Fußball

B-Klasse: Spitzenteams straucheln, fallen aber nicht

Rippenweier und Laudenbach ärgern die Favoriten aus Sandhofen, gehen aber trotzdem leer aus. Heddesheim II feiert den Derbysieg gegen TuS Weinheim.

Jens Weigold bejubelt seinen Anschlusstreffer zum 1:3. Zu mehr sollte es aber für den SV Rippenweier gegen den SKV Sandhofen II nicht reichen. Foto: Ernst Lotz
Jens Weigold bejubelt seinen Anschlusstreffer zum 1:3. Zu mehr sollte es aber für den SV Rippenweier gegen den SKV Sandhofen II nicht reichen.

Spitzenreiter FV Leutershausen II hatte bereits am vergangenen Dienstag mit einem standesgemäßen 5:0-Erfolg beim TSV Sulzbach II (Weinheim) vorgelegt, am Sonntag zogen die Verfolger in der Fußball-B-Klasse nach. Der Dritte, SKV Sandhofen II, hatte beim 3:1-Erfolg in Rippenweier allerdings ebenso das Glück auf seiner Seite, wie Lokalrivale SV Sandhofen beim 3:2 in Laudenbach.

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Rippenweier hadert

„Hier hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die effektivere. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“, haderte Rippenweiers Abteilungsleiter Lars Schmitt. „Wir hatten etliche Chancen, waren aber entweder im Abschluss nicht konsequent genug oder der letzte Pass war zu ungenau.“ Auf der Gegenseite sorgten individuelle Fehler für die drei Gegentore. So geriet der SVR durch Schäfer (4.) und Kremer (30.) früh mit 0:2 in Rückstand, in Überzahl musste der SVR sogar noch das dritte Gegentor hinnehmen. Erst in der 70. Minute markierte Weigold den Anschlusstreffer, zu mehr reichte es in der Folge nicht mehr. Trotzdem sieht Schmitt die Mannschaft auf einem guten Weg: „Fußballerisch sind wir im Flow, nur die Ergebnisse stimmen noch nicht.“

SV Rippenweier: Croseck; Gang, L. Schmitt, Stock, Dörsam, Walla, Geller (46. Bühler), Antona, Weigold, Qaisi (46. Boldt), D. Bickel (57. C. Bickel).

Fortuna III bezwingt den TuS

Beim 1:2 gegen den SKV Sandhofen II in der Vorwoche zeigte der TuS Weinheim eine starke Leistung. Im Derby bei Fortuna Heddesheim III wollten sich die Mannen um Spielertrainer Dennis Proyer nun die verlorenen Zähler zurückholen. Doch daraus wurde nichts: Die Fortuna war über 90 Minuten die bessere Mannschaft, am Ende stand ein 2:0-Heimsieg für die Heddesheimer zu Buche. „Wir haben schon gut angefangen und eigentlich nie nachgelassen. Der Sieg hätte eigentlich noch höher ausfallen müssen und war zu keiner Zeit gefährdet“, gab Fortuna-Spieler Johannes Wett nach dem Spiel zu Protokoll. Er selbst bereitete das 1:0 durch Kai Klemm kurz vor der Pause per Ecke vor. „Das war enorm wichtig“, sagte Wett – nachdem sein Team zuvor etliche Hochkaräter ausgelassen hatte. Das 2:0 besorgte Tim Werkhausen mit einem Volleyschuss in der 63. Minute. „Ein Tor wie ein Gedicht“, so Wett, der wenige Minuten später noch einen Eckball an den TuS-Pfosten zirkelte.

Fortuna Heddesheim III: Podgorac; Wett, Stronjak (60. Werkhausen), K. Mildenberger, Hutzl (82. Jamal), Klemm (87. Scheuring), Stöhr, Akpinar, Böhler, Mendel (65. Amoo), Pretschker (89. Krämer).

TuS Weinheim: Kopp (54. Benitez); Sindilaru, Rexhepi (81. Brockenauer), Bozkurt (63. Özel), Sari, Stadler, Ehret, Hitzwebel, Yasar (63. Abu-Jardeh), Frohn, Ahmed (70. Kilic).

Schriesheim II will noch mehr

In souveräner Manier brachte der SV Schriesheim II beim 4:0 in Vogel-stang drei weitere Punkte nach Hause. „Was zählt, sind die Punkte. Die Jungs sind gut drauf, wir wollen in der Tabelle noch ein bisschen nach oben klettern“, sagt Trainer Marco Weber, der nach seiner Ablösung durch Michael Eisenhauer bei der ersten SVS-Mannschaft in der Winterpause die zweite Garnitur übernommen hat. Die Tore in der „einseitigen Partie“ (Weber) markierten Griesheimer (13.), Rudolf (17.), Will (40.) und Ammann (66.).

SV Schriesheim II: Ost; Ullrich, Pagonas (46. Weber), Röger, Rockrohr, Möllenbeck (56. Knies), Rudolf, Beckenbach, Griesheimer, Ammann, Will (46. Idubor).

Laudenbach nutzt Chancen nicht

„Vor dem Spiel hatten wir Angst, abgeschossen zu werden. Nach dem Spiel sind wir enttäuscht, nichts mitgenommen zu haben“, sagte Laudenbachs Pressewart Yannick Wunder nach der Niederlage gegen den SV Sandhofen. Der SVL hatte gerade einmal zwölf Mann im Kader, „die Jungs, die da waren, haben aber alles gegeben und großartig gekämpft“, lobte Wunder. Ausschlaggebend für die Niederlage sei einzig und allein die Chancenverwertung gewesen, führte Wunder weiter aus. Schon vor dem 1:0 durch Waldmann (27.) ließen die Laudenbacher etliche Möglichkeiten liegen, nach dem Seitenwechsel sah es kaum anders aus. „Sandhofen macht dagegen aus drei Chancen drei Tore“, ärgerte sich Wunder. Den Anschlusstreffer zum 2:3 markierte Tim Eitzer (75.).

SV Laudenbach: Baier; Lüger, Kungl, Markgraf (60. Eitzer), Lache, Harpain, Sritharan, Waldmann, Youssoufa, Geiger, Herion.