Gruppenliga: Wie reagieren SV Fürth und die SG Wald-Michelbach?
In der Gruppenliga haben der SV Fürth und die SG Wald-Michelbach nach ihren Auftakt-Schlappen etwas gutzumachen.
Fürth. Sowohl für den SV Fürth als auch für die SG Wald-Michelbach lief der Start in der Fußball-Gruppenliga sehr bescheiden: Beide Odenwälder-Teams kassierten jeweils heftige 1:6-Schlappen. Parallelen gibt es nun auch vor dem zweiten Spiel, denn beide treffen an diesem Sonntag auf Gegner, gegen die es letzte Saison nicht einen Punkt zu holen gab.
Der Vorjahresvierte Fürth empfängt um 17 Uhr zur Heimpremiere den FC Alsbach, dem zuletzt nur einen Punkt vor Absteiger TSV Höchst die Rettung gelang – auch dank des 3:1-Siegs im Endspurt in Fürth, den SVF-Trainer Jochen Ingelmann aber einzuordnen weiß: „Wir waren damals mit den Köpfen schon beim Kreispokalfinale, haben darauf den Fokus gelegt und in der Liga schleifen lassen.“ Das knappe Hinspiel-2:3 lag derweil in einer Phase mit massiven Fürther Auswärtsschwächen, die der Aufsteiger erst später in den Griff bekam. Nun soll im dritten Duell mit Alsbach der erste Sieg her - wohlwissend, dass dann kein Schönheitspreis zu gewinnen ist: „Alsbach kommt weniger über das Fußballerische, sondern kompakte Abwehrarbeit und schnelles Umschalten. Sie verdienen sich wirklich das Prädikat eklig“, erwartet Ingelmann ein komplett anderes Spiel als beim spielstarken TSV Auerbach.
Jedoch unter personell wieder ganz anderen Voraussetzungen, was ihm Hoffnung macht. Nachdem das halbe Team wegen de Hochzeit von Verteidiger Jure Vucic gefehlt hatte, kehren neben Abwehrchef Patrick Geissinger und dem frisch Vermählten weitere Leistungsträger zurück. „Personell ist es wieder klar besser“, sagt Ingelmann, der ob der ausgeglichenen Liga betont: „Wir müssen so schnell wie möglich anfangen zu punkten.
Gleiches gilt für Wald-Michelbach, das mit dem 1:6-Heimdebakel gegen Aufsteiger TSV Seckmauern katastrophal loslegte. „Wir haben diese Woche hart an uns gearbeitet und den Auftakt auch mittels Videoanalyse aufgearbeitet“, verrät der verletzte Spielertrainer Andreas Lerchl. Die Erkenntnis daraus: „Wir haben sauschlecht verteidigt.“ Vier der sechs Gegentore entsprangen krassen individuellen Fehlern. Die will und muss der Vorjahresachte im ohnehin kniffligenAuftritt beim VfR Fehlheim dringend abstellen, um am Sonntag ab 15 Uhr beim Vizemeister eine Chance zu haben.
„Fehlheim ist ein Mit-Favorit
„Fehlheim ist ein Titel-Mitfavorit“, weiß Lerchl, der mit Trainerkollege Nico Garotti nach dem Fehlstart daher nur umso mehr auf Kompaktheit setzen wird. Ob die personell nach wie vor geschwächten Überwälder ihren Plan umgesetzt bekommen, erscheint nach dem ernüchternden Auftakt fraglich – wobei sich Lerchl, der wieder auf den privat verhinderten Mittelfeldspieler Philip Trares bauen kann, auch hoffnungsfroh gibt: „Vielleicht hat das Team die klare Schlappe einfach gebraucht, um zu kapieren, dass es so nicht geht. In Fehlheim rechnet sowieso jeder mit der Niederlage, vielleicht ist das für uns eine Chance.“ Letzte Saison unterlag die SG beim Vizemeister mit 1:4, das Rückspiel endete 1:2. dbe