Die HSG Weinheim/Oberflockenbach will die TSG-Halle wieder zur Festung werden
Auf die Mannschaft von Trainer Werner Knapp wartet eine ganz schwierige Landesliga-Saison. Drei Abgänge und drei Aufrücker aus zweiter Mannschaft
Wer wie die Landesliga-Handballer der HSG Weinheim/Oberflockenbach zuletzt nur haarscharf die Liga gehalten hat, auf den wartet jetzt keine einfache Saison. Durch die landesweite Umstrukturierung der Ligen zur kommenden Runde 2025/26 muss man schon im vorderen Tabellendrittel landen, um die realistische Chance zu haben, die jeweilige Liga halten zu können.
Dass das schwer wird, das ist in Weinheim allen bewusst. Zumal die HSG mit Torwart Mark Hornstein, Sebastian Gipp (beide zu Ligakonkurrent SG Heidelberg-Leimen) und Nils Sebastian (Karriereende) drei schmerzhafte Abgänge zu verzeichnen hat. Aus der zweiten Mannschaft rücken dafür Paul Rachkowiak und Marlon Brandis nach. Auch Sascha Knauer hatte bereits in der vergangenen Runde ausgeholfen.
HSG Weinheim/Oberflockenbach 2024/25
Zugänge: Paul Rachkowiak, Sascha Knauer, Marlon Brandis (alle bisher 2. Mannschaft).
Abgänge: Mark Hornstein, Sebastian Gipp (HD-Leimen), Nils Sebastian (Karriereende).
Der Kader: Tor: Marcus Nethövel, Adrian Koob-Lautenbach, Außen: Peter Scheurich, Paul-Luca Rachkowiak, Sebastian Labs, Benjamin Knispel, Rückraum: Michael Knapp, Robin Ulitzka, Manuel Kinscherf, Tim Scheuermann, Sascha Knauer, Klaus Beulich, Kreis: Carsten Voll, Lukas Weigold, Lars Schneider, Marlon Brandis.
Trainer: Werner Knapp (in seiner 20. Saison), Co-Trainer: Steffen Ehrmann (neu).
Saisonziel: Ligaverbleib.
Am kommenden Samstag starten die HSG-Herren gegen Aufsteiger Neckarelz in die Runde. Ein Spiel, das die Gastgeber in der TSG-Halle schon gewinnen müssen. „Eigentlich dürfen wir kein Heimspiel verlieren. Und: Wir müssen vor allem auch mal auswärts gewinnen, das ist uns in der vergangenen Runde nicht gelungen“, sagt HSG-Werner Knapp. Der geht in seine 20. Saison in Weinheim und ist damit Rekordhalter. „Es macht einfach Spaß mit den Jungs. Und die Vorbereitung lief auch gut, ich bin optimistisch. Wir versuchen, soweit vorne wie möglich zu landen.“
Angriff muss variabler werden
Ob der Heimvorteil, den die HSG durch die harzfreie TSG-Halle in den letzten Jahren hatte, aufgrund der Neuregelung immer noch bestehen bleibt, muss sich zeigen. Seit dieser Runde muss in Sporthallen mit Harzverbot ein kleinerer Ball genutzt werden. Wahrscheinlich ein Nachteil für die Mannschaften, die das harzfreie Spielen mit dem größeren Ball bislang gewohnt waren. „Trotzdem wollen wir die TSG-Halle wieder zur Festung machen“, sagt Knapp.
Dazu muss den Weinheimern gegen körperlich abwehrstärkere Teams vor allem im Angriff mehr einfallen. Der Rückraum war in der vergangenen Runde auch durch etliche Verletzungen nur sehr spärlich besetzt. Jetzt sollen Klaus Beulich und Michael Knapp wieder mehr Unterstützung erhalten. „Und unser Gegenstoß muss wieder besser laufen.“ Da wäre es gut, wenn Torhüter Adrian Koob-Lautenbach nach seiner Bänderverletzung schnell wieder fit wäre. Und die HSG aus dem Vorteil einer eingespielten Truppe auch etwas machen kann.