Fußball

Nico Garotti bekommt das Vertrauen

Langjähriger Spieler wird neuer Trainer beim Gruppenliga-Aufsteiger SG Odin Wald-Michelbach.

Als Spieler hat sich Nico Garotti (links) bei der SG Wald-Michelbach seine Sporen verdient, nun bekommt er das Vertrauen als Trainer geschenkt. Foto: Sascha Lotz
Als Spieler hat sich Nico Garotti (links) bei der SG Wald-Michelbach seine Sporen verdient, nun bekommt er das Vertrauen als Trainer geschenkt.

Die SG Odin Wald-Michelbach setzt bei der Frage nach einem neuen Trainer auf eine interne Lösung: So wird nun der langjährige Spieler Nico Garotti die sportliche Verantwortung beim Meister der Kreisoberliga übernehmen und die Mannschaft als Nachfolger von Daniel Hahn in die Gruppenliga führen, wie Fußball-Abteilungsleiter Dimitri Loenko im Gespräch mit unserer Sportredaktion bekannt gab.

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„Nico hat in den vergangenen Jahren immer wieder mal als Co-Trainer fungiert und seitdem eine sehr gute Entwicklung durchlaufen. Zudem hat er aus dem Spielerkreis heraus Führungsaufgaben übernommen, wodurch er bei der Mannschaft hohe Anerkennung genießt. Er verfügt über eine große Fachkenntnis, und so wie er dies rüberbringt, eignet er sich unserer Auffassung hervorragend als Cheftrainer. Deshalb war er der erste Ansprechpartner für uns, und in den Gesprächen haben wir schnell gemerkt, dass er den Weg gemeinsam mit uns gehen will“, nennt Loenko die Hauptgründe für die Entscheidung, Garotti das Vertrauen zu schenken. Und als langjähriger Spieler stellt er die optimale Schnittstelle zwischen Trainerteam und Mannschaft dar.

Große Lernbereitschaft

Was den Verantwortlichen zudem gut gefallen hat, ist die große Lernbereitschaft, die der neue Coach zeigt. „Er war sehr interessiert an Weiterbildungsmöglichkeiten, die wir von Vereinsseite aus anbieten können“, denkt Loenko nicht nur an die offiziellen Trainerfortbildungen von Verbandsseite, denn die SG hat auch gute Verbindungen zu den Bundesligisten TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt. „Über die beiden Vereine haben wir die Möglichkeit, ihn beispielsweise bei Profitrainern hospitieren zu lassen.“

Für die Verantwortlichen der Wald-Michelbacher war es vor allem auch im Hinblick auf die Gruppenliga sehr wichtig, einen Trainer zu verpflichten, der der Mannschaft den erforderlichen taktischen Feinschliff für die große Herausforderung gibt. „Wir haben in der Kreisoberliga die mit Abstand meisten Tore geschossen, aber 1,5 Gegentreffer pro Spiel im Schnitt sind einfach zu viel. Da gilt es anzusetzen, denn auf diesem Niveau brauchen wir viel mehr defensive Stabilität“, unterstreicht der Fußball-Abteilungsleiter.

Aber nicht nur defensiv soll und muss sich die Mannschaft weiterentwickeln, sie soll auch variabler hinsichtlich des Spielsystems werden. „Wir wollen zunächst wieder zur Viererkette zurückkehren, wollen aber mehrere Systeme spielen können“, macht Loenko die Erwartungen, die sich durch die neue Spielklasse ergeben, deutlich.

Garotti soll auch einen Co-Trainer zur Unterstützung bekommen, hier befinden sich die Verantwortlichen der SG aber noch in Gesprächen. „Da sind wir aufgrund der kurzen Zeit noch dran. Wir würden gerne einen externen Co-Spielertrainer verpflichten, angesichts der fortgeschrittenen Zeit wird das aber schwierig, hier noch jemanden zu finden“, so Loenko, der deshalb auch hier mit einer internen Lösung rechnet.

David Schmidt bleibt

Garotti wird in der kommenden Saison auf die – fast – komplette Meistermannschaft bauen können. Denn bei der Meisterschaftsfeier am Mittwochabend hat nun auch Torschützenkönig David Schmidt seine Zusage für ein weiteres Jahr bei der SG gegeben. So hat der Verein mit Tim Walz nur einen Abgang zu verzeichnen. Zwei Neuzugänge stehen indes schon fest. So kommt mit Denis Dörsam ein sehr zweikampfstarker Spieler vom SV Lörzenbach nach Wald-Michelbach, außerdem schließt sich Timo Fischer von der TSV Auerbach dem Gruppenliga-Aufsteiger an.

Auch beim Thema Verstärkungen setzt der Verein auf das gute Netzwerk, das sich Garotti in seiner Zeit als Spieler aufgebaut hat. „Sollten wir in der Winterpause sehen, dass wir einen Schub auf dem Transfermarkt brauchen, können wir darauf zurückgreifen“, erklärt Loenko auch im Hinblick auf die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten der Wald-Michelbacher und kündigt an, dass „wir weiterhin die Augen offenhalten werden“.