Verteidiger Marius Möldner überraschend frei zur frühen Führung einköpfen (5.) – gefolgt von einem Schockmoment für alle: VfR-Verteidiger Smajil Sadic verletzte sich bei einer unglücklichen Aktion schwer am Knie und musste üble Schmerzen ertragen, ehe er ins Krankenhaus gebracht wurde (16.).
Sonderlob für Björn Kabel
Nach der Unterbrechung kam Fehlheim durch Torjäger Egson Gashi ebenfalls nach einer Ecke per Kopf zum 1:1 (23.). Doch Fürth reagierte kaum geschockt – und stellte dank Kabel die Weichen noch vor der Pause auf Sieg: Nach einem Seitenwechsel von Yannick Marx steckte Konstantin Braun auf rechts durch für Nicolas Böhmer, dessen Hereingabe Kabel aus kurzer Distanz eingrätschte – 1:2 (33.). Wenig später hebelte Kabel per genialem Pass Fehlheims Abwehr komplett aus. Marx hatte freie Fahrt und erhöhte auf 3:1 (42.).
„Björn war herausragend, hat unfassbar viele Bälle festgemacht und sich immer wieder gegen Fehlheims erfahrene Verteidiger behauptet“, lobte Ingelmann, der nach der „sehr guten ersten Halbzeit“ erlebte, wie Fürth in Hälfte zwei einige Konterchancen vergab und nach dem 2:3 durch Paul Herbel noch einmal zittern musste (67.). „Da haben wir es verpasst, früher den Deckel draufzumachen“, so Ingelmann.
Das sollte sich diesmal aber nicht rächen, denn kurz vor dem Ende stellte der zur Pause für den angeschlagenen Braun (Oberschenkel) gebrachte Adis Dolicanin nach Marx-Steckpass auf 4:2 (89.), gefolgt von Marx’ zweitem Streich zum Endstand (90.+4).
„Man hat gemerkt, wie wichtig uns das Spiel ist und wie sehr wir wieder ins Finale wollten. Wir sind als Team aufgetreten und freuen uns jetzt riesig auf das Finale. Das sind genau die Spiele und Momente, für die man ein Leben lang Woche für Woche trainiert“, blickt Kabel schon mal voraus.
Zweites Halbfinale am 30. April
Im Finale treffen die Fürther nun entweder auf den klar favorisierten Hessenligisten SV Unter-Flockenbach oder den Kreisoberligisten Eintracht Bürstadt. Das zweite Halbfinale findet am kommenden Mittwoch, 30. April, in Bürstadt statt. Anpfiff ist um 19 Uhr.
Vor Jahresfrist hatten die Grün-Weißen einer spektakulären Saison die Krone aufgesetzt und nach der Meisterschaft auch den Kreispokal gewonnen. Im Finale hatte sich der frisch gebackene Kreisoberliga-Meister gegen den Favoriten Eintracht Wald-Michelbach mit 5:4 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen durchgesetzt.
SV Fürth: Fürth: Hummel; J. Vucic, Geissinger, Böhmer (82. Eckstein), A. Vucic, Kabel, Eckstein (76. Burk), Incirkus (71. Schumacher), Möldner, Marx, Braun (46. Dolicanin).
Tore: 0:1 Möldner (5.), 1:1 Gashi (23.), 1:2 Kabel (33.), 1:3 Marx (42.), 2:3 Herbel (67.), 2:4 Dolicanin (89.), 2:5 Marx (90.+4). – Zuschauer: 250. – Schiedsrichter: Fabien Mink. – Zeitstrafe: Frick (VfR; 90.+2). – Beste Spieler: Gashi, Herbel / Kabel, A. Vucic.