Handball

Kalte Dusche für den TSV Birkenau

Die Oberliga-Frauen kassieren eine Start-Niederlage wegen ihrer schwachen Chancenverwertung.

Josi Leinert traf zwar achtmal, an der Auftaktniederlage des TSV Birkenau änderte das aber nichts. Foto: Armin Etzel
Josi Leinert traf zwar achtmal, an der Auftaktniederlage des TSV Birkenau änderte das aber nichts.

Muggensturm. Voller guter Vorsätze gestartet, und dann am Ende doch verloren: Die Oberliga-Handballerinnen des TSV Birkenau kehrten mit einer 21:26-(12:11)-Niederlage aus Südbaden zurück. Zum Saisonstart leistete sich die Mannschaft der Trainerinnen Lehnert/Fremr bei der SG Muggensturm/Kuppenheim zu viele Fehlwürfe.

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Schon die Anfangsphase der ersten Hälfte verlief alles andere als geplant: Zahlreiche unnötige und zu einfache Fehler prägten die ersten Minuten beim 1:4. Torhüterin Johanna Meyer bewahrte ihr Team mit mehreren Paraden vor einem noch höheren Rückstand. Erst als Linn Gutsche drei Treffer in Serie erzielte, kam Birkenau zurück (4:4). In der Folge boten sich mehrfach Gelegenheiten zur Führung, doch sowohl ein Siebenmeter als auch Überzahlsituationen blieben ungenutzt. So entwickelte sich ein zähes Ringen, bei dem der TSV lange einem Rückstand hinterherlief. Erst kurz vor der Pause sorgten Marie Harbarth und Josi Leinert für die erste Führung – mit dem 12:11 ging es in die Kabine.

Aufbäumen bringt nichts

Doch der Schwung wurde nicht mit in den zweiten Durchgang genommen. Birkenau verschlief die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit, produzierte erneut viele Ballverluste und schenkte einfache Tore her. Muggensturm/Kuppenheim nutzte diese Schwächephase konsequent und setzte sich mit einem 3:0-Lauf 16:13 ab (38.). Bis zur 50. Minute wuchs der Rückstand auf sieben Treffer an (17:24). Zwar zeigte der TSV im Schlussspurt Moral und verhinderte eine deutlichere Niederlage, doch am Ende stand ein verdienter 26:21-Erfolg für die SG.

Fazit: Der TSV Birkenau konnte sein spielerisches Potenzial nur in Ansätzen abrufen. Die Gastgeber überzeugten mit einer kompakten Defensive und stellten die Birkenauer Angreiferinnen immer wieder vor große Probleme. In der neuen Oberliga Baden-Württemberg gibt es keine einfachen Gegner – Fehler werden sofort bestraft. Für die anstehenden drei Heimspiele gilt es daher, die Fehlerquote zu senken und mehr Konstanz ins eigene Spiel zu bringen.

„Vor allem unsere Chancenverwertung beschäftigt mich heute. Wir haben trotz einiger angeschlagener Spielerinnen gute Lösungen gefunden und sind dann am Aluminium oder der gegnerischen Torfrau gescheitert. Das müssen wir unbedingt besser machen“, sagte Cheftrainerin Katharina Leinert. pb

TSV Birkenau: J. Meyer, Bussek; Leinert (8), Gutsche (4), Harbarth (4), Haas (2), Hanke (2), Becker (1), Falter, Hassel, Havemann, Knapp, Knogler, Pfisterer, Tines.