Basketball

Metropolitans nehmen die erste Hürde zur Bundesliga

Die Rhein-Neckar-Auswahl gewinnt in Weinheim das erste Qualifikationsturnier souverän. Jetzt geht es mit breiter Brust nach Kronberg

Stolzer Turniersieger: Die Rhein-Neckar Metropolitans nahmen die erste Hürde zur Nachwuchs-Bundesliga. Foto: Jörn Ritterbusch
Stolzer Turniersieger: Die Rhein-Neckar Metropolitans nahmen die erste Hürde zur Nachwuchs-Bundesliga.

Die Basketballer der Rhein Neckar Metropolitans setzten sich im ersten Qualifikationsturnier zur U19-Bundesliga NBBL vor heimischem Publikum souverän durch. Gegen namhafte Konkurrenz gelangen in der TSG-Halle drei Siege in drei Spielen. Das Kooperationsteam der BG Viernheim/Weinheim und SG Mannheim traf zunächst auf den Nachwuchs des Zweitligisten Gladiators Trier.

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Vor sehr gut gefüllter Halle startete das von Robin Zimmermann trainierte Team furios ins Turnier. Die beiden Spielmacher Koray Kocak und Cris Becht stellten sofort ihren Wert für die Mannschaft unter Beweis, zwei Dreier von Kocak, der auf 15 Punkte im Spiel kommen sollte, ein Steal von Becht (18), dann noch ein Korb von Paul Skiba (ebenfalls 18) – und nach 90 Sekunden stand es bereits 10:0. Trier berappelte sich zusehends, kam auf 27:23 heran. Die Metropolitans bauten ihren Vorsprung zur Pause zwar auf 43:35 und 59:45 aus (28.), doch dann riss beim Heimteam der Faden, sechs Minuten vor Schluss stand es 61:61. Dann nahm Becht das Spiel seiner Mannschaft in die Hand, erzielte in den nächsten vier Minuten zehn Punkte selbst (76:71, 38.)und gab zusammen mit Kocak der Mannschaft die nötige Stabilität, um den Vorsprung sicher ins Ziel zu bringen (82:73).

Leichtes Spiel gegen Karlsruhe

Nach dieser ersten großen Hürde spielten die Metropolitans gegen PSK Karlsruhe befreit aufspielen. Die schwächste Mannschaft des Turniers war kein Gradmesser. Trotz der Personalrochaden gelang ein nie gefährdeter 93:54-Sieg, bei dem sich Jannik Geiger als Top-Scorer mit 21 Punkten auszeichnete. Vor erneut sehr gut gefüllten Rängen kam es im entscheidenden Spiel ums Weiterkommen gegen den Nachwuchs des Bundesligisten Crailsheim Merlins, die sich für das Ziel der NBBL-Qualifikation extra mit Spielern aus den USA verstärkt hatten. Bis zu vier nichtdeutsche Spieler sind erlaubt.

Valentine Chinamere setzt sich gegen Karlsruhe durch. Die Rhein-Neckar-Metropolitans hoffen nun in Kronberg auf den Coup. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Valentine Chinamere setzt sich gegen Karlsruhe durch. Die Rhein-Neckar-Metropolitans hoffen nun in Kronberg auf den Coup.

Dagegen setzten die Hausherren auf ihren Mix aus Spielern der Metropolregion, die bereits seit letztem Jahr zusammen spielen und trainieren. Aufgrund der Ausgangslage mussten die Merlins zum Weiterkommen gewinnen, während die Metropolitans sich sogar eine knappe Niederlage hätten leisten können. Entsprechend legte das Team los: Angeführt vom glänzend aufgelegten Becht (19 Punkte) und Dante Aruna (16) zwang man den Gegner Mitte des ersten Viertels beim Stand von 11:4 zur ersten Auszeit. Das änderte aber nichts an der Überlegenheit des Zimmermann-Teams.

Gelungener Mix

Der Mischung aus stabiler Defense und druckvollem Tempobasketball in der Offensive hatten die Crailsheimer nichts entgegenzusetzen, sodass der Vorsprung zur Pause auf 48:25 anwuchs. Zimmermann und seine Trainerkollegen Dean Spencer und Mert Meral gaben den Stammspielern Pausen, ehe sie beim 62:52 mit Becht, Aruna und Tomke Grimm neue Kräfte aufs Feld brachten, die innerhalb von fünf Minuten für das 74:54 (37.) sorgten. Die Metropolitans verwalteten den Vorsprung beim 79:58 sicher und wurden Turniersieger.

In Kronberg am Taunus geht es nun gegen den Ausrichter, erneut Trier und die Baskets Koblenz. Der Sieger dieses Turniers qualifiziert sich direkt für die kommende NBBL-Saison, während der Zweitplatzierte in einem weiteren Turnier noch die Chance auf einen letzten Platz unter den besten 36 Nachwuchsmannschaften Deutschlands hat. jr