Nach Haftentlassung

Becker lässt Engagement im deutschen Tennis offen

Weiß noch nicht genau, wohin sein Weg führen wird: Boris Becker. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Weiß noch nicht genau, wohin sein Weg führen wird: Boris Becker.

Berlin (dpa) - Boris Becker will sich nach seiner Haftentlassung auch im Tennis wieder engagieren - ob für den Deutschen Tennis Bund oder in anderer Funktion, ist aber noch offen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

«Ich muss mich noch ein bisschen sortieren. Ich habe in der Tat auch Angebote. Ich muss mich erstmal zurechtfinden, bevor ich eine Verantwortung und Arbeit übernehme», sagte die deutsche Tennis-Ikone bei der Präsentation eines Werbedeals mit einem Online-Fensterversand in Berlin. Bei seinem Besuch des Davis-Cup-Spiels gegen die Schweiz im Februar sei «alles sehr positiv» gewesen, sagte der 55-Jährige. 

Becker war kurz vor Weihnachten nach 231 Tagen hinter Gittern in England freigekommen, Grund war eine Sonderregelung für ausländische Häftlinge. Becker war Ende April 2022 in London zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte. Einen Teil seiner Einnahmen muss Becker weiter an die Insolvenzverwalter abtreten.

Becker hatte von 2017 bis 2020 bereits als Head of Men's Tennis im DTB gearbeitet. Zuvor war er nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Spieler unter anderem auch Trainer des heutigen Rekord-Grand-Slam-Siegers Novak Djokovic gewesen.

Der frühere deutsche Spitzenspieler Tommy Haas sprach sich für eine Einbindung Beckers im deutschen Tennis aus. «Ich freue mich darauf, ihn auch mal wieder zu sehen und überhaupt mal mit ihm zu quatschen und zu hören, wie das abgelaufen ist und was es Neues gibt und wie er sich im deutschen Tennis einsetzen möchte», sagte Haas der Deutschen Presse-Agentur beim Master-Turnier in Indian Wells