Kane zum neuen Vertrag: «Gelingt nicht in ein, zwei Wochen»
Harry Kane soll in München verlängern. Auch der Torjäger selbst will das. «Die Chemie stimmt», sagt der Bayern-Chef. Beim letzten großen Vertrag des Stürmers geht es um wichtige Details.
München (dpa) - Die Chemie in den ersten Vertragsgesprächen zwischen Torjäger Harry Kane und dem FC Bayern München hat nach Angaben beider Verhandlungsparteien gestimmt. Trotzdem bremste der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft nach dem 5:1-Auftaktsieg des deutschen Meisters in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart die Erwartungen an eine schnelle Verlängerung seines nach dieser Saison auslaufenden Kontraktes.
«Das gelingt nicht in ein, zwei Wochen», sagte Kane in der Allianz Arena und ergänzte: «Es wird noch eine Menge Diskussionen um die Details geben.» Auf diese mochte er jedoch in der Öffentlichkeit nicht eingehen. Es geht natürlich auch um das künftige Gehalt des Topverdieners und auch um die Laufzeit des neuen Vertrages, bis 2029 oder 2030. Kane soll die längere Dauer anvisieren.
Die Chancen auf eine Einigung stehen «ziemlich gut»
«Ich bin 33. Es ist womöglich nicht mein letzter Vertrag, aber ein großer Vertrag, über den ich entscheiden muss», sagte der Torschützenkönig der Bundesliga, der im Sommer 2023 für die Münchner Rekordablöse von rund 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu den Bayern gekommen war. «Es geht darum, dass ich damit glücklich bin. Und auch der Verein will glücklich sein.»
Einen Prozentsatz für die Wahrscheinlichkeit einer Einigung mochte Kane auf Nachfrage nicht benennen. Die Chancen stünden aber «ziemlich gut», sagte er: «Die Gespräche sind positiv. So weit, so gut. In den nächsten Wochen werden wir weiterreden», kündigte der Stürmer an.
Dreesen: Die Chemie stimmt total
Entspannt zeigte sich auch Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen, dessen eigener Vertrag in dieser Woche bis 2029 ausgedehnt wurde. Zieht Kane nach? «Ich hoffe doch», antwortete der 58-Jährige.
«Sowohl Harry mit seiner Familie als auch wir haben immer versucht, zum Ausdruck zu bringen, dass wir den Dingen gelassen entgegensehen.» Man sei in guten Gesprächen, sagte Dreesen: «Die Chemie stimmt total. Deswegen sind wir in dem Thema wirklich entspannt miteinander.»
Dreesen wurde auch zur Zukunft des französischen Offensivstars Michael Olise gefragt, um den es rund um die WM im Sommer immer wieder Wechselgerüchte gegeben hatte. Aktuell gebe es noch keine Gespräche, sagte der Bayern-Chef: «Michael hat Vertrag bis 2029. Da gibt es keinen Grund, überhastet zu sein.»
Keine Eile bei Olise - und viele Nonsens-Gerüchte
Im Sommer hieß es unter anderem, den 24-Jährigen ziehe es zu Real Madrid. Dreesen nimmt in München einen zufriedenen Olise wahr. «Die entscheidende Sprache spricht er auf dem Platz. Es ist schön, dass er sich von dem ganzen Trubel um seine Person nicht weiter beirren lässt. Und als Verantwortlicher, der ja auch die Insides kennt, ist man manchmal schon etwas amüsiert, manchmal auch irritiert, was da alles geschrieben wird. Wir haben immer gesagt, das ist Nonsens.» Also Unsinn.