Fußball

Allen Widrigkeiten zum Trotz: TSG 1862/09 will in Bruchsal punkten

Nach einer überaus turbulenten Winterpause ist der Weinheimer Verbandsligist beim Tabellenführer gefordert. Trainer Lukas Cambeis ist dennoch zuversichtlich.

Gregor Zimmermann (Mitte) und die TSG 1862/09 Weinheim wollen in Bruchsal an die starke erste Hälfte des Hinspiels anknüpfen. Foto: Katrin Oeldorf
Gregor Zimmermann (Mitte) und die TSG 1862/09 Weinheim wollen in Bruchsal an die starke erste Hälfte des Hinspiels anknüpfen.

Weinheim. Eine turbulente Winterpause liegt hinter den Spielern und Verantwortlichen von Fußball-Verbandsligist TSG 1862/09 Weinheim. Seit dem letzten Spiel des Jahres 2024 gegen den FC-Astoria Walldorf II am 23. November (3:0) ging es mächtig rund: So kündigten Cheftrainer Lukas Cambeis, sein Assistent David Limonciello und Teammanager David de Vega geschlossen ihren Rückzug zum Saisonende an, da die durch den Rückzug des Hauptsponsors entstandene Lücke im Budget für die kommende Saison vonseiten des Vereins nicht vollends gestopft werden konnte. Nur wenige Wochen später folgte die Vorstellung von Marcel Hofbauer, der das Traineramt mit Beginn der Vorbereitung auf die Spielzeit 2025/26 übernehmen wird, sich aber schon jetzt um die Kaderplanung für die kommende Saison kümmern soll.

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Geführt wurden die Gespräche mit dem neuen Coach derweil von Paul Weis, der seit wenigen Wochen die Sportliche Leitung der gesamten Fußballabteilung verantwortet.

„Wir haben einen klaren Auftrag, wollen den Fokus komplett auf das Sportliche richten und das Bestmögliche erreichen.“ (Lukas Cambeis, Trainer)

Alles in allem sicherlich nicht die besten Voraussetzungen, um in der zweiten Saisonhälfte an die starke Hinserie anzuknüpfen und den aktuellen vierten Tabellenplatz zumindest zu verteidigen – zumal Marcel Schwöbel nach seiner Roten Karte aus der Partie beim SV Waldhof II auch die ersten beiden Spiele des Jahres 2025 verpassen wird, Christian Moura um eine Leisten-Operation wohl nicht herumkommt, Noah Hannawald sich seit geraumer Zeit mit einer Schienbeinentzündung herumplagt, Gaetano Giordano unter einem dicken Knöchel leidet und U19-Youngster Lennox Schmitt, der sich in den vergangenen Wochen für Einsätze in der Aktivität empfohlen hatte, mit einer Teilruptur des Innenbandes ebenfalls für mehrere Wochen ausfallen wird.

Doch weit gefehlt: „Wir haben einen klaren Auftrag, wollen den Fokus komplett auf das Sportliche richten und das Bestmögliche erreichen“, kündigt Trainer Lukas Cambeis vor dem Re-Start am Samstagnachmittag an. Obwohl der Gegner um 15 Uhr 1. FC Bruchsal heißt und in der Tabelle ganz oben steht. „Die Jungs ziehen super mit, wir haben in der Winter-Vorbereitung einen weiteren Schritt nach vorne gemacht“, ist Cambeis auch vor dem Gastspiel beim Liga-Primus nicht bange.

Zwei A-Junioren rücken auf

Zwar sei der 1. FC Bruchsal, für den Cambeis in der Saison 2018/19 einst selbst die Stiefel schnürte, auf dem Papier der klare Favorit, die gegnerische Mannschaft in „einem perfekten Fußballalter“ und „brutal abgezockt“, doch weiß der scheidende TSG-Coach auch um die Stärken seiner eigenen Elf, zu der fortan neben Lennox Schmitt mit Milad Hussaini noch ein weiterer 18-jähriger Jungspund gehören wird.

„Wir wissen, dass wir jede Mannschaft in der Verbandsliga schlagen können, wenn wir unser Potenzial abrufen“, zeigt sich Cambeis, der neben den bereits genannten Akteuren auch noch auf Ersatztorhüter Inaki Rohrbach verzichten muss (privat verhindert), selbstbewusst.

Zu viele Fehler im Hinspiel

Man habe den Gegner genauestens analysiert, wisse um Stärken und eventuelle Schwächen. Zudem gelte es, die richtigen Schlüsse aus der 1:3-Hinspielniederlage zu ziehen. „Wir haben damals eine ganz starke erste Hälfte gespielt, hätten eigentlich 3:0 führen müssen“, blickt Cambeis auf die Partie zurück. Einfache Fehler führten letztlich zu den drei Gegentoren – und damit auch zur vermeidbaren Niederlage.

Allein aufgrund der Tabellenkonstellation sei der Druck dieses Mal jedoch ausschließlich auf Bruchsaler Seite, konstatiert Cambeis. „Dort sind die Ansprüche ganz anderer Natur, wir können dagegen befreit aufspielen. Trotzdem wollen wir definitiv etwas Zählbares aus Bruchsal mit nach Hause nehmen. Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel“, fügt der 33 Jahre alte Inhaber der B-Lizenz hinzu.