Handball

Bittere Fehlentscheidung kostet Birkenauer Punkt

Schiedsrichter erkennen regulären Treffer der TSV-Frauen in Echterdingen nicht an. Rückschlag im Kampf um den Regionalligaverbleib.

Die Enttäuschung bei den TSV-Frauen nach der denkbar knappen Niederlage in Echterdingean saß tief: Marie Harbarth, Lejla Smajlovic, Johanna Meyer, Anna Knapp , Anne Havemann, Kathrin Haas und Lenya Hanke (von links). Foto: Armin Etzel
Die Enttäuschung bei den TSV-Frauen nach der denkbar knappen Niederlage in Echterdingean saß tief: Marie Harbarth, Lejla Smajlovic, Johanna Meyer, Anna Knapp , Anne Havemann, Kathrin Haas und Lenya Hanke (von links).

Leinfelden-Echterdingen. Bitterer hätte die Niederlage kaum ausfallen können: Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd und großem Kampfgeist mussten sich die TSV Damen beim direkten Konkurrenten HSG Leinfelden-Echterdingen 33:34 geschlagen geben. Der vermeintliche Ausgleichstreffer in allerletzter Sekunde wurde aberkannt. Damit blieb den Birkenauerinnen ein angesichts des Spielverlaufs wertvoller Punkt verwehrt.

Nach fünf sieglosen Niederlagen in Folge wollten die Schützlinge von Katharina Leinert unbedingt ein Zeichen setzen und im direkten Duell um den Klassenerhalt wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Bis zur zwischenzeitlichen 7:6-Führung des TSV hatte Danijela Rajic bereits vier Treffer erzielt. Die Gastgeberinnen deckten die Birkenauerin anschließend eng. Nach dem 12:13 schlichen sich beim TSV Ballverluste ein, während man defensiv zunehmend den Zugriff verlor. Die Gastgeberinnen nutzten diese Schwächephase konsequent zum 21:16-Halbzeistand.

Ganz starke zweite Hälfte

Mit viel Tempo und Entschlossenheit kamen die Birkenauerinnen aus der Kabine. Dreimal in Folge schickte Johanna Meyer ihre Mitspielerinnen mit präzisen langen Pässen auf den Weg zum Torerfolg. Mariella Schütz vollendete mit einem ihrer sieben Treffer den furiosen 4:0-Lauf binnen fünf Minuten. Beim 21:20 war der TSV wieder dran. Die HSG reagierte mit einer Auszeit und konnte den Lauf zunächst stoppen (26:23, 42.).

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Führung zwei Minuten vorm Ende

Doch die Birkenauerinnen bewiesen Moral, kämpften um jeden Ball. Mit einem erneuten 4:0-Lauf drehten sie die Begegnung und gingen beim 27:26 erstmals in der zweiten Halbzeit in Führung. Die knappe Führung verteidigten die Schützlinge von Katharina Leinert bis zwei Minuten vor dem Ende. Beim 32:31 nahm die HSG ihre letzte Auszeit. Nach Wiederanpfiff gelang es den Gastgeberinnen, die Partie erneut zu drehen. Doch Mariella Schütz behielt die Nerven und stellte auf 33:33. Neun Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Leinfelden-Echterdingen erneut die Führung. TSV-Trainerin Katharina Leinert reagierte mit ihrer letzten Auszeit und nahm Torhüterin Katharina Bussek zugunsten einer weiteren Feldspielerin vom Feld. Es blieb noch eine letzte Chance. Und tatsächlich landete der Ball durch Mariella Schütz im gegnerischen Tor. Doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Foulspiel an der Birkenauerin und erkannte den Treffer nicht an. Da die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, blieb dem TSV lediglich ein direkter Freiwurf, der nicht den Weg ins Tor fand. So stand eine bittere 33:34-Niederlage, die angesichts der starken zweiten Halbzeit besonders schmerzt.

Im Kampf um den Klassenerhalt ist die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten ein schmerzhafter Rückschlag. Das Fazit der Cheftrainerin fiel emotional aus: „Leider bleiben unsere Mühen unbelohnt, als in den letzten Minuten zwei Fehlentscheidungen gravierend ins Spiel eingreifen, die die Schiedsrichter als solche auch sofort nach Abpfiff anerkennen. Deren Gipfel ist die Aberkennung eines regulären Tores und der Zuspruch eines direkten Freiwurfs. Eine Punkteteilung hätte der Leistung entsprochen.“ pb

TSV Birkenau: Meyer, Bussek; Schütz (7), Rajic (5), Tines, Smajlovic (1), Pfisterer, Harbarth (1), Hanke (6), Knapp (1), Becker, Havemann (4), Leinert (8).