Tischtennis

Deutscher Meister bei Vizemeister TTC 46: Mehr Topspiel geht nicht

Weinheim empfängt Berlin am Sonntag und kann mit einem Heimsieg die Tabellenführung festigen. Der Titel ist das aber noch nicht.

Die beiden im Perspektivkader des Deutschen Tischtennis-Bundes stehenden Yuan Wan und Sophia Klee bilden eines der beiden starken Weinheimer Doppel. Die sollen am Sonntag wieder Grundlage für einen Heimsieg gegen Berlin bilden. Foto: Armin Schimkat
Die beiden im Perspektivkader des Deutschen Tischtennis-Bundes stehenden Yuan Wan und Sophia Klee bilden eines der beiden starken Weinheimer Doppel. Die sollen am Sonntag wieder Grundlage für einen Heimsieg gegen Berlin bilden.

Wenn der TTC 46 Weinheim am Sonntag den ttc berlin eastside im Topduell der 1. Tischtennis-Bundesliga empfängt, dann trifft der Deutsche Vizemeister auf den Deutschen Meister, Champions-League-Sieger und einen der europäischen Top-Klubs überhaupt. Spielbeginn in der Sporthalle des Heisenberg-Gymnasiums in Weinheim ist bereits um 13 Uhr. Mehr Topspiel geht nicht, aber eine endgültige Entscheidung um den Deutschen Meistertitel fällt auch nach dem vorletzten Spieltag noch nicht. Fragen und Antworten zum Spitzenspiel.

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Warum ist der Tabellenführer der 1. Tischtennis-Bundesliga nicht automatisch Deutscher Meister?

Der Deutsche Tischtennis Bund will die Attraktivität des Titelkampfs mit zusätzlichen Play-off-Spielen erhöhen. Durch die Spiele im Juni soll Mannschaften, die während der regulären Saison Spielerinnen zu internationalen Turnieren abstellen müssen, die Chance gegeben werden, in den Play Offs komplett antreten zu können.

Wie ist die aktuelle Tabellenlage vor dem Topspiel in Weinheim?

Beide Teams weisen derzeit nur sieben Verlustpunkte auf, Berlin ist dabei noch mit zwei Spielen im Rückstand – es wird also ein Duell um Platz eins und zwei in der Abschlusstabelle. Die übrigen Konkurrenten sind schon mit drei oder gar vier Minuspunkten mehr belastet.

Warum ist der erste Tabellenplatz am Ende so wichtig?

Wie wichtig die beiden vorderen Plätze zum Schluss sind, weiß man aus dem letzten Jahr, als der TTC 46 als Erster und Berlin als Zweiter bei den Play Offs das Viertelfinale erspart blieb und beide erst im Halbfinale eingreifen mussten. Zusätzlich entscheidet die bessere Platzierung auch noch über das Heimrecht in den Begegnungen, weil man dann im Rückspiel zu Hause antreten kann und ein eventuell drittes Entscheidungsspiel ebenfalls beim Tabellenersten stattfände.

Wie stehen die Weinheimer Chancen?

Der ttc berlin eastside ist seit Jahren „das Bayern München“ des deutschen Damen-Tischtennis mit zahllosen deutschen Titeln in Meisterschaft und Pokal, und auch in der Champions-League mehrfach erfolgreich. Dass man aber auch diesem Starensemble beikommen kann, zeigten die Weinheimerinnen kurz vor Weihnachten mit ihrem 6:4-Erfolg in Berlin, bei dem die Berlinerinnen mit Nina Mittelham, Britt Eerland, Sabina Surjan und Josephina Neumann nahezu die Bestbesetzung an den Platten waren, nur Xiaona Shan fehlte. Damals war vor allem die Doppelstärke der Weinheimerinnen vorentscheidend durch zwei Siege. Alle Einzelspielerinnen konnten sich jeweils noch einen Sieg holen.

Wie sieht die Bilanz aus der vergangenen Saison aus?

Da feierte Weinheim in beiden regulären Spielen 6:2- und 6:4-Siege. In den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft musste sich der TTC dann aber in Berlin 6:1 geschlagen geben und kam daheim über ein 5:5 nicht hinaus.

Wie stark ist die Weinheimer Aufstellung?

Für den TTC 46 stehen alle fünf Spielerinnen zum Spitzenspiel zur Verfügung: Bruna Takahashi, Yuan Wan, Mateja Jeger, Daria Trigolos und Sophia Klee sind heiß auf diese besondere Partie. Der TTC 46 erwartet wieder ein volles Haus, und mit der entsprechenden Unterstützung der Fans kann man auch den Berlinern Paroli bieten. Das zeigte sich schon im vergangenen Jahr, als sich die Weinheimerinnen tief beeindruckt von der Heisenberg-„Hölle“ mit 350 Zuschauern zeigten. Mit durchschnittlich 200 Fans war der TTC 46 sogar Zuschauerkrösus der 1. Bundesliga.

Woran liegt es, dass ein kleiner Verein wie der TTC 46 so große Erfolge feiert?

Vor allem am TTC-Vorsitzenden Christian Säger. Er hält die Frauen im Verein seit Jahrzehnten hoch, auch wegen seiner zu Beginn noch im Bundesligateam spielenden Tochter Luisa. Und: die Sägers haben eine funktionierende Mannschaft zusammengestellt. Die Frauen verstehen sich untereinander bestens. Im schnelllebigen Profigeschäft die halbe Miete. hol/AT