Handball

HSG Weschnitztal kassiert die erste Saisonniederlage

Nach 19 Spielen erwischt es die HSG Weschnitztal beim 28:29 in Rintheim. Die Frauen der HSG Fürth/Krumbach geben den Sieg aus der Hand.

Timo Zehrbach kassierte mit der HSG Weschnitztal die erste Saisonniederlage. Foto: Katrin Oeldorf
Timo Zehrbach kassierte mit der HSG Weschnitztal die erste Saisonniederlage.

Jetzt hat es die HSG Weschnitztal doch noch erwischt: Nach 19 Spielen ohne Niederlage standen die Odenwälder am Samstagabend beim Tabellenzehnten TSV Rintheim erstmals mit leeren Händen da, unterlagen denkbar knapp mit 28:29 (13:14). Damit ist auch klar: Die Meisterschaft für Weschnitztal wird noch einmal aufgeschoben. Am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Walzbachtal kann es noch nicht reichen, erst nach Ostern sollte es dann aber so weit sein.

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„Heute hatten wir auch wirklich keinen Punkt verdient. Wir hatten eine schlechte Chancenverwertung und waren in den entscheidenden Situationen auch nicht clever genug“, resümierte HSG-Trainer Marcus Gutsche. So landeten beispielsweise fünf Abpraller bei den Rintheimern, eine Zeitstrafe wegen Meckerns ärgerte Gutsche zudem maßlos. „Wir waren heute nicht gut besetzt, hatten einige Ausfälle, aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mir nicht gefallen. Wir müssen da schon souveräner auftreten“, haderte der Coach.

Schon in der ersten Hälfte lief Weschnitztal immer einem knappen Rückstand hinterher, geriet dann nach dem Seitenwechsel sogar mit 17:22 (43.) ins Hintertreffen. In der Schlussphase kämpfte sich die HSG noch einmal heran, schaffte 42 Sekunden vor dem Ende den Anschlusstreffer, wehrte den nächsten Rintheimer Angriff ab und kam tatsächlich noch einmal in Ballbesitz. „Wir hatten mit der letzten Aktion den Ausgleich in der Hand – aber das wäre heute wirklich zu viel des Guten gewesen“, so Gutsche.

HSG Weschnitztal: Kiss, Nils Heckmann - Mitrovic (9), Clemens (5), Dietrich (3), Niklas Zehrbach (1), Timo Zehrbach (4), Wiegand (1), Lars Heckmann (2), Hammann (3), Beschorner.

TSV Rot-Malsch III - HSG Weschnitztal II 32:28

Eine gute Leistung lieferte die HSG Weschnitztal II in ihrem Bezirksliga-1-Auswärtsspiel beim Tabellenvierten TSV Rot-Malsch III ab, konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Mit 28:32 (15:17) unterlag das Schlusslicht, das sich aber insbesondere im Angriff stark verbessert zeigte. „Leider haben wir noch einige Chancen ausgelassen, sonst wäre es noch enger gewesen“, meinte HSG-Spieler David Wieder, der den Gastgebern Respekt zollte: „Rot-Malsch ist schon eine richtig starke Mannschaft, die uns vor allem im Rückraum deutlich überlegen war. Dennoch konnten wir mithalten“, so Wieder, der seinem Keeper Fabian Otte eine starke Vorstellung attestierte: „Er hat viele schwere Bälle pariert und uns dadurch im Spiel gehalten.“ Als die Odenwälder in der Schlussphase mehrfach auf drei Tore verkürzten, nachdem sie zwischenzeitlich schon 19:26 (44.) zurücklagen, keimte kurzzeitig Hoffnung auf, aber beim 27:31 (58.) war die Niederlage dann doch besiegelt.

HSG Weschnitztal II: Otte - Beschorner (5), Dörsam, Ripper (1), Clemens (6), Albrecht, Postel (4), Arnold, Marquard, Winkler, Bürner (4), Thorsten Eckstein (8/3), Wieder. mep

FSG Lola - HSG Fürth/Krumbach 31:31

Gar nicht zufrieden konnte am Samstagabend Martin Guthier sein. Der Trainer des Frauenhandball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach musste bei der FSG Lola ein 31:31-Unentschieden quittieren, nachdem sein Team im ersten Abschnitt noch deutlich überlegen war und mit einem 17:13 in die Pause ging. „Zu diesem Zeitpunkt hätten wir sogar deutlicher führen müssen, aber eigentlich war alles in Ordnung“, so Guthier, dem die vielen Gastgeschenke im zweiten Abschnitt gar nicht in den Kram passten. „Da waren wir viel zu nachlässig – sowohl in der Chancenverwertung als auch in der Deckungsarbeit“, bemängelte er. In den ersten 30 Minuten legte Fürth/Krumbach immer vor, führte mehrfach mit vier Toren und beim 14:9 (24.) schien alles für die Odenwälderinnen zu sprechen. Doch die Lolas steckten nicht auf, erwiesen sich nach dem Seitenwechsel als unbequemer, kampfstarker Gegner und beim 21:21 (42.) war alles wieder offen. Als die Gastgeberinnen sogar vorlegten (24:23, 45.) stellte Guthier seine Abwehr noch einmal um, ließ erst mit einer doppelten engen Deckung agieren, kurz darauf wieder in der 5:1. „Von da an war es dann wieder etwas besser und wir haben uns zurückgekämpft“, so der HSG-Coach. Als Andreas Kloth – an diesem Tag beste Fürther Spielerin mit viel Zug zum Tor – zwei Minuten vor dem Ende ihr Team wieder in Führung brachte (31:30), schien ein Sieg greifbar. Doch die nächsten drei (!) Angriff verpufften und die FSG Lola markierte wenige Sekunden vor dem Ende doch noch den 31:31-Ausgleich und ließ die Fürtherinnen ratlos zurück. „Das war völlig unnötig“, resümierte Guthier.

HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff - Brandenburger (11/5), Beye, Annika Dörsam (2), Zaplatilek (1), Reimund (2), Johanna Dörsam, Jana Dörsam (2), Roth, Jöst (5), Kloth (6), Dingeldein (2).

FSG Biblis/Gernsheim - HSG Fürth/Krumbach II 17:27

„Das war heute in Angriff und Abwehr eine geschlossen starke Teamleistung“, lobte Gerald Röder, Trainer des Frauen-A-Ligisten HSG Fürth/Krumbach II nach dem 27:17 (11:8)-Erfolg beim Liga-Vierten FSG Biblis/Gernsheim. Nur in der Anfangsviertelstunde hatte Fürth etwas Probleme, dann steigerte sich das Team offensiv und defensiv gleichermaßen und setzte sich von 8:8 bis auf 19:8 (45.) ab. „Diese Phase ohne Gegentor war natürlich entscheidend“, so Röder. Biblis versuchte zwar noch einmal alles, stellte mehrfach die Deckung um, „aber wir hatten immer die passende Antwort parat, auch wenn wir viel gewechselt haben“, freute sich Gerald Röder, der allen Spielerinnen lange Einsatzzeiten gewährte.

HSG Fürth/Krumbach II: Müller, Schütz - Helferich (7/6), Laupichler (2), Hahn (2), Bähr, Malin Dörsam (1), Ehret (3), Renner (6), Weber, Kusch, Bauer (2/1), Geiß (3), Emma Dörsam (1).

HSG Fürth/Krumbach II - SV Erbach II 33:26

„Eine sehr gute Mannschaftsleistung“ attestierte Ingo Trumpfheller, Trainer des Männer-A-Ligisten HSG Fürth/Krumbach II, seinem Team nach dem 33:26 (10:12)-Derbysieg gegen den SV Erbach. Besonders die zweite Hälfte gefiel dem Coach sehr gut, als aus einer starken Deckung heraus ein druckvolles Angriffsspiel aufgezogen wurde. Allerdings fand Fürth schwer in die Partie, lag mit 3:8 hinten (9.), weil man sich technische Fehler in der Offensive erlaubte, die Erbach zu einfachen Kontertoren nutzte. „Aber das hat uns nicht irritiert“, so Trumpfheller, der eine recht defensive 6:0-Formation in der Deckung wählte und damit Erbach im weiteren Verlauf den Zahn zog.

Beim 8:9 (21.) war Fürth/Krumbach schon dran, nach dem Seitenwechsel ging die HSG schnell mit 16:13 (36.) in Führung. „Das hat uns dann auch Sicherheit gegeben“, fand Trumpfheller, der nun auch die taktische Linie im Angriff aufgehen sah. Gegen die offensiven Gäste zogen die HSG-Spieler immer wieder auf die Nahtstellen, insbesondere Malte Jäckel und Nils Klink zeichneten sich dabei aus. Nach dem 19:17 (44.) erhöhte Fürth entscheidend auf 22:17 (45.) und 27:22 (51.) und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. „Das hat heute wirklich Spaß gemacht, den Jung zuzuschauen“, lobte Trumpfheller.

HSG Fürth/Krumbach II: Alexander Schmitt, Dorn - Andreas Schmitt, Daubner, Klink (4), Malte Jäckel (3), Meiß (3), Herdner (3), Weber (7), Schütz (4), Raabe (1), Camcioglu (2), Brunnengräber (6/5). mep