Warum Noah Hannawald in Wald-Michelbach wieder Spaß hat
Stürmer Noah Hannawald blüht bei Eintracht Wald-Michelbach nach einer schwierigen Phase wieder auf. Diese Torvorgabe gibt ihm Trainer Ralf Ripperger.
"Bisher lief es für uns noch nicht so gut – aber das kann sich alles noch mal wenden“, ist Noah Hannawald überzeugt. Der Angreifer von Fußball-Verbandsligist Eintracht Wald-Michelbach war im jüngsten Heimspiel derjenige, der spät für eine Wendung sorgte. Gegen den SKV Rot-Weiß Darmstadt traf der 20-Jährige kurz vor Schluss zum 1:1 und rettete seinem Team nach zwei klaren Auswärtsschlappen zuvor noch einen Zähler.
Während es für die Eintracht mit elf Punkten aus acht Spielen und Rang neun noch nicht ganz wunschgemäß läuft, kann sich Hannawald über seine persönliche Ausbeute nicht beschweren – fünf Tore und eine Vorlage in sieben Einsätzen: „Eine sehr gute Quote. Die Werte sprechen eigentlich für sich, wobei ich sogar noch mehr Tore hätte erzielen können“, sagt der antrittsschnelle und technisch versierte Offensivspieler auch etwas selbstkritisch.
Die Mutter ist aus Kamerun
Seine fußballerischen Fertigkeiten hat der Sohn eines Deutschen und einer Kamerunerin in arrivierten Nachwuchsabteilungen entwickelt. In Essen geboren, zog es die Familie, seine Eltern, zwei ältere Schwestern und ihn nach Lampertheim, wo er beim dortigen VfB mit sechs Jahren mit dem Fußball anfing. Nach dem Wechsel zum TV Lampertheim machte er mit starken Auftritten früh auf sich aufmerksam und ging zum SV Waldhof Mannheim, wo er noch mehr ins Visier der Großklubs geriet. „In der U12 und U13 habe ich sehr gute Zahlen geliefert und bekam viele Angebote, etwa von Eintracht Frankfurt, Kaiserslautern oder Hoffenheim“, verrät Hannawald. Er entschied sich für den FSV Mainz 05, wo er nach einem starken Jahr in der U14 seine bisher schwierigste Phase als Sportler erlebte.
Eine schwere Leistenverletzung setzte ihn fast fünf Monate außer Gefecht. „Das hat mich zurückgeworfen und ich war auch körperlich nicht so auf dem Stand, sodass mir vom Mainzer Trainer gesagt wurde, ich solle besser einen Schritt zurückgehen. Ich war damals sehr geknickt“, erläutert Hannawald, der daraufhin zum SV Waldhof zurückkehrte.
Renate Trautmann kann helfen
Die vier Jahre dort waren „geprägt von Aufs und Abs“, wie er sagt. Auch weil ihm das Verletzungspech treu blieb. Eine hartnäckige Entzündung in der Leiste bekam er erst nach dem Wechsel zur Eintracht Wald-Michelbach in den Griff. „Sportdirektor Amir Imsirovic hat mir Renate Trautmann und ihre Bewegungstherapien empfohlen. Seit ich das mache, fühle ich mich wieder viel besser“, erzählt Hannawald. Beim Verbandsligisten habe es „ein halbes Jahr gedauert, dann bin ich regelrecht aufgeblüht“. Mit acht Toren in den letzten sieben Spielen der Vorsaison rief er sein großes Potenzial wieder ab – und macht beim Vorjahresfünften jetzt dort weiter. „Ich bin mir sicher, dass ich das fußballerische Können habe, um höher zu spielen, und wäre auch nicht abgeneigt, eine solche Aufgabe anzugehen. Andererseits ist mir mein Studium gerade auch sehr wichtig“, sagt der nun ins dritte Semester gehende Student für Wirtschaftsingenieurwesen. Seine Mutter kam einst aus Kamerun zum Studieren nach Deutschland.
Samuel Eto’o, ist das Vorbild
Hannawalds fußballerisches Vorbild ist Afrikas vierfacher Fußballer des Jahres Samuel Eto’o, vor allem bekannt aus seinen Zeiten beim FC Barcelona und Inter Mailand, mit denen Kameruns Nationalheld jeweils die Champions League gewann – einhergehend mit jeder Menge Toren, wie sie auch Noah Hannawald weiter in schöner Regelmäßigkeit erzielen möchte: „Ich habe unserem Trainer Ralf Ripperger gesagt, dass ich auf jeden Fall 20 Tore machen werde. Er hat dann gesagt, ich soll noch zwei draufpacken – 22 sind also die Vorgabe“, verrät Hannawald mit einem Lächeln. Wenn er so stark wie zuletzt weitermacht, sollte das locker drin sein. Am Samstag (17.30 Uhr) gastieren die Wald-Michelbacher beim SC Dortelweil. dbe
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