Die Nationalfechter von morgen in der TSG-Halle
Beim internationalen Bergstraßen-Turnier in der TSG-Halle zeigt sich Weinheim einmal mehr als Talentschmiede.
Weinheim. In der altehrwürdigen Weinheimer TSG-Halle sind an den Wochenenden normalerweise die Handballer und Basketballer aktiv. Am vergangenen Wochenende war der Hallenboden wieder mit zwölf Wettkampfbahnen versehen: Die Fechter der TSG 1862 Weinheim richteten ihr traditionelles Nachwuchsturnier aus. 321 Jugendliche aus dem In- und Ausland hatten den Weg an die Bergstraße gefunden und zeigten sich einmal mehr begeistert von der ebenso familiären wie professionell aufgezogenen Veranstaltung.
Die Weinheimer Fechtabteilung ist an diesem März-Wochenende mit allem, was sie hat auf den Beinen. Eltern und ältere Fechter als Kampfrichter und Kuchenverkäufer, Kinder beim Auf- und Abbau der Bahnen, Abteilungsleiterin Monika Schäfer, Sportwart Lasse Tjarks und Kassenwartin Elke Sembach, die die Passannahme und die Kasse organisierte – wenn das Bergstraßenturnier stattfindet, mangelt es nicht an helfenden Händen. Ein Zeichen dafür, dass die kleine Florettfechtfamilie bestens funktioniert.
Und das nicht nur organisatorisch. Auch sportlich liefern die Weinheimer immer wieder Nachschub – und das sogar bis in die Nationalteams. Celia Hohenadel und Luca Holland-Cunz sind heute bereits wieder beim Weltcup in Lima/Peru am Start, das TSG-Duo bildete zuletzt in Kairo die Hälfte der Frauen-Nationalmannschaft. Und auch sie hatten als „Knirpse“ bereits schon beim Bergstraßenturnier ihre ersten Auftritte.
Die Planche in Weinheim bot auch diesmal wieder die Bühne für die Kleinsten. In der U11-Konkurrenz sorgten die TSGlerinnen Anna-Chatharina Kogel als Siebte und Serra Topcu als Elfte unter 33 Starterinnen für starke Platzierungen. Jan Eichmann wurde unter den 18 Jungen Fünfter.
In der nächsthöheren Altersklasse U13 wurde Jasper Kraft 15. und Viktor Solich 20. unter den 46 Jungs, Yining Xu ergatterte Platz zehn bei 34 Starterinnen. Alle drei starteten auch eine Altersklasse höher im U15-Wettbewerb. Dieser Jahrgang ist normalerweise nicht in Weinheim am Start. Im Rahmen der National-Circuit-Turniere, in deren Rahmen auch die Deutsche Meisterschaft dieser Altersklasse ausgefochten wird, durften die Weinheimer aber als bewährter Turnierausrichter fungieren. Das wertete das Bergstraßenturnier nicht nur sportlich, sondern auch quantitativ auf. Fast 200 Jugendlichewaren hier am Start.
Starker U15-Wettbewerb
„Wir sind mit dieser Teilnehmerzahl sehr zufrieden und wollen auch zukünftig noch mehr Teilnehmer aus dem Ausland für unser Turnier gewinnen. Gerade beim National Circuit Turnier waren einige Nachwuchstalente dabei, die später einmal ihren Weg in der Nationalmannschaft fortsetzen werden“, sah auch TSG-Sportwart Lasse Tjarks eine starke U15-Konkurrenz.
Unter den 96 Mädchen behaupteten sich die Weinheimerinnen auf Rang 50 (Xu), Angela Schäfer wurde 95.; unter den 94 Jungs war der U13-Starter Kraft als 70. am besten platziert, Henry Rotta wurde 90., Victor Solich musste verletzt aufgeben. Und während dem Deutschen Fechter-Bund die Suche nach Turnierausrichtern immer schwerer fällt, zieht die TSG 1862 Weinheim ihr ganz besonderes Engagement durch – weil sie es will und weil sie es kann. AT