Missbrauchsvorwürfe: Ghana-Profi wird Einreise verweigert
Die kanadischen Behörden weisen Ghanas Thomas Partey wegen Visa-Problemen zurück. Der 32-Jährige steht wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht. Er verpasst das erste WM-Spiel.
Toronto (dpa) - Der ghanaische Fußball-Nationalspieler Thomas Partey wird beim ersten WM-Gruppenspiel nicht auf dem Rasen stehen, weil ihm von kanadischen Behörden die Einreise verweigert wurde. Partey könne wegen Visa-Problemen nicht von Ghanas WM-Quartier von Boston in den USA nach Kanada reisen, bestätigte der Weltverband FIFA der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zuerst hatte «The Athletic» berichtet.
Partey steht seit April wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht, die nächste Anhörung ist für den Oktober angesetzt. Dem Spieler vom FC Villareal wird vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau in London zweimal vergewaltigt zu haben. Vor dem Southwark Crown Court in London plädierte Partey auf nicht schuldig. Ein Urteil soll nicht vor Mitte 2027 fallen.
Zuvor war der Fußballer im Juli 2025 wegen fünf weiteren Fällen von Vergewaltigung und einem Fall von sexueller Nötigung angeklagt worden, die sich auf die Jahre 2021 und 2022 beziehen. Damals hatte er beim FC Arsenal unter Vertrag gestanden. Die Vorwürfe stammen von mehreren Frauen. Der Mittelfeldspieler wies auch damals sämtliche Vorwürfe zurück.
Ghana bestreitet seine WM-Auftaktpartie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag deutscher Zeit (1.00 Uhr/MagentaTV) in Toronto gegen Panama. Partey absolvierte bereits 57 Länderspiele für die «Black Stars», im März stand der 32-Jährige im Testspiel gegen Deutschland in Stuttgart auf dem Platz.