Die Rhein-Neckar Metropolitans spielen in der Bundesliga
Die U19-Regionalauswahl, gespickt auch mit Spielern der BG Viernheim/Weinheim, gewinnt auch das zweite Qualifikationsturnier. Das Ergebnis einer wahnsinnig schnellen Entwicklung
Das ist der Hammer: Die Rhein Neckar Metropolitans qualifizierten sich mit dem erneuten Sieg beim zweiten Qualifikationsturnier erstmals für die U19-Nachwuchs-Bundesliga. Mittendrin: die Nachwuchstalente der BG Viernheim/Weinheim.
Begonnen hat alles schon im Frühjahr vergangenen Jahres. Da reifte unter den Verantwortlichen der Rhein Neckar Metropolitans, dem Zusammenschluss der beiden Vereine BG Viernheim/Weinheim und SG Mannheim, der Entschluss, neben dem Team in der U16-Bundesliga JBBL, auch einen Anlauf auf die U19-Basketballbundesliga NBBL zu nehmen. Talente aus beiden Vereinen, verstärkt durch Spieler weiterer Vereine der Rhein-Neckar-Region, fanden sich unter Trainer Robin Zimmermann zusammen und nahmen im Juni 2023 den ersten Anlauf. Zwar scheiterte man damals in der zweiten Runde, doch der Appetit war geweckt.
Als U 18 schon eingespielt
Somit startete im Sommer ein ehrgeiziges Projekt. In der U18 der BG Viernheim/Weinheim sollten die Spieler zusammen die Saison bestreiten, um dann in der Qualifikation im Juni 2024 als eingespieltes und starkes Team den Sprung in die NBBL zu schaffen. Am Sonntag ging der Plan auf, die Metropolitans sicherten einen Startplatz für die nächste Saison unter den 36 besten Nachwuchsteams Deutschlands. Dabei stand dieses zweite Qualifikationsturnier in Kronberg am Taunus unter keinem guten Stern für das Kooperationsteam. Etliche Spieler und die Trainer hatten unter der Woche mit grippalen Infekten zu kämpfen, zu 100 Prozent fit war kaum einer der Schlüsselspieler.
Nervöser Start
Entsprechend holprig startete man in die erste Begegnung am Samstagabend gegen die Baskets Koblenz. Nur 13 Punkte gelangen dem Team im ersten Viertel, zum Glück trafen die Gegner auch nicht besser. Minute für Minute kehrte die Sicherheit zurück, zur Pause lagen die Metropolitans dann mit 35:24 vorn und am Ende stand doch der erwartet klare 80:54-Sieg fest. Top-Scorer war Valentine Chinamere.
Das Schlüsselspiel folgte am frühen Sonntagmorgen. Gegen die Young Gladiators Trier, die den Metropolitans schon im Heimturnier am vergangenen Wochenende alles abverlangt hatten, wurde es wieder knapp. 17:15 nach dem ersten Viertel, 32:32 zur Halbzeit. Aber angeführt von den beiden gesundheitlich angeschlagenen Spielmachern Cris Becht und Koray Kocak (je 11 Punkte) erarbeitete sich das Zimmermann-Team ganz langsam Vorteile, vor dem letzten Viertel lag man 52:49 vorn. Im Schlussabschnitt hielt man dem Trierer Druck stand, und vor allem Top-Scorer Tomke Grimm (18 Punkte) erzielte unter dem Korb wichtige Punkte, die den 69:64-Sieg sicherstellten.
Keine Nerven gezeigt
Den Schlusspunkt bildete das Spiel gegen den MTV Kronberg, die nach ihrer Niederlage gegen Trier unbedingt einen Sieg brauchten, um die Chance auf eine NBBL-Qualifikation zu wahren. Bei den Metropolitans machte sich der Kräfteverschleiß einiger Spieler deutlich bemerkbar, 36:34 führten die Hausherren zur Pause, lautstark unterstützt vom eigenen Anhang. Doch direkt nach Wiederanpfiff wendete sich das Blatt. Angeführt vom quasi unaufhaltsamen Dante Aruna, der sage und schreibe 35 Punkte erzielte, drehten die Metropolitans das Spiel und feierten am Ende mit dem 80:69-Sieg den Turniersieg und die von den mitgereisten Fans umjubelte NBBL-Qualifikation.
Coach Robin Zimmermann war anschließend dankbar für den Einsatz, den sein Team speziell an diesem Wochenende für dieses Ziel gebracht hat. „Wir sind alle richtig platt und einfach nur glücklich. Viele meiner Spieler sind an diesem Wochenende über ihre Grenze gegangen, um diesen Erfolg zu ermöglichen. Das kann ich ihnen gar nicht hoch genug anrechnen“, so Zimmermann, bevor das Team noch eine kurze Siegesfeier auf der Rückfahrt folgen ließ. jr