Handball

Auftakt nach Maß für die HSG Weinheim/Oberflockenbach

Landesligist startet mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger Neckarelz. Die Außenspieler treffen 16 Mal. Hemsbach gewinnt, Laudenbach verliert.

Marcus Nethövel, in der vergangenen Saison noch „Hybridspieler“ bei der HSG Weinheim/Oberflockenbach, ist in dieser Runde wieder fest für das Tor eingeplant. Foto: Katrin Oeldorf
Marcus Nethövel, in der vergangenen Saison noch „Hybridspieler“ bei der HSG Weinheim/Oberflockenbach, ist in dieser Runde wieder fest für das Tor eingeplant.

Die Landesliga-Handballer der HSG TSG Weinheim/TV Oberflockenbach gewannen ihren Saisonauftakt gegen Aufsteiger HA Neckarelz mit 30:25 (16:10) und feierten einen gelungenen Start in eine mit Spannung erwartete Landesliga-Runde. Wie im letzten Jahr sollen und müssen die heimischen Hallen wieder zur Festung werden, allen voran die TSG-Halle, in der aufgrund der Schließung der Dietrich-Bonhoeffer-Halle ein Großteil der Heimspiele ausgetragen wird.

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Zu Beginn der Partie waren es jedoch zunächst die Handballer aus Neckarelz, die den Ton angaben. Zwei Konter und ein sicher verwandelter Siebenmeter sorgten für eine schnelle 3:0-Führung der Gäste. Die Truppe von Trainer Werner Knapp, der in Weinheim nun in seiner 20. Saison an der Seitenlinie steht, fand nun jedoch besser ins Spiel und Sebastian Labs, der unermüdliche Dauerbrenner auf der rechten Außenbahn, brach mit seinem ersten Tor den Bann.

In der Folge zwangen die HSGler die Gäste zu schlechten Würfen und münzten die gewonnenen Bälle im Konterspiel zu Toren um. Mit einem Vier-Tore-Lauf war die Partie zum 5:4 gedreht (9.) und in der 13. Minute sollte Tim Landenberger mit dem 6:6 der letzte Ausgleich für die Neckarelzer gelingen.

Danach sorgte zunächst Spielmacher Tim Scheuermann per Doppelschlag für eine 8:6-Führung (14.), die die Knapp-Truppe über ein 12:7 (22.) und 14:8 (27.) bis zum 16:9 (29.) kontinuierlich ausbaute. Verlassen konnte sich die HSG in dieser Phase insbesondere auf Marcus Nethövel, der nach zwei Landesliga-Runden als Hybridspieler zwischen Tor und Halbposition nun fest auf der Torhüterposition eingeplant ist.

Nach dem Seitenwechsel hieß das Motto: „Stabile Abwehr, Tempo hochhalten.“ Dies gelang zunächst auch sehr gut, doch einige leichtfertige Ballverluste und Fehlwürfe im Angriff führten dazu, dass Neckarelz beim Stand von 19:16 (39.) wieder Morgenluft witterte. Die HSG hielt jedoch dagegen und erhöhte über ihre beiden Außen Sebastian Labs und Peter Scheurich wieder auf 21:16 (41.). In der Folge verpassten es die Gastgeber, das Spiel frühzeitig zu entscheiden und ließen die Gäste stattdessen immer wieder gefährlich nahekommen. In doppelter Überzahl verkürzte Landenberger, mit zehn Toren bester Torschütze der Partie, auf 24:22 (51.). Doch wieder konterte die Knapp-Truppe, diesmal entscheidend. Mit einem 5:0-Lauf stellten die Gastgeber endgültig auf Sieg. In dieser Phase stach insbesondere Debütant Marlon Brandis hervor, der die Neckarelzer in der Abwehr immer wieder entscheidend stoppte. Am Ende fuhr die HSG einen verdienten ersten Saisonsieg ein und reist nun hoch motiviert ins Taubertal, wo am Samstag bei der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim die ersten Auswärtspunkte seit mehr als einem Jahr eingefahren werden sollen. ps

HSG Weinheim/Oberflockenbach: Nethövel, Koob-Lautenbach (n.e.); Beulich (2), Labs (9), Knapp (2), Rachowiak, Ulitzka (1), Voll, Schneider (3), Knauer (2), Kinscherf (1), Scheurich (7), Scheuermann (3), Brandis

Lukas Kessler pariert für den TV Hemsbach

Königshofen. Bei der HG Königshofen/Sachsenflur bestätigten die Handballer des TV Hemsbach ihre gute Leistung aus der Vorwoche und fuhren beim 33:27-Erfolg nun auch den ersten Auswärtssieg dieser Landesliga-Saison ein.

Zunächst musste der TVH nach ungewohnt langer Anreise erst einmal in den Sportmodus schalten und hatte das Glück, dass der Gastgeber dies ohne allzu viel Gegenwehr zuließ. Dies resultierte in eine ausgeglichene und nervöse Anfangsphase mit zunächst relativ niedrigem handballerischen Niveau. Die Gastmannschaft gab jederzeit das Tempo vor, belohnte sich im Angriff allerdings zu selten, was vornehmlich auf eine verbesserungswürdige Chancenverwertung zurückzuführen war.

Dass Königshofen daraus keinen Profit schlagen konnte, lag an einer stabil stehenden Hemsbacher Abwehr sowie dem überragend aufgelegten Lukas Kessler im Tor. In der 21. Minute sah der Königshofener Schlüsselspieler Carlo Hartnagel nach einem Gesichtstreffer die Rote Karte, woraufhin sich die Gäste die 11:9-Halbzeitführung erspielten.

Nach der Pause wirkten beide Angriffsreihen wie ausgewechselt. Die Hemsbacher Vordermannschaft hatte ihre Wurfblockade plötzlich gelöst und traf fortan beinahe nach Belieben. Besonders Neuzugang Samuel Bechtold riss immer wieder Lücken in die HG-Abwehr, die er entweder selbst nutzte oder seine Nebenmänner gekonnt in Szene setzte. Dass die eigene Abwehrleistung auch etwas nachließ, konnte das Trainergespann Pauli/Herzog verkraften, da der Vorsprung beim 27:20 (53.) dennoch komfortabel war. Auf ein letztes Aufbäumen der HG Königshofen/Sachsenflur wartete man vergeblich, sodass der TV Hemsbach den letztlich auch in der Höhe verdienten Sieg über die Zeit schaukelte. ff

TV Hemsbach: Kessler, Grotelüschen; Brückmann (2), Kirsch, Bauer (1), Bechtold (7), König, Zschätzsch (1), Fröhlich (9/3), Drost (6), Capizzi (3), Heckmann (4), Schmitt.

Dünner Laudenbacher Kader fordert Tribut

Mit einer am Ende deutlichen 27:33-Niederlage mussten sich die Handballer der TG Laudenbach bei der HSG St. Leon/Reilingen geschlagen geben. Bis zum 4:4 war das Spiel vollkommen ausgeglichen. Fortan war es Wilkening im Laudenbacher Angriff der die extrem defensive Abwehrformation der HSG knackte und aus dem linken Rückraum Angriff für Angriff einnetzte. Nach zwölf Minuten lag die TGL 8:5 in Führung, doch weitere zehn Minuten später war das Spiel beim 10:10 wieder offen. Leide fand nun die Lücken in der gegnerischen Abwehr, im Gegenzug wurde jedoch HSG-Kreisläufer Meyer in Szene gesetzt und egalisierte. Beim 13:14 für die TGL ging es in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte hatte gerade begonnen, da wurde Meyer des Feldes verwiesen. Doch die anschließende Überzahl verlor die TGL mit 1:3 Toren und war ab diesem Zeitpunkt komplett von der Rolle. Technische Fehler in Form von Fehlpässen häuften sich und die Gegner wussten dies in Form von Schnell- oder „Zweite-Wellen-Angriffen“ hauptsächlich durch Frank erfolgreich zu nutzen.

Nach einem Sechs-Tore-Lauf zum vorentscheidenden 21:17 für die HSG nahm TGL-Trainer Rack eine Auszeit und stellte die Abwehrformation auf eine offensivere Variante um. Bis zum 24:18 nach 44 Minuten hielten die Gastgeber die TGL noch auf Abstand, aber dann zeigte die Formation Wirkung. Der nun eingewechselte Fischer parierte ein paar Bälle, die Angriffsbemühungen waren von Erfolg gekrönt und in der 50. Minute schnupperte die TGL beim Stande von 27:24 wieder Morgenluft.

Die Gastgeber, die im Gegensatz zu Laudenbach auf eine voll besetzte Bank zurückgreifen konnten, nahmen nun das Spiel aber wieder in die Hand. Laudenbach stemmte sich zwar mit letzter Kraft noch einmal dagegen, musste aber am Ende dem dünn besetzten Kader Tribut zollen und so gewannen die Hausherren mit in Summe 20 geschossenen Toren in der zweiten Hälfte. ho

TG Laudenbach: L. Hähnel, Fischer; Büntig (2), Leide (6), Lohmeier, Wilkening (6), J. Hähnel (7/5), Pinkepank (4), Schott (1), Schupp (1), Teurer.