Fußball

SV Unter-Flockenbach ist kurz ohne Trainer

Co-Trainer Daniel Limonciello steht am Samstag beim SV Unter-Flockenbach gegen die SG Bornheim in der Verantwortung.

Der 20-jährige Neuzugang Simon Katich (rechts im Spiel gegen den VfR Groß-Gerau) wurde beim SV Unter-Flockenbach bisher in allen fünf Spielen gesetzt. Foto: Fritz Kopetzky
Der 20-jährige Neuzugang Simon Katich (rechts im Spiel gegen den VfR Groß-Gerau) wurde beim SV Unter-Flockenbach bisher in allen fünf Spielen gesetzt.

Unter-Flockenbach. Videoanalyse und Belastungssteuerung standen am Montag bei den Verbandsliga-Fußballern des SV Unter-Flockenbach auf dem Plan. Die Aufarbeitung der 2:4-Niederlage bei Germania Ober-Roden übernahm zu Wochenanfang noch Neu-Trainer Lukas Cambeis, ehe sich der seit Sonntag 34-Jährige in einen länger geplanten einwöchigen Urlaub verabschiedete.

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Beim Geburtstag auf dem Fußballplatz bekam Cambeis im Spiel beim neuen Tabellenzweiten schon mehr von dem zu sehen, was er sich für sein Team vorstellt: „Ballbesitzorientierter Fußball“, wie er selbst sagt. „Das ist unser neuer Weg. Und das sah im zweiten Spiel schon besser aus“, erklärt Unter-Flockenbachs neuer Co-Trainer Daniel Limonciello, der seit Jahren mit Cambeis zusammenarbeitet, so auch bei den vorherigen Stationen TSG Weinheim und FC Astoria Walldorf.

Bei der Feuertaufe des neuen Trainerteams (nach nur einer Einheit) hatten die „Flockies“ Mittwoch letzter Woche einen 2:0-Heimerfolg über den VfR Groß-Gerau gefeiert. Im nächsten Heimspiel am Samstag gegen den Ligadritten SG Bornheim (15.30 Uhr) erhofft sich Limonciello bei seiner Premiere als offizieller Trainer auf dem Spielberichtsbogen den nächsten Sieg.

„Anlaufen gegen den Ball“

„Bornheim ist mit neun Punkten überraschend gut gestartet, nachdem sie im Vorjahr lange gegen den Abstieg spielten“, sagt Markus Müller zum SVU-Gegner um Trainer und Ex-Profi Taner Yalcin (u.a. 1. FC Köln), wobei der sportliche Leiter des Hessenliga-Absteigers festhält: „Das neue Trainerteam widmet sich fast ausschließlich dem eigenen Spiel. Unter B-Lizenzinhaber Limonciello, Co-Trainer-Kollege Phillip Müller und Torwarttrainer Nicolas Schütz stand am Mittwoch nach der Einstimmung mit einem „Anlaufen gegen den Ball“ das Offensivspiel im Fokus. Neuzugang Yann Germies fehlte dem SVU dort zuletzt wegen Krankheit. Ebenso Defensivspieler Jens Bundschuh, beide sollen am Freitag im Abschlusstraining wieder dabei sein.

Fabio Schaudt, der in Ober-Roden einen Schlag auf die Wade bekam, und Neuzugang Fabio Lo Porto (Knöchelverletzung) kehrten am Mittwoch zurück. Die am Sonntag ebenfalls krank angeschlagenen Matthias Kuhn, Jan Mayer und der privat verhinderte Ilya Ertanir stehen wieder voll bereit. Derweil muss sich Julian Marquardt, der vom Oberligisten Wormatia Worms zurückgeholt wurde, weiter gedulden. Der 25-jährige Offensivspieler, vorne sehr flexibel einsetzbar, verpasste verletzungsbedingt die Vorbereitung und wird nach dem geplanten Einstieg am Freitag wohl noch bis zu vier Wochen fehlen. Marius Kamuff musste im Training beruflich kürzertreten, Müslüm Arikan kränkelte ebenfalls.

Einen Spagat schaffen

Für sie als neues Trainerteam sei der Einstieg in der laufenden Runde generell nicht unproblematisch, sagt Limonciello: „Die Jungs lernen viel dazu. Wir müssen in dieser Zeit aber auch den Spagat schaffen, trotz Lernphase ordentlich zu punkten“, sagt der 34-Jährige – und blickt „dahingehend zuversichtlich“ aufs „Cheftrainer“-Debüt gegen Bornheim. (dbe)